HTC im freien Fall

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Es ist eigentlich schwer zu verstehen, warum ausgerechnet HTC solche Probleme auf dem Smartphone-Markt hat. Im vierten Quartal 2012 ging es jedenfalls weiter bergab. Schaut man sich die Jahreswerte an, dann ging es in Q4 2012 um 91 Prozent im Vergleich zum Vorjahr nach unten, der Profit betrug gerade mal 34 Millionen Dollar. Das ist der niedrigste Wert seit 2004. Dabei wollte man nach einem durchwachsenen 2011, doch in ein großartiges 2012 starten. Möglich sollte dies mit dem One-Lineup sein, welches auf dem Mobile World Congress im letzten Februar vorgestellt wurde und aus drei Geräten (V, S und X) bestand. Doch trotz positiven Kritiken und einem weiterhin stark wachsenden Markt, konnte HTC die Erwartungen nicht erfüllen und geriet in diesem Jahr noch mehr ins Straucheln.

Dem One-Lineup folgten weitere Modelle, die Hardware war immer auf dem neuesten Stand und auch mit der Oberfläche HTC Sense stand der Hersteller im Vergleich zur Konkurrenz oftmals besser dar. Man müsste meinen, dass sich Modelle wie das One X von HTC und Galaxy S3 von Samsung nicht viel nehmen bei den Verkaufszahlen. Doch bei Samsung stimmt die Nachfrage. Ob es an der Anzahl der Geräte liegt? Schwer zu sagen, immer wieder neue Geräte mit marginalen Unterschieden anzukündigen dürfte zumindest kein Vorteil sein. Am Ende wird aber auch die Marke HTC viel ausmachen, bei Samsung ist man mittlerweile so etwas wie der direkte Konkurrent zu Apple geworden – dass viele Geräte von HTC mindestens genauso gut sind, kommt vielleicht noch nicht in den Köpfen der Leute da draußen an.

Es fehlt aber auch an Alleinstellungsmerkmalen, vielleicht ein extremer Fokus auf die Kamera, das Design und die Marialwahl, das Display, oder irgendeine andere Funktion. Für HTC wird es 2013 jedenfalls ein interessantes Jahr, kommen die neuen Geräte nicht gut an, könnte es sogar in die roten Zahlen gehen. Laut CEO Peter Chou liegt das Schlimmste bereits hinter HTC, in diesem Jahr soll es also definitiv wieder aufwärts gehen. Wir werden es sehen.

via techrcunch quelle reuters

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