Es ist bald soweit, denn am 15. Juni gehen die Chromebooks von Google in Deutschland in den Verkauf. Ich freue mich, wie ein Schneekönig darauf und selbstverständlich werde ich mir ein Chromebook zulegen. Ich würde mit euch gerne ein wenig tiefer in die Geschichte gehen und mir den einen oder anderen Aspekt mal näher anschauen.
ChromeOS so, wie es derzeit beworben wird und wie es auch auf dem Test-Gerät CR-48 bereits auf Youtube vermehrt zu sehen war, ist für mich und auch viele andere Blog-Kollegen ein zukunftsweisender Baustein des mobilen Lebens. Schauen wir uns zunächst mal an, was Google zum Chromebook zu sagen hat.
Ziel dieses Systems ist es also, den Benutzer schnellstmöglich ins Internet zu bringen, wo er laut Google, die meiste PC-Zeit verbringt. Für mich selbst trifft dies sicher zu, aber es erfordert vom Nutzer einen Schritt des Umdenkens oder besser gesagt des Umstellens. Denn alle lokalen Clients, die ihr bisher so hattet, wie z.B. ICQ oder Droplr, wird es auf diesem System nicht mehr geben.
Ihr seid also künftig mit einem Chromebook darauf angewiesen, dass eure Lieblingsapplikationen als Web-Anwendung zur Verfügung stehen. Doch bevor wir tiefer in die Software-Kiste steigen, schauen wir uns zunächst einmal die Hardware an, die es beim Marktstart von ChromeOS geben wird.
Es wird zwei Geräte geben. Zum einen ein Samsung Chromebook und zum anderen ein Acer Produkt. Nun kann man von den Marken halten, was man möchte. Der eine schwört auf Samsung wegen der guten Screens, der andere auf Acer wegen dem oftmals guten Preis-Leistungsverhältnis. Sehen wir uns zunächst die nackten Zahlen an.
Acer
- CineCrystal-HD-Breitbild LCD Display mit LED Backlight
- 11,6″ Bildschirmdiagonale
- 1,45 kg Gewicht
- 6 Stunden Akkulaufzeit
- Intel Atom Dual-Core Prozessor
- WiFi
- 3G Weltmodus (optional)
- HD Webcam
- HD Audio-Support
- HDMI Anschluss
- 2 x USB 2.0
Samsung
- 300-Nit-Bildschirm (Auflösung 1280 x 800)
- 12,1 ” Bildschirmdiagonale
- 1,48 kg Gewicht
- 8,5 Stunden Akkulaufzeit
- HD-Webcam
- 2 x USB 2.0
- 4 in 1 Speicherkartenleser
- Mini-VGA Anschluss
Hinter den Displays, egal wie sie Acer auch nennt, verstecken sich 300-nit TFT Displays mit einer Leuchtdichte von 300 cd/m². Das ist für ein Netbook, was beide Geräte ja vom Typ her durchaus sind, relativ ordentlich. Auch die Auflösung, die bei beiden im HD-Bereich liegen, finde ich in Ordnung. Die Geister scheiden sich in meinen Augen in den Details.
Während das Acer Chromebook mit 6,5 Stunden Akkulaufzeit angegeben wird, gibt es beim Samsung Chromebook 8,5 Stunden. Das wäre für mich direkt eine klare Kaufentscheidung für das Samsung, denn was nützt mir das schnellste und beste Gerät, wenn es nach 6 Stunden in die Knie geht. Da finde ich 8 Stunden besser und lege dafür auch gerne etwas mehr hin. Der zweite kaufentscheidende Faktor dürfte für viele das UMTS-Modul sein.
Während man beim Acer Chromebook ausdrücklich dazuschreibt, dass man den 3G Weltmodus optional haben kann, steht beim Samsung nichts von der Konnektivität. Das ist insofern ein Problem, als dass man die Chromebooks ja nur im “Always-Online-Modus” betreiben kann. dafür erwarte ich eigentlich ein UMTS-Modul in beiden Geräten ohne Aufpreis. Wir werden sehen, was genau die Hersteller da anbieten. Der letzte Auswahlfaktor, der auch für mich entscheidend ist, ist der HDMI-Anschluss.
