Fitbit Flex Aktivitäts-Tracker Testbericht

[Gastbeitrag von Kenneth] Ich möchte euch heute den Fitbit Flex Aktivitäts-Tracker etwas näher vorstellen. Das kleine Ding hat schon ziemlich viel auf dem Kasten: Es zählt Schritte, schätzt die zurückgelegte Strecke und die verbrannten Kalorien, zeichnet das Schlafverhalten auf und will auch noch wecken können. Ich habe das Armband jetzt eine Woche getragen und habe alle Funktionen auf Herz und Nieren geprüft. Zu welchem Ergebnis ich gekommen bin, lest ihr im Test!

fitbit test

Design und Verarbeitung

Die Armbänder sind aus einem sehr weichen und flexiblem Gummi gefertigt und an sich nur eine Art Hülle für den eigentlichen kleinen Schrittzähler. Ich habe mir die Farbe Schwarz ausgesucht und muss wirklich den Hut ziehen! Das matte, schwarze Aussehen zusammen mit dem einem kleinen Displaystreifen verleiht dem Gerät ein wirklich modisches Aussehen und wurde nur von einem Bekannten aus meinem Umfeld als Schrittzähler enttarnt.

Fitbit schickt zu meiner Freude gleich 2 verschiedene Größen der Armbänder mit. Und damit auch jeder die passende Einstellung findet, kann man wie bei einer normalen Uhr die Größe auch exakt einstellen.

An der Verarbeitung kann man wirklich nichts aussetzen. Es schließt super fest und so wird der Schrittzähler klasse gehalten. Zwar sammeln sich schnell Flusen am Band, durch die griffige Oberfläche, aber dafür hatte ich nie das Gefühl ich könnte es verlieren.

fitbit test (1)

fitbit test (2)

Tragegefühl

Eigentlich trage ich nie Armbänder und somit war meine Skepsis entsprechend groß, ob ich es nicht als störend empfinden würde, den ganzen Tag mit dem Tracker am Arm zu verbringen. Meine Zweifel verflogen ziemlich schnell nach den ersten paar Tagen. Man merkt das wirklich leichte Band nach ein paar Stunden schon gar nicht mehr und selbst beim Arbeiten am PC oder beim Schlafen, habe ich es nicht als störend empfunden.

fitbit test 4

 

Funktionen

Schritte, Stecke und die Kalorien

Hier bin ich ziemlich gespalten. Auf der einen Seite misst das Armband wirklich jede Bewegung ziemlich zielsicher und speichert dies als Schritt ab, auf der anderen Seite zählt es auch Bewegungen wie das Tippen auf der Tastatur und so kam es schon vor, dass ich nach 6 Stunden arbeiten am Computer 400 Schritte mehr in der Statistik hatte, als ich eigentlich sollte.

Selbst das eigentlich ruhige sitzen auf dem Sofa, wird ab und an als Schritt gezählt. So kommt es auch zu der eher erheiternden Situation, dass mein Armband mir abends beim Fernsehen, stolz verkündet ich hätte mein Tagesziel nun erreicht. ;)

fitbit 5

Fitbit im Schlaf

Am Anfang war ich von der Idee begeistert, mein Schlafverhalten genau aufzeichnen zu können, doch diese verflog leider schon nach ein paar Tagen.

Das Armband wird durch mehrmaliges schnelles tippen in den Schlafmodus versetzt und registriert ab diesem Zeitpunkt keine Schritte mehr, sondern zeichnet das Schlafverhalten auf oder versucht es wenigstens. Es gibt nämlich zwei Probleme, die mich dazu brachten es nicht mehr während der Nacht zu tragen. Erstens lag meine durchschnittliche Zeit bis zum Einschlafen bei ca. 10 Minuten, was daher kommt, dass ich mich zwar nicht mehr bewegt, aber auch noch nicht geschlafen habe. So kommt sehr schnell eine sehr hohe Schlafeffizienz heraus.

Das zweite Problem ist aber der wirkliche Knackpunkt. Das Armband kann zwar zu einer vorher eingestellten Zeit wecken, dazu später mehr, aber diese ist nicht auf den jeweiligen Schlafrhythmus abgestimmt, sondern richtet sich, wie bei jedem anderen Wecker auch, nur nach der Uhrzeit.

