Google Blink wird neue Browser-Engine für Chrome

4 jahre chrome

Google hat mit Blink eine neue Browser-Engine für Chrome vorgestellt, welche in Zukunft WebKit ablösen soll. Das Chromium-Team teilte mit, dass Blink ein Fork, also eine Abspaltung, von WebKit wird. Doch warum dieser Schritt? Laut Google wurde die Entwicklung mit der 2001 erstmals veröffentlichten Engine zu komplex und um innovative Funktionen in Zukunft schneller einbauen zu können, nimmt man es jetzt einfach selbst in die Hand und präsentiert das Open-Source-Projekt Blink.

This was not an easy decision. We know that the introduction of a new rendering engine can have significant implications for the web. Nevertheless, we believe that having multiple rendering engines—similar to having multiple browsers—will spur innovation and over time improve the health of the entire open web ecosystem.

Eine neue Render-Engine kann natürlich auch Probleme bedeutet, Google vertritt hier allerdings die Meinung des offenen Wettbewerbs, denn wie schon bei den Browsern wird sich jetzt die beste Lösung durchsetzen. Neben Google, wird in Zukunft übrigens auch Opera bei seinem Browser auf Blink setzen. Dieser Schritt wirft allerdings auch einige Fragen auf, wie sieht es zum Beispiel mit Chrome für iOS aus, denn in den Richtlinien von Apple heißt es ganz klar, dass Browser im App Store auf WebKit basieren müssen. Google könnte sich hier in Zukunft auch Mozilla anschließen, die schon länger eine Änderung bei den Richtlinien für mobile Browser fordern.

Für den Nutzer ändert sich hier erst mal nichts, doch in Zukunft muss hier ganz klar eine Entwicklung stattfinden. Entweder Google verwendet weiterhin die alte WebKit-Engine bei iOS, oder Apple wird endlich mal dazu gebracht seine Richtlinien im App Store zu lockern. Es ist aber auch gut möglich, dass Google mit Blink scheitern wird, was ich mir allerdings nur schwer vorstellen kann. Es wird jedenfalls ein spannender Wettkampf der Browser-Engines.

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