In der heutigen Zeit erwarte ich diesen eigentlich von jedem Gerät, oberhalb der 200 €-Kategorie und ich bin oft enttäuscht, wenn dann, wie beim Xoom ein Micro-HDMI oder irgendeine Eigenfrickelei verbaut wird. Müsste ich mich jetzt entscheiden, würde ich zum Samsung tendieren, allerdings allein aufgrund der Akkulaufzeit. Etwas irritierend ist für mich bei Samsung der 4.1 Kartenleser. Denn wenn ich einen Browser als Betriebssystem habe und wie im Video zu sehen, nichts online gespeichert wird, wäre es interessant zu erfahren, wie Chrome OS z.B. Fotos von der Speicherkarte ins Web bringt.
Womit wir auch schon beim nächsten Thema sind. ChromeOS und die Umsetzung der “Always-Online”-Software. Um zu verstehen, wie genau diese Sache aussieht, habe ich euch eine kleine Videogalerie zusammengestellt, welche euch einen Eindruck von der Software und dem Handling von Vorabseriengeräten gibt.
Hier noch ein schönes Video zum Chromebook von Samsung.
Wie man in den Videos sehr schön sehen kann, gibt es Web-Apps, wie Twitter, Spiele wie zum Beispiel Schach oder eben einen Taschenrechner in der Software Ausstattung des Chrome OS. Sobald sich das Betriebssystem mit seinen Geräten verbreitet, wird es wohl auch mehr Software geben, die ihr euch aufs ChromeOS bringen könnt. Da außerdem ein Linux-Derivat als Basis für das System dient, bin ich mir sicher, dass es wieder Freaks gibt, die euer Chromebook um ein paar schöne Features erweitern können.
Für mich war eine sehr interessante Sache der Fullscreen-Modus. Damit bekommt man noch weniger vom System mit und kann sehr fokussiert arbeiten. Genial war für mich auch die Panel-Geschichte. Für ein verbessertes Multitasking-Arbeiten gibt es Panels, welche permanent über alle Chrome-Reiter geöffnet bleiben und sich nicht von selbst schließen, aber sich minimieren und schließen lassen. In diesen Panels könnt ihr zum Beispiel, wie ihr es aus Googlemail gewohnt seid, Google-Talk Gespräche führen. Was mir ein wenig abschreckend vorkam, war dieses besondere neue Tastenlayout, welches ihr euch interaktiv anzeigen lassen könnt. Ich denke das wird eine große Umgewöhnung vom Netbook mit Windows 7 werden.
Alles in allem kommt mir das “Package”, wie der Engländer sagt, doch recht rund und abgestimmt vor und ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis man wirklich Fehler findet oder eben auf die Grenzen des Betriebssystem stößt. Eine Frage bleibt aber, auch nach allen Videos. Kann man an dem Ding programmieren? Ich bin kein Programmierer und ich weiß auch nicht, wie viele Entwicklungsumgebungen eine Web-Applikation bereitstellen oder ob es eventuell schon ChromeOS Entwickler-Apps gibt. Ich werde mal im nächsten /dev Interview genauer danach fragen.
Die dunkle Seite hat Kekse
Eigentlich wollte ich diese “Google=Datenkrake”-Diskussion nicht führen, aber bei einem kompletten Google-Betriebssystem, mit Cloud-Speicherung und auch mehrfach dokumentierten Hacker-Angriffen sollten wir diesen Punkt einfach abhaken. Zunächst mein Standpunkt. 100 % Sicherheit gibt es nicht. Es gilt die alte Faustregel “If you want Security, dont connect”. Zu Deutsch, wer Angst um seine Daten hat, soll sich am besten gar nicht erst mit dem Internet verbinden. Jeder muss für sich selbst wissen, welche Daten er cloudet und welche nicht. Grundsätzlich glaube ich aber, dass wenn jemand deine Daten haben will, derjenige sie bekommen kann, egal wo sie liegen. Sicherheit sieht aus Google-Sicht so aus, dass der Browser, das Herzstück des Betriebssystems mit dem Sandbox-Prinzip arbeitet, wie ihr in folgendem Video sehen könnt:
Das heißt also, Schadcode wird vom System durch Browser-Sandboxes ferngehalten und die einzigen möglichen Fehlerquellen sind zum einen der Nutzer, der vor dem Gerät hockt und munter seine Kreditkartendaten in das Formular einer Phishing-Email tippt (Zitat von Homer S: “Ui, ein sprechender Elch will meine Kreditkartendaten…das finde ich nur fair!”). Zum anderen kommt die Gefahr natürlich auch serverseitig bei Google zum Tragen. Wenn Google gehackt wird, sind deine Daten öffentlich.
