Arktis: iPhone 5C wird das “Geschäft unseres Lebens”

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Apple hat zur Keynote eingeladen und die Technik-Welt steht Kopf. Ganz so schlimm ist es nicht mehr, doch das Unternehmen aus Cupertino bekommt immer noch eine ganze Menge Aufmerksamkeit im Vorfeld, vor allem wenn es um ganz neue Produkte geht. So auch in diesem Jahr, denn die Präsentation des iPhone 5S wäre vermutlich schon fast langweilig, hier rechnen wir mit dem üblichen Upgrade und vielleicht noch einem Fingerabdruckscanner, doch wirklich überraschen wird uns Apple hier wohl kaum. In der Branche nennt man das Produktpflege und ganz normale Evolution.

Spannender wird es jedoch beim Thema iPhone 5C, denn dieses Modell wurde im Vorfeld oftmals als “Billig-iPhone” verkauft und (auch von mir anfangs) verurteilt. Mit Blick auf den aktuellen Markt hat ein solches Modell aber auch eine ganze Menge Potential. Zum einen ist China ein extrem großer Markt, der noch lange nicht gesättigt ist und Gerüchten zufolge soll Apple ja sogar einen Deal mit China Mobile, dem weltweit größten Mobilfunkanbieter, haben. Alleine dieser Punkt würde vermutlich für einen starken Anstieg beim (weltweiten) Marktanteil sorgen. Doch nicht nur China ist für Apple interessant, auch bei uns ist mit einer hohen Nachfrage zu rechnen.

Das sieht auch Rainer Wolf von Arktis so, denn er glaubt an das “Geschäft unseres Lebens” und behauptet, dass Apple mit diesem Modell zurück schlägt. Aus diesem Grund sucht der Apple-Händler momentan auch nach 20 neuen Mitarbeitern, die bei einem extrem hohen Ansturm aushelfen sollen. Die “neue Geheimwaffe im Kampf um Marktanteile” soll es sein, das “Plastik-iPhone”, wie es gerne genannt wird, steht für das neue Apple, welches laut Rainer Wolf “bunt und billig” ist. Die Konkurrenz soll sich also schon mal warm anziehen, denn das iPhone 5C wird das “Big Thing”.

Ich persönlich rechne mittlerweile auch mit einem großen Erfolg des iPhone 5C, das hat mehrere Gründe, auch wenn ich hier nicht an eine Revolution glaube. Hier mal vier Argumente von meiner Seite, das Interview mit Rainer Wolf findet ihr hier.

  1. Der Markt für Modelle in der Preiskategorie 600+ Euro wird in absehbarer Zeit kleiner, denn gewisse Märkte sind einfach gesättigt und wiederum andere bieten keine Modelle für über 600 Euro an. Bisher hat diesen Job das ältere iPhone übernommen, ich gehe aber mal davon aus, dass das 5C in der Produktion günstiger, als das iPhone 5 sein wird und man somit auch noch die Gewinnmarge steigern kann. Statt einem iPhone 5 zum Preis des 4S, nimmt man also das 5C und macht es noch ein bisschen günstiger.
  2. Es gibt einen Markt für Mittelklasse-Geräte, das hat Apple spätestens mit dem iPad mini bewiesen, was nach der Präsentation oftmals als “zu teuer” abgehakt wurde. Doch es verkauft sich prächtig. So könnte das auch beim iPhone 5C sein, denn viele wollen ein größeres iPhone mit aktueller Technik, aber nicht das Geld für ein iPhone 5 ausgeben. Eine Preisgrenze von 499 Euro wäre hier akzeptabel. Ich glaube auch nicht, dass das 5C weniger als 400 Euro kosten wird. Die Bezeichnung “Billig-iPhone” ist also nicht korrekt.
  3. Bei dem Punkt Farben gebe ich Rainer Recht, Hersteller wie Nokia oder auch Samsung setzen schon länger auf eine größere Auswahl an Farben bei ihren Smartphones und ich kann mir gut vorstellen, dass ein iPhone 5C in Gelb oder Grün viele Abnehmer finden wird. Beim Lumia 920 war Gelb zum Beispiel das Modell mit der höchsten Nachfrage auf dem Markt. Und Apple setzt ja auch in anderen Kategorien (iPod) auf eine größere Auswahl an Farben, warum also nicht auch endlich beim Flaggschiff, dem iPhone.
  4. Entscheidend ist aber der Deal mit China Mobile. Die Nachfrage nach Apple-Produkten ist in China sehr hoch, das 5C wird diese in Zukunft abdecken. Daher wird Apple auch einen Tag nach der Keynote ein Event in China abhalten, auch dieser Schritt zeigt, wie wichtig der Markt für das Unternehmen ist.

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