Mobile Banking: Lexware veröffentlicht Quicken für Android und iOS

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[Gastbeitrag] Das Softwarehaus Haufe-lexware kennt man wohl eher von Software-Produkten wie Lohn+Gehalts- oder Buchhaltungssoftware für kleine bis mittelständische Unternehmen. Lexware selbst gibt es seit 1989 und hat – nach eigenen Angaben – über 1 Millionen Kunden. Seit 1997 gehört es zur Haufe Gruppe, welche u.a. für Fachliteratur im Bereich Personalwesen oder Rechtsanwälte bekannt ist.

Vom Desktop auf den Weg zu Mobile

Für mobile Anwendungen ist Lexware eher nicht so bekannt., aber man hat die Zeichen der Zeit erkannt und begibt sich Schritt für Schritt auch in diesen Bereich. Zum Jahreswechsel wurden für die Fakturierungs- bzw- Warenwirtschafts-Reihe mobile Anbindungen geschaffen.

Einen weiteren Schritt geht man bei Lexware nun mit seiner Banking-Software Quicken. Quicken werden sicherlich viele kennen – aber bisher eben nur vom Desktop. Es ist eine klassische Bankingsoftware, mit der man auch Finanzplanung und ähnliche Dinge rund um seine privaten oder auch geschäftlichen Finanzen regel kann. Genau diesen Quicken wurde mit Version 2014 nun ein wenig generalüberholt und bekommt in diesem Zusammenhang auch eine mobile Anbindung.

Mit dieser neuen Version besteht nun die Möglichkeit, die am Desktop angelegten Konten und Finanzdaten auch mobil verfügbar zu machen. Das Ganze natürlich nur auf Wunsch, man muss also diese Synchronisation nicht nutzen, wenn man dies nicht mag. Wer Sicherheitsbedenken hat, was ich verstehen kann. Für den ist es evtl. beruhigend, dass die Macher von Quicken der Software die Sicherheitstechnik “Promon Shield” verpasst haben.

Seit heute steht Quicken mobile – so die Bezeichnung für die App – in den App-Stores von Google und Apple zum Download bereit.

Update

Die Apps wurden (warum auch immer) wieder offline genommen.

Ich habe mir das Ganze direkt heruntergeladen und mir einen ersten Eindruck verschafft. Die App ist auch autark nutzbar, also auch ohne das Desktop-Produkt. Neben dem Online-Banking kann man so z.B. auch Bar-Ausgaben direkt mobil erfassen. Das ergibt Sinn, wenn man z.B. ein Haushaltsbuch o.ä. führt.

Erster Eindruck der App

Zum Start wird man zur Eingabe seiner Benutzerdaten aufgefordert. Wer noch kein Benutzerkonto bei Haufe-Lexware hat, kann sich direkt über den angezeigten Link registrieren. Im nächsten Schritt wird ein Sicherheitscode gefordert. Diesen soll man festlegen, um den Zugriff durch Unbefugte zu unterbinden. An sich eine gute Sache. Bei der Eingabemaske ist jedoch kein Hinweis, wie der Code zusammengesetzt sein muss. Daher hatte ich da so ein paar kleine Schwierigkeiten. Soweit ich es herausgefunden habe, muss er mindesten acht Stellen lang sein und 1 Großbuchstabe, 1 Kleinbuchstabe sowie eine Zahl oder ein Sonderzeichen enthalten sein.

Ist das mit dem Sicherheitscode erledigt, kann man endlich die App nutzen. Der erste Eindruck ist ganz gut, da der Startbildschirm 5 Menüpunkte anbietet. Neben den Konten, Auswertungen, Empfänger- sowie Kategorieübersicht findet sich auch die Punkt für die Einstellungen. Bei letzteren kann man das gewünschte Standardkonto festlegen, das Benutzerkonto und den Sicherheitscode ändern.

Etwas negativ ist mir die Menüführung der App unter Android aufgefallen. Die Art und Weise kenne ich so eigentlich nur von iOS-Geräten. Will man z.B. einen Schritt zurück über den “normalen” Weg bei Android, wird das als Aufforderung zum Schließen der App verstanden. Die Bedienung muss hier über die am oberen Rand der App befindlichen Buttons erfolgen. Nicht schön gelöst, da es eben nicht dem gewohnten Benutzungsverhalten entspricht. Ich hoffe, dass man hier noch nachbessert.

Weiterhin kann die ständige Aufforderungen, sich neu anzumelden etwas anstrengend sein. Es gibt aktuell leider keine Einstellung, dass Zugangsdaten gespeichert werden um ohne das Eintippen eines Codes Zugriff auf die App zu bekommen. Klar, Sicherheit – gerade bei einer Banking-App – hat Priorität. Aber, dass der Sicherheitscode doch etwas “komplexer ” aufgebaut sein muss und man sich auf einem Smartphone ja bekanntlich doch recht leicht vertippen kann, macht es das schnelle Aufrufen der App etwas zu kompliziert, meiner Meinung nach.

Dafür, dass es quasi ein Frischling ist, kann man es aber nachsehen und ich denke, dass hier mit entsprechenden Updates noch nachgebessert wird. Sowohl autark, wie auch in Kombination mit der Desktop-Anwendung auf jeden Fall ein interessantes Thema, welches man im Auge behalten kann.

Steve RueckwardtÜber den Autor: Dieser Beitrag stammt von Steve. Er ist seit 1999 selbständig und bloggt seit 2009 auf lex-blog.de über die Produkte aus dem Hause Lexware aber auch Rund um die Themen, welche Selbständige und Unternehmer so beschäftigen. Neben dem Blog ist er viel in Foren und sozialen Netzwerken unterwegs.

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