Diese Gefahr besteht einfach und entweder man vertraut dem Konzern, oder eben nicht. Passieren kann es jedem, ob eBay, Neckermann, Nintendo, Sony, Google oder eben auch Apple. Die letzte Gefahr für viele User ist Google selbst. “Wenn ich meine Daten bei denen ablege, gucken die bestimmt auch rein”. Ja okay, diese Aussage kann ich verstehen. Wenn ihr so denkt, lasst die Finger von Google. Ich für meinen Teil habe da vertrauen.
Fazit
Wie oben schon angedeutet, kann ich den Release kaum erwarten und für mich ist das Chrome OS zukunftsweisend. Klar, wenn man nicht online ist, kann man das Gerät kaum nutzen, aber in Zeiten von hoher Netzabdeckung, Tethering und WLan auf dem Herrenklo eines Landgutwirtshauses mach ich mir darüber keine Sorgen. Zumal bei Google schon darüber nachgedacht wird, einen Caching-Modus einzuführen, der eben verbindungsfreie Zonen überbrücken kann und einem das Arbeiten dennoch ermöglicht. Bei mir kommt ein Chromebook ins Haus! Bei euch auch?



















Ich kann mir iwie echt nicht vorstellen dass die Chrome Books außerhalb des Enterprise Markts auch nur irgendeinen erfolg haben werden.
Denn wenn ich mir jetzt einen kleinen schicken Laptop kaufen wollte, dann würde ich mir ein Mac Book Air kaufen, da Linux drauf schmeißen und dann hätte ich mein schönes Linux und gleichzeitig auch mein Google Chrome Browser
jo. macbook air, 900€ aufwaärts….hat auch nicht jeder
ok der Preis ist schon ein Plus Punkt aber ansonsten sehe ich kaum vorteile
wie gesagt, es hat jeder seine art zu "netbooken". Ich bruache eigentlich ausser für iTunes keinen standard rechner mehr.
Kan man nicht einfach ein 08/15 Netbook nehmen und da Chrom drauf laufen lassen ?
sehr gute Frage. ich denke nicht das google so bald das OS zum download freigibt. Alternativ kannst du dir mal ChromiumOS runterladen und z.b. vom usb stick starten. ist wohl ein sehr verwandtes derivat. bedenke aber, dass du nicht den full speed haben wirst. die hardware von samsung und asus sind auf das OS optimiert.
acer meinte ich. sry
oder noch besser du nimmst die so Linux distro jolicloud die speichert auch 90% der Daten im Web
Stand irgendwo in dem Beitrag ein Preis oder habe ich drüber weggelesen?
preise sind derzeit noch nicht bekannt.ngerüchteweise gehen wohl 400€+ x über den tisch
Da hat jemand bei der Google IO nicht aufgepasst was SD Karten und USB Sticks angeht
Chrome OS kommt mit einem Datei manager, wenn du z.B. einen USB Stick mit Bildern ansteckst kannst du sie Lokal betrachten und per Plugin in die diversen Cloud Storages verschieben (z.B. Box.net / Dropbox)
ich konnte die I/O nicht verfolgen, weiss aber um die Technik. Die Frage ist wie gut die Sache gelöst ist…
Was ein Chromebook kann kann mein CULV Book mit Ubuntu auch (und dafür noch vieles mehr) zwar ist die Akkulaufzeit nicht ganz so hoch aber dafür ist die 1,2GHz Celeron (Core2) Dualcore CPU auch um einiges schneller und ich habe sowohl HDMI, VGA als auch einen ExpressCard Schacht für eSata. Aber falls es ein von der Hardware interessantes Chrome OS Book geben sollte (auf dem man sicher irgendwie auch ein "Richtiges" Linux installieren kann) käme es bei mir sicher auch in die ängere Auswahl falls ich ein neues Book benötige, aber Chrome OS ist nicht ganz so mein ding.
That's what i am saying
ich arbeite zu 99% webbasiert, ich benötige jetzt schon keinen standrechner mehr und das normale notebook mit windows/linux brauch ich auch nur noch wegen itunes. also was kratzt mich ne schneller cpu, wenn mich das chromebook in 8 sekunden ins web bringt?
