Google Maps für iOS: Eine Win-Win-Situation für Apple und Google

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Das Thema Karten und Navigation hat Apple im Sommer begleitet und definitiv kein gutes Licht auf das unternehmen geworfen. Es gab nicht nur zahlreiche Witze und lustige Bilder in den sozialen Netzwerken, es ging sogar so weit, dass sich Apples CEO Tim Cook für die Umstände öffentlich auf der Homepage entschuldigte und es kurze Zeit später sogar eine Rubrik mit entsprechenden Alternativen im App Store gab. Apple Karten sollte eines der großen Features in iOS 6 sein, das Fehlen von Google Maps war für viele allerdings ein Grund mit dem Update noch ein bisschen zu warten. Eine native Applikation von Google Maps für das iPhone war schließlich nur eine Frage der Zeit und darauf wollten viele Nutzer anscheinend nicht verzichten.

Bei MoPub beobachtet man die Entwicklung von 12.000 Anwendungen für iOS und kann somit auch genau sehen, wer mit welcher Version von iOS unterwegs ist. Laut ihrer Statistik konnte man nach dem Release von Google Maps für iOS einen großen Schub bei den Updates auf iOS 6 verzeichnen. Knapp 30 Prozent Zuwachs gab es laut MoPub. Anhand der Umstände konnte man das nur mit der Anwendung von Google Maps erklären.

Keine Frage, Google ist mit seinem Kartendienst für viele ein wichtiges Kriterium bei einem Smartphone, aber ich hätte nicht unbedingt mit einer so hohen Anzahl an Update-Verweigerern gerechnet. Das Wachstum kann natürlich auch andere Gründe haben, ich denke aber mal die Vermutung von MoPub ergibt durchaus Sinn. Uns würde mal interessieren, ob es hier Leser gibt, die tatsächlich wegen Google Maps auf ein Update verzichtet und lieber ein bisschen gewartet haben? Mir persönlich war das jetzt nicht so wichtig, ich komme allerdings auch ganz gut mit dem Kartendienst von Apple klar.

Tatsache ist, dass eine solche Anwendung ein Gewinn für beide Seiten ist. Google erreicht somit einen größeren Kreis an Nutzern von Maps und Apple-Geräte haben jetzt eine native Applikation für den Dienst. Ein weiterer Vorteil ist die Entwicklung des Dienstes, denn diese liegt jetzt einzig und allein in den Händen von Google und ist nicht mehr an iOS-Update gebunden. Für den Nutzer ist das eine Win-Win-Situation, denn Konkurrenz belebt das Geschäft und Google Maps für iOS macht einen ordentlichen Eindruck. Sie wurde in den ersten 48 Stunden übrigens über 10 Millionen Mal runtergeladen und befindet sich seit dem auf dem ersten Platz in den App-Store-Charts. Jetzt fehlt mir perönlich nur noch eine Anpassung an das iPad.

via tuaw