Flow Reader für Android: Google-Reader-Client in minimalistischer Optik

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Google-Reader-Apps sind unter Android irgendwie das zweite “Holo-Twitter-Clients”: Es gibt auffällig oft neue Clients und die Gesamtmenge an solchen Apps ist enorm. Etwas, das alle Vertreter gemeinsam haben, ist das Vorhaben, ihren Job besser machen wollen, als die Konkurrenten und auch die App Flow Reader versucht, dies zu bewerkstelligen. Dazu präsentiert sich die Applikation in einer minimalistischen, hübschen Optik und will der einfachste Weg sein, um seine Feedsam Android-Gerät abzurufen.

Die Navigation innerhalb der App ist weitgehend selbstverständlich: Es gibt mehrere Spalten, zwischen denen man per Wischgeste wechseln kann, um so die verschiedenen Ordner abzuarbeiten, ungelesene und markierte Feed-Items einzusehen, die letzten Artikel aufzurufen und diese sogar nach Autoren zu filten. Wer also z.B. die Texte eines bestimmten Autoren sehr gerne liest, könnte alle Artikel von ihm blogübergreifend in einer zentralen Stelle filtern.

Die Navigation innerhalb der Applikation ist recht clever gelöst. Um einen Artikel als gelesen/ungelesen zu markieren, reicht ein Longpress auf den entsprechenden Eintrag aus. Wischt man beim Longpress noch nach unten oder oben werden die Artikel, über die man dann wischt, ebenfalls als gelesen/ungelesen markiert. Eine kleine Wischgeste vom unteren Bildschirmrand nach oben hin lässt eine Skipbar hochrutschen, mit der man direkt zu einer bestimmten Seite wechseln kann, um so z.B. Artikel zu überspringen, die eine Woche alt sind.

Optisch ist Flow Reader, wie gesagt, sauber umgesetzt und recht hübsch, allerdings vermisse ich hier weitergehende Anpassungsmöglichkeiten für die Darstellung der Schrift – mir persönlich ist die Darstellung der Texte in der App zu klein und eng geraten. Zumindest lässt sich auf Wunsch aber ein dunkles Theme aktivieren. Auch Filter können konfiguriert werden, genauso wie Einstellungen zur Synchronisation .

Dafür, dass Flow Reader aktuell noch eine Beta-Version ist, erscheint die App bereits weitgehend ausgereift. Das, was drin ist, funktionierte in meinem Kurztest tadellos. Noch dazu ist die Applikation (zumindest aktuell noch) kostenfrei im Google Play Store zu haben. Wer also z.B. keinen Gefallen an Press oder Deer Reader gefunden hat, kann sein Glück gerne mal hier versuchen. Ich für meinen Teil bin mit Press übrigens mehr als glücklich und sehe derzeit keinen Grund für einen Wechsel.

Danke Tony!