Mir schmerzen leider die Preise, wenn ich für 100 Euro weniger die neue AMD APU bekomme, welche fixer ist und dazu noch 4GB DDR3 Speicher. Schade das die Teile so teuer sind, sonst wäre der Markt sicherlich größer.
Nur leider verschickt Amazon die Dinger anscheinend erst ab 25. Juni. :/
(Ich habe vorbestellt)
Chrome OS wird sich nahtlos in der Reihe der Google-Flops (Buzz, Wave etc.) einreihen, zumindest hierzulande. Die größten Hindernisse dürften die lachhaften Übertragsraten per 2G/3G außerhalb von Ballungsräumen sowie die überzogenen Preise bei Datentarifen, bzw. die frühe Drosselung nach x MB sein. Dazu kommt, dass man für die vermutlich knapp 500 Euro schon deutlich bessere Geräte bekommt, die entweder schon über ein Mobilfunkmodul verfügen oder via USB nachgerüstet werden können.
ichnsehe das Problem der Konnektivität, aber ChromeOS wird seine User haben und mMn nicht floppen. ich kenne zich leute die was dafür geben würden um in 8 sekunden ins web zu kommen. und die preise stehn ja noch nicht fest. kann durchaus sein, das man auch für 250 tacken ens bekommt.
Für 250 Euro wird man sicherlich keim Chromebook bekommen, so stark wird Google die Geräte – falls überhaupt – nicht subventionieren. Und aufgrund der vorgechriebenen Komponenten Wären vermutlich nicht einmal 300 ohne Subvention möglich. Wem es zudem wirklich darum geht, schnell ins Netz zu kommen und dabei kein schweres Gerät mit sich herumschleppen zu müssen, wird vermutlich eher zum Tablet greifen. Darüber kann ich alles nutzen, was Chrome OS bietet. Zuzüglich längerer Laufzeiten.
wenn man mit dem chromebook wircklich entwickeln könnte (nicht nur webapps, das geht ja hoffentlich^^ ) sonder auch richtige "Windows Programme", mit Visual Studio usw. dann würd es sich für mich als IT-HTL´ler ja auch fast auszahlen.
außerdem hier in Österreich wart ich lieber noch 1,2 Jahre bevor ich auf sowas umsteige^^ überall 3g Empfang hat man auch nicht bei jedem Anbieter
aber sonst finde ich chromeOS/Books eine ziehmlich gute idee!
Anmerkung bzgl. Programmierumgebungen im Web: es gibt beispielsweise von Eclipse seit einigen Monaten das Projekt Orion, das sich mit der Bereitstellung einer IDE im Browser beschäftigt. Allerdings ist man sehr geteilter Meinung, wie groß der Sinn dieser Online-IDEs ist. Persönliche Erfahrungen haben ergeben, dass ich damit nicht zufrieden bin. Zum einen liegt das am Tooling, das noch nicht so komfortabel wie in den Desktoplösungen ist, und zum anderen an der mangelnden Testumgebung. Wer ernsthaft und an größeren Systemen beteiligt ist, wird um Testdatenbanken und -VM-Images für diverse Testumgebungen nicht herumkommen. Dort sind noch so einige Probleme für die Webplattformen zu sehen.
Zum Thema "Sinnhaftigkeit der SD-Cardreader im ChromeBook": Diverse Frameworks erlauben den Zugang zum lokalen Filesystem. Beispiele sind Google Gears (Filesystem API), Adobe-Entwicklungen (AIR-Framework) oder auch sicherheitskritische Lücken, die es mittels JavaScript ermöglichen. Um eine lokale Integration einer Filesystem-Explorer-Lösung oder aber auch die Verwendung mittels Webapps würde ich mir also keine Sorgen machen, sondern eher freuen, dass man auch vom ChromeBook diverse Dateien in die diversen Wolken schieben kann
Aber ich bin gespannt, wie weit sich das Konzept des ChromeOS treiben lässt und was uns da noch erwartet
Das ist meiner Meinung einfach nicht markttauglich und wird sich außer bei ein paar geek nicht durch setzten, siehe linux, ubunto und co…. die meisten programme laufen doch noch nicht mal auf einen mac. wenn alle programme und games(für gamer beispielsweise überhaupt nicht tauglich) drauf laufen wäre es der rede wert so vielleicht erst in 10-15 jahren.