Somit wäre der einzige Vorteil dieser Methode, dass der Partner nicht gestört wird.

fitbit test 6

Synchronisation und die App

Das Synchronisieren über den Pc funktioniert wirklich sehr leicht und schnell über den mitgelieferten Dongle. Das Armband versucht alle 15 Minuten eine Verbindung aufzubauen, was natürlich ordentlich am Akku zieht, und lässt es nach Erfolg erstmal für 30 Minuten bleiben.

Nach der Synchronisation sind die Daten online in der Cloud gespeichert und können über die Internetseite von Fitbit bequem studiert werden.

Natürlich gibt es auch eine App für Android, Windows Phone und iOS, doch genau hier ist der größte Kritikpunkt. Die Android-App unterstützt nur sehr wenige Geräte wie die Galaxy S Serie von Samsung. Mit meinem Nexus 4 kann man zwar die Daten aus dem Internet abrufen, aber nicht unterwegs neu synchronisieren.

Trotzdem versucht das Armband alle 15 Minuten eine Verbinden über Bluetooth aufzubauen und vergeudet dadurch wertvolle Akkuleistung. Doch nicht nur aktuelle Daten auf’s Handy zu kriegen ist ohne PC unmöglich, sondern auch das Stellen des Weckers. Man kann zwar in der App einen neuen Wecker erstellen oder einen alten umstellen und diese Änderungen online speichern, doch solange man keine richtige Synchronisation am PC durchgeführt hat, kommen diese nicht auf dem Armband an.

Akkulaufzeit

Der Akku hat bei mir im Test erstaunlich gut gehalten. Ich dachte erst, dass die dauernden Versuche ein anderes Gerät zum Synchronisieren zu finden, ordentlichen am Akku ziehen würden.

Da das Gerät schon geladen zu mir kam, musste ich es nach 3 Tagen einmal laden und von da an hielt es tapfer bis zum Ende durch, obwohl ich besonders zu Anfang viel damit herumgespielt habe.

Und sonst noch?

Es gibt auf der Seite von Fitbit die Möglichkeit eine Fülle von weiteren Informationen per Hand einzutragen, aber wer hat schon Lust jeden Becher Kaffee, Glas Wasser oder jeden Snack online einzutragen?

Es gibt keine Möglichkeit die Daten offline auf dem PC zu sichern. Sollte Fitbit.com nicht mehr erreichbar sein, kommt ihr nicht mehr an eure Daten.

Der Schlafmodus wird nerviger Weise von jeder Art Erschütterung ausgelöst: Fahrrad fahren, Einkaufswagen schieben, beim Gemüse schneiden…

Der Wecker vibriert nicht allzu stark und lässt sich auch nicht in der Stärke verstellen.

Fazit

Nach einer Woche mit dem Fitbit Flex habe ich es schon lieben gelernt. Es ist einfach klasse zu sehen wie im Laufe des Tages die Schritte mehr werden und wann man sich am Tag mal gar nicht bewegt hat. Es hat sogar dazu motiviert mich mehr zu bewegen und am Abend noch mal um den Block zu laufen, wenn man sein Tagesziel noch nicht ganz erreicht hatte.

Wem würde ich denn das Fitbit empfehlen? Allen die gerne ihre Aktivitäten genauer im Blick haben wollen und grade als Hilfe zum Abnehmen stelle ich es mir sehr hilfreich vor.

Allerdings sollte man wirklich im Besitz eines iPhones oder Samsung Galaxy Gerätes sein, da die fehlende Möglichkeit zur Synchronisation mit anderen Geräten im Alltag einfach nur nervt.

Aus diesem Grund werde ich den Tracker auch gegen ein Modell der Konkurrenz tauschen, genauer gesagt das Jawbone UP, welches hier auch schon von Oliver getestet wurde.

Autor

Weitersagen und Speichern
WhatsApp
Amazon Cyber Monday Woche 2014
Weitere Artikel zu aufrufen.