Wie die Android-Entwickler aktuell ankündigen, wird in der nächsten Woche eine neue Funktion im Android Market Einzug erhalten, welche in der Vergangenheit genau so oft gewünscht, wie kontrovers diskutiert wurde, die Optionen zur Altersfreigabe. In diesem Zusammenhang kann eventuell sogar mit einer Art Filter, der direkt in zukünftige Android-Systeme integriert ist, gerechnet werden, dies ist aber nur Spekulation.
Es wird genau vier Stufen geben, in welche Entwickler Ihre Apps stecken können. Zudem können die Nutzer die Richtigkeit dieser Einstufungen bewerten. Sollte ein Entwickler dadurch auffallen, dass er “Mature”-Apps dauerhaft zu niedrig einstuft, muss er mit Konsequenzen rechnen. Zudem werden alle App, die nicht manuell eine Altersfreigabe erhalten haben automatisch erst mal als “Mature” eingestuft.
Die vier Stufen der Altersfreigabe
- All (Alle)
- Pre-Teen (Personen 10 bis 12 Jahre)
- Teen (Teenager)
- Mature (Erwachsene)
Auf der offiziellen Hilfe-Seite zum Android Market werden die Anforderungen etwas genauer ausgeführt. Dort erhalten Entwickler eine grobe Richtung, welche Apps wie zu bewerten sind. So würden Inhalte keine uneingeschränkte Freigabe erhalten, wenn diese folgenden Content beherbergen:
- Alkohol, Tabak und Drogen
- Glücksspiel
- Hassreden
- Standort
- Obszönitäten und grober Humor
- Sexuelle und anzügliche Inhalte
- Von Nutzern erstellte Inhalte und Kommunikation zwischen Nutzern
- Gewalt
Wie die einzelnen Optionen zur Altersfreigabe sich in der Praxis auswirken und ob wirklich eine ernsthafte Kontrolle dieser stattfindet wird sich zeigen. Ich könnte mir vorstellen, dass nicht alle Nutzer von dieser neuen Regelung begeistert sind, denn einige Apps fallen da wohl eindeutig durchs Schmuddel-Raster. Was haltet Ihr von der neuen Funktion?
















Nützt ohne entsprechende Überwachung nix… Aber sonst, guter Ansatz! Aber mir währ erstmal eine Optimierung der Such & Filterfunktionen (im Market) wichtiger gewesen.
@nils, war es das nicht schon immer?
Danke für die Meldung!
"So würden Inhalte keine Jugendfreigabe erhalten, wenn diese folgenden Content beherbergen" – das ist extrem vereinfacht und sogar falsch.
Die Google-Seite sagt: Standord: allgemeine oder detaillierte Standortdaten => Kategorie "Kinder", "Teenager" oder "Nicht jugendfrei".
Ähnliches gilt für Kommunikation und Benutzerinhalte, am besten selbst auf der Seite nachlesen, die René verlinkt hat.
hm standort? also ist dann google latitude ab 18?oder wie darf man das nun verstehen?
Eher so ungefähr ab 12-14, keine Ahnung, welche Altersgrenze Google für "Teens" sieht. Bzw. ob einfach den Eltern überlassen wird, das "geistige Alter" ihrer Kids einzuschätzen.
Wobei Google bei den Standortdaten ja trennt: Google Maps dürfen auch "Pre-Teens" (ab 6?) benutzen, erst wenn sie bekanntgegeben werden, sollten die "Teens" in der Lage sein, die Folgen davon abzuschätzen.
Das ist egal ob man dies kontrolliert oder nicht, wie will man den Zugang der einzelnen Altersgruppen kontrollieren? Wenn einer Erwachsener für seine Teenager oder gar kleinere Kinder n Vertrag macht, ob sich da jeder auskennt oder gar bei Vertragsabschluss dies angibt?!?
Es sind mir zu viele Lücken als das nicht ausgetrikst werden kann aber die grobe Richtung ist schon mal gegeben.
Ich würde eher eine passwortgeschützte Einstellung vermuten. Natürlich kann man die mit etwas Trickserei auch umgehen. Aber wo ist das nicht so? Auch den Filter für den PC oder die Nummerbegrenzung fürs "Kinderhandy" kann man umgehen, wenn der Junior sich besser auskennt als seine Eltern. Er könnte sogar die Autoschlüssel klauen. Ohne ein bisschen Vertrauen geht's halt nicht…
Sinnvoll ist das ganze nur, wenn Eltern das Alter eingeben und per Passwort schützen können. Ansonsten ist das ganze "für die Katz" und reizt Jugendliche ja geradezu, die nicht für sie freigegebenen Apps zu downloaden.
Aber genau dazu konnte ich bisher nichts finden, auch nicht auf der Google-Seite.
Oder hat jemand hierzu schon Infos ?