Ich werde mir so ein Ding wahrscheinlich auch zulegen, aber erst in ca 6 Monaten. Von der Idee her ist es genial. Ich wuerde jetzt nicht meine privaten Bilder in die Cloud laden, aber Google Docs benutze ich jetzt schon laenger und will es nicht mehr missen.
Es ist wirklich sehr stark abhaengig wie man seinen Laptop nutzt. Da ich es nur zum arbeiten (Briefe, Tabellen) und zur Informationsbeschaffung verwende, wuerde mir so ein Chromebook mehr als reichen. Werde aber erstmal schauen wie sich das alles entwickelt und wie letztendlich die Preise ausfallen. 400 Euro sind mir persoenlich zuviel, denke nicht das sich das dann auf dem Markt durchsetzt.
Warten wir es ab, vielleicht haut Google die Book's auch zu richtigen Kampfpreisen auf den Markt um schnell Anteile zu bekommen. ( Ja ich weiss wird wahrscheinlich nicht so kommen)
"Ich bin kein Programmierer und ich weiß auch nicht, wie viele Entwicklungsumgebungen eine Web-Applikation bereitstellen oder ob es eventuell schon ChromeOS Entwickler-Apps…"
Googles Bezeichnung "Web Apps" ist irreführend. Es sind "web-basierte Apps" = Webseiten mit vielen Funktionalitäten, z. B. Facebook oder Googles Dienste. Was Chrome als "App" installiert, ist entsprechend nur ein extra großes Bookmark, manchmal ergänzt um minimale Umformatierung und lokale Speicherung.
Bedeutet: Wer fürs Web entwickeln kann, ist automatisch Chrome-Entwickler.
Ich freue mich übrigens auch drauf, finde den Startpreis aber zu hoch.
Die UI sieht soweit ja jedenfalls schnell und flüssig aus und ist auch doch noch etwas mehr als nur der Browser. Aber ich sitze an meinem Rechner nur zu etwa 80% der Zeit im Web, aber ich will (muss) auch mit Dateien arbeiten. Vor allem lohnt es sich für mich bei dem Preis wirklich mehr, ein Netbook oder Notebook mit Win7 zu kaufen. In Enterprises sind da sicherlich ganz andere Faktoren wichtig, weshalb sich das Ding lohnen könnte.
Das alles liest sich zumindest interessant und Du hast mich mit Deinem Artikel auch irgendwie angesteckt. Danke dafür.
Als Blogger ist Bildmaterial für mich immens wichtig. Ich verwende so oft ich kann eigene Shots und nutze zum Zuschnitt/ zur Aufbesserung sowohl Fireworks als auch Photoshop. Wie siehts mit Brennersoftware (externe Brenner gibt's ja) aus? Auf Mobiflip sehe ich auch immer wieder selbst gedrehte Videos. Wie würden die mit Chrome OS bearbeitet/zugeschnitten usw.?
Ein Umstieg ist sicher spannend, aber ich muss von jetzt auf gleich umschalten können.
Sonst lohnt sich das für mich nicht.
Danke vorab – Jannewap
nunja, die videos die ich hier schiesse werden nur mit einem vorspann versehen, ob und wie das evtl auf einem chromebook läuft ist eine gute frage. zumindest für photoshop gibts doch aber ein webinterface, soweit ich weiss oder?
Die Samsung Chromebooks gibt es bereits bei Amazon zur Vorbestellung. 399 Euro für die Wlan-Version und 449,- Euro für die UMTS-Version. Dass ist schon verhältnismässig teuer. Acer wird einen Tick günstiger sein, wird aber noch nicht gelistet.
Ich bin mehr als gespannt auf Chrome OS. Ich gehe aber davon aus, dass es einige Jahre brauchen wird um sich wirklich zu entwickeln. Alles drängt ins Web. Selbst Programme zur Grafikbearbeitung finden sich dort heute schon. Das einzige was mir persönlich noch fehlt ist eine richtige Skype-Webapp. Da bietet sich derzeit imo.im als Alternative an. Mir fehlen da aber sehr stark die Gruppenchats. Die Skype-Übernahme durch Microsoft macht mir nicht wirklich Hoffnung.
