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BlackBerry Z10: Unser erster Eindruck

Vergangene Woche hatte BlackBerry, ehemals Research In Motion, zum Launch-Event des BlackBerry Z10 und der neuen Plattform BlackBerry 10 in Deutschland eingeladen und wir waren vor Ort, um uns das Geschehen anzuschauen. Seit heute ist das neue Gerät zunächst exklusiv bei Vodafone in Deutschland erhältlich und ab nächstem Monat soll es dann bei weiteren Netzbetreibern wie o2 oder der Telekom landen. Auf dem Event in Köln gab es auch ein entsprechendes Testgerät des Z10, welches ich mir am Wochenende auch mal genauer angeschaut habe und von dem es passend zum Marktstart in Deutschland hier auch einen ersten Eindruck geben soll.

Fangen wir mit der Verpackung und dem Inhalt an. Die kleine Box mit dem großen Z10 auf der Frontseite ist BlackBerry durchaus gelungen und hier gibt es neben einem USB-Kabel, auch ein Netzteil, einen Akku, die üblichen Informationen in Form von kleinen Flyern natürlich auch das Gerät selbst. Das BlackBerry Z10 hat mich auf den ersten Blick an ein kleines PlayBook erinnert, welches ebenfalls noch bei mir auf dem Schreibtisch rumfliegt und in den kommenden Wochen auch ein Update auf BlackBerry 10 bekommen soll. Das Gerät fühlt sich gut an, es liegt angenehm in der Hand und hat die richtige Größe für ein Smartphone. Größer dürfte es bei mir nicht sein und die 4,3 Zoll sind momentan auch mein persönliches Maximum bei einem mobilen Begleiter.

BlackBerry setzt zwar fast ausschließlich auf Plastik bei den Materialien, aber trotzdem wirkt das Z10 nicht billig und ich finde auch hochwertiger wie zum Beispiel das Samsung Galaxy S3. Vor allem die gummierte Rückseite des schwarzen Modells liegt angenehm in der Hand. Es kommt allerdings nicht an die Verarbeitung des Apple iPhone 5 oder HTC One ran, ich würde es so zwischen Galaxy S3 und iPhone 5 einordnen. Das trifft übrigens auch auf die Größe zu. Auf den Bildern hat mich das Z10 auch immer an ein großes iPhone 5 erinnert, das wirkt jedoch in natura nicht so und im direkten Vergleich haben die beiden zwar gewisse Ähnlichkeiten (was sich bei diesem Formfaktor auch nicht vermeiden lässt), aber ich finde das geht so in Ordnung.

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Die Hardware ist BlackBerry also durchaus gelungen und macht einen ordentlichen Eindruck, der spannende Punkt wird hier allerdings die Software und deren Entwicklung sein. Bei BlackBerry hat man sich für einen (riskanten) Neuanfang und möchte alles selbst entwickeln, Android oder Windows Phone ist keine Option für den Hersteller aus Kanada. Ich habe mich bisher ehrlich gesagt noch nicht so intensiv mit BlackBerry 10 beschäftigt und möchte mir vor einem Fazit auch noch mehr Zeit lassen. Die Bedienung macht allerdings Spaß, die Gesten erinnern mich stark an MeeGo und das Nokia N9, was aber für mich mehr ein Vorteil, statt Nachteil ist.

Zu den Anwendungen und der Auswahl in der BlackBerry World werde ich an dieser Stelle noch kein Fazit abgeben, hier gilt es vor allem auch die Entwicklung zu beobachten. Der Start ist BlackBerry aber glaube ich ganz gut gelungen, auch wenn viele Apps wie zum Beispiel Facebook oder Twitter nicht aus der Feder der Netzwerke stammen, sondern von BlackBerry in Zusammenarbeit mit diesen entstanden sind.

Das muss kein Nachteil sein, allerdings zeigt das auch, dass sich das Interesse der ganz großen noch in Grenzen hält und viele vielleicht erst mal die Entwicklung von BlackBerry 10 abwarten wollen, bevor man in das System investiert. In den nächsten Wochen wird es hier dann sicherlich auch einen ausführlichen Testbericht geben, in dem ich mich auch mit Dingen wie der Kamera (auch hier ein durchaus positiver erster Eindruck) und dem OS selbst beschäftigen werde. Solltet ihr bis jetzt allerdings schon konkrete Fragen zum Gerät haben, dann immer her damit, das BlackBerry Z10 wird in den nächsten Wochen ein ständiger Begleiter in meinem Alltag sein.

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