HTC One X: Der erste Eindruck (Video)

Gestern auf einem HTC Event in Köln (welches mir später einen eigenen Beitrag wert sein wird) hatte ich die Gelegenheit, das neue HTC One X in die Finger zu bekommen. Der erste Eindruck: Wow, das Ding ist dünn! Das letzte Gerät was ich von HTC getestet habe, war das Velocity 4G – ein dicker Brummer im Vergleich zu dem One X. Der zweite Eindruck: wertig ist es. Zwar kein Aluminium-Unibody, aber sowohl bei der weißen, als auch bei der schwarzen Version habt ihr eine… gummiert ist der falsche Ausdruck, eher mit mattem Kunststoff überzogene Rückseite die absolut keinen Plastikbomber-Charakter hat.

Der dritte Eindruck: Was ein Display. Ich bin vom sAMOLED des Galaxy Note verwöhnt und hatte das Display des HTC Velocity 4G ziemlich vernichtend bewertet, aber der Schritt von HTC in Sachen Displaytechnologie in nur einer Geräte-Generation ist herausragend. Das SLCD des One X und der sAMOLED Display des Galaxy Note sind ebenbürtig, beim Note sind die Schwarzwerte einen Ticken besser, beim One X die Weißwerte – die Betrachtungswinkel sind bei beiden gut.

Nach den drei Eindrücken kommt aber der erste Wermutstropfen: Die Kamera ragt wirklich weit aus dem ansonsten flachen Gerät raus. Sie ist in eine Art Metallring eingebettet – aber die Wahrscheinlichkeit von Kratzern würde ich wegen der Form höher schätzen. Schade eigentlich, denn die Kamera ist der Wahnsinn, in dem Video am Ende halte ich den Auslöser mal länger gedrückt – dann rattert das Ding durch und macht in 3 Sekunden gefühlte 30 Fotos, nette Funktion. Außerdem könnt ihr während der 1080p-Aufnahme noch Fotos schießen, top!

Bis auf die Kamera kann man auf jeden Fall erstmal nichts an dem HTC One X aussetzen, sehr wertig und es liegt wirklich sehr gut in einer(!) Hand. Wenn ihr mit dem Ding bald telefonieren wollt, solltet ihr übrigens eine microSIM parat halten, die normale Größe passt nicht mehr in den verdeckten SIM-Slot. Der liegt außen am Gerät – hätte ich so nicht erwartet, bisher lagen die ja immer unter dem Akku o.ä. – das HTC One X hat aber (und das ist der zweite und tatsächlich letzte Kritikpunkt) keinen wechselbaren Akku. Die 1800 mAh müssen reichen!

Wie das im täglichen Einsatz reicht kann man nur mutmaßen, der Tegra 3 ist ja normalerweise nicht sooo genügsam, hier könnte die einzige Crux am HTC One X liegen, wird man abwarten müssen. Mit dem nicht wechselbaren Akku ist auch ein fehlender microSD-Slot verbunden, in meinen Augen nicht so wild, da 32 GB Speicher satt reichen dürften für mehr als 90% der Smartphone-Nutzer.

Zur Software nur kurz, hatte man hier ja schon häufiger gesehen: Sie läuft. Sense 4.0 ist in meinen Augen das erste Sense, welches ich seit meinem HTC Hero vor zwei Jahren wieder “sexy” finde – endlich mal eine Weiterentwicklung. Der Tegra3 macht hier einen guten Job und alles lief trotz Vorserien-Gerät extrem flüssig, sauber!

Also, ein erster Eindruck vom HTC One X: Wow. Einige wissen, dass ich normalerweise für Samsung unterwegs bin, aber das HTC One X ist “sogar” in meinen Augen ein starkes Teil. HTC legt hier verdammt stark vor und bringt das Gerät weniger als vier Wochen nach der Präsentation auf den Markt – Samsung muss sich hier warm anziehen. Ich behaupte, dass das Ding einschlagen wird: Verarbeitung, Design und Leistung passen, dazu der Ruf den HTC mit der One-Serie aufbauen will. Ab Montag ist es meist um 580 Euro zu haben – und den Preis definitiv wert! Das Samsung Galaxy S3 verliert hier gerade vor Marktstart Marktanteile.

Über den Autor:

Lars bloggt normalerweise bei allaboutsamsung rund um das Thema Samsung, hat aber für uns das gestrige HTC-Event besucht, da er im Grunde direkt um die Ecke wohnt. Eigentlich ist er Jura-Student und arbeite in einer (Medienrechts-)Kanzlei.

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