Netbookhardware ohne festplatte mit gutem Display aber vermutlich immer noch mit lüfter.
für mich ist das nichts.
warum nicht lüfterlos mit ARM cpu und noch mehr akkulaufzeit? Ich mein chrome os taugt ja eh nicht für leistungshungrige Anwendungen. So ist es für mich persönlich nur ein netbook mit nem anderen os.
Benutze MACBOOK mit iTunes (Entsprechendes fehlt bei Google) und mit MS OFFICE FOR MAC (kann bei meinen Arbeiten durch gDOCS nicht ersetzt werden; z.B. fehlen bei der gDOCS-Tabelle das Filtern und das Gruppieren und beim gDOCS Text fehlt der Serienbrief). ALLES ANDERE mache ich bereits mit Google CHROME (gMAIL, gKALENDER, gKONTAKTE, gMAPS etc.). Dazu paßt auch mein Android-Handy. Ich denke, daß Google schnell unter Druck kommt, ein ordentliches Musikarchiv- und abspielprogramm sowie ein aufgebohrtes MS OFFICE-ähnliches gDOCS nachzuliefern, und dann wird das CHROME BOOK sofort für mich interessant. Benno sei 1000-facher Dank für diese umfassende und lehrreiche Zusammenstellung!!
Danke für das Lob
Den großen Haken an der Sache sehe ich beim Upload. Große Netzabdeckung ist schön und gut, aber Cloud heißt auch, dass man alle lokal vorhandenen Daten, seien es Fotos, Dokumente, Videos, etc. erstmal hochladen muss. Da müssen die Anbieter entsprechend mit ziehen, sonst wird das unpraktikabel.
Ich denke das die Tablets für die meisten User interessanter sind und es damit kaum mehr einen Markt dafür geben wird.
ChromeOS, Android, iOS und WP7 wurden nicht für Geräte programmiert, sondern um an User-Daten zu kommen – diese Strategie war mit denselben Konsumenten erfolgreich, die ChromeOS zum Erfolg verhelfen werden. Gebe ALLES in fremde Hände, mache dich abhängig von einer funktionierenden Internetverbindung, besitze ein Smartphone/Webpad mit 32 GB Speicher, um deine private Musik über eine ENTGELTPFLICHTIGE Verbindung aus der Cloud hören.
Darin erkenne ich WP7 nicht wieder.
Ich habe ein Verständnisproblem: Wenn ich für ein Chrome-Book rund 500,-€ ausgeben soll und dafür nicht drastisch mehr Leistung für meine reale Arbeit (nicht für meine Geekseele) erhalte als für ein Gebraucht-Subnotebook für 120,-€, an das ich für 80,-€ eine SSD-HD klemme (für "Speed" beim Hochfahren), dann sehe ich den "Marktwert" nicht. Ob ich zum Hochfahren 8 Sekunden oder 12 Sekunden brauche, ist mir ziemlich egal, ich fahre nicht den ganzen Tag das Gerät hoch und runter.
Mir geht's ähnlich. Ok ich hab n MacbookPro, welches locker und lässig das doppelte gekostet hat, aber auch das 5 Jahre alte MacbookPro, welches mein Junior nutzt wird gar nicht erst heruntergefahren. Das wird zugeklappt! Fertig! Da brauch ich auch keine teure und kleine SSD und nichts.
Wenn man es nutzen möchte – > aufklappen -> SOFORT Passwort eingeben -> nach 1-2 Sekunden NUTZEN -> fertig
In der Zeit fährt der Schlepptop meiner Herzallerliebsten gerade erst aus seinen ewigen – ähm ich meine – Windows Jagdgründen hoch.
Grund für ein Chromebook wäre für mich ein wirklich günstiger Preis, da man eine knapp 100 EUR Windows Lizenz nicht benötigt (ähnlich einem Rechner mit Linux).
Ich habe meine Daten SEHR GERN lokal und nicht in einer Cloud, in der irgendeine Hacker-Crew dann ein paar Passwörter knackt und dann nicht "nur" meine Kreditkartendaten (siehe SONY) sondern auch noch gleich meinen Lebenslauf etc. haben.
Aber es gibt für alles und jeden einen Markt
Leben und Leben lassen ^^
Sicher, leben und leben-lassen, keine Frage! Ich gönne ja auch jedem seine Apple-Maschine, auch wenn ich meine Macs nur unter Androhung körperlicher Gewalt einsetze (wenn ein Kunde das unbedingt will z.B.)
Ich habe heute recht intensiv nach Chrome OS und Chromium Books recherchiert. Ich verstehe es noch weniger als heute Früh: Chrome OS ist einfach ein Linux mit eigenem Windows-Manager (unter Gnome) und einer adaptierten Chrome-Browser-Version. Soweit, so gut. Also habe ich es testweise mal installiert – es braucht zwei Minuten zum Hochfahren, Windows 7 auf demselben Rechner rund 40 Sekunden. Das kann's also wohl kaum sein. Die Benutzung ist dann wie erwartet: Alles, was im Chrome-Browser läuft, läuft da auch. Bis der Browser plötzlich abstürzt (und sich NICHT automatisch wieder startet). Der Otto-Normal-Anwender (der NICHT Linux-Geek ist) sucht dann erstmal, wie und wo er weiterarbeiten kann – vergeblich.
Nein, tut mir Leid: Ich sehe den Nutzen eines so teuren Geräts nicht, wenn das, was ich als Chrome OS (von getchrome.eu heute installiert) kennen gelernt habe, alles ist, was ich damit nutzen kann. Für Geeks mag das lustig sein. Eine "ernsthafte Anwendung" sehe ich dafür nicht.
Bei einem Preis von, sagen wir, 150,-€ NEU würde ich sagen: OK, das ist eine echte Alternative, sozusagen "der Kindle der Netbooks". Aber für 500,-€ ein System, das mir NICHTS mehr bietet als jedes 08/15-Notebook-System (Apple, Microsoft, Linux)? Kann mir IRGENDWER den realen Nutzen erklären?
Der Reale Nutzen ist für mich die Hochverfügbarkeit meiner Daten mit einem speziell dafür ausgelegten Gerät, aber auch Geräte unabhängig überall sonst.
Ja leider der Preis macht es mir auch ziemlich madig, aber eventuell tut sich da ja noch etwas.
> Der Reale Nutzen ist für mich die Hochverfügbarkeit meiner Daten mit einem speziell dafür ausgelegten Gerät, aber auch Geräte unabhängig überall sonst.
Entschuldige bitte, wenn ich nachfrage:
Was ist der Unterschied zwischen einem Linux-System mit Chrome-Browser (hier genannt "Chrome OS") und einem Linux System mit Firefox oder Chrome oder sonstigem vollwertigem Browser (hier genannt "x-beliebiges Notebook/Netbook/Subnotebook")?
Funktionell sehe ich, da es bei der theoretischen "Hochverfügbarkeit" (die will ich auf einer Hallig bei Sturmflut, laufende Dieselgenerator und ausgefallenem Internet sehen!) keinerlei Unterschied, schon gar keinen – verifizierbaren – Vorteil dieser Lösung.
Ich bleibe dabei, dass das Konzept hoch sympatisch ist. Aber, mal ganz ehrlich: Vor über 10 Jahren gab es das schon (funktionierend). Damals hat man eine QNX4-Diskette mit 1,4MB ins Laufwerk geschoben und ein vollständiges Betriebssystem samt Netzwerk und Webbrowser binnen rund zwei Minuten gestartet gehabt, es klappte auf vielen Standard-PCs. Bei Chrome OS muss man erst umständlich (und langwierig) ein Linux starten, dann einen Webbrowser, dann die "Applikation" im Web. Ich sehe den Fortschritt nicht – und ganz bestimmt nicht den Vorteil gegenüber Uralt-Systemen wie dem erwähnten QNX4 (vom moderneren Browser sicher abgesehen!).
Ich stimme dir ja zu, für manche Leute macht es absolut keinen Sinn, die ihr system eben für wesentlich mehr brauchen als nur cloud-basiertes arbeiten. Aber auf ner Hallig bei Sturmflut wirds immer schwierig
Chrome OS ist sicherlich ganz spannend, die Chromebooks finde ich persönlich komplett überteuert. Dann doch lieber SPLASHTOP – ist kostenlos, basiert ebenso auf Chrome/Chromium, bootet ebenso schnell und läuft auf so ziemlich jedem Notebook, dass gerade mal die Hälfte eines Chromebooks kostet…
Ich glaube Benno ist hier der einzige der das Potenzial von Chrome OS wirklich erkannt hat und nicht Äpfel mit Birnen vergleicht wie 90 % der anderen hier!
Benno……hast absolut recht, mein Chrombook ist bereits bestellt!
Bei dem Lob wird man ja ROT