lg optimus g header

LG Optimus G: Der erste Eindruck

Gestern war ich auf dem LG-Event, welches unter dem Motto “Festival der Farben” stand, von dem ich ja auch bereits auf unserem Live-Account getwittert habe. Hauptbestandteil des Events war für mich und die anderen anwesenden Blogger natürlich der Deutschland-Startschuss des LG Optimus G, welches seit ein paar Monaten bereits in den USA und im asiatischen Raum verfügbar ist. Nun kommt das Gerät also auch hierzulande auf dem Markt und ich habe von LG ein Testgerät bekommen.

Spezifikationen

Auf die Frage, warum das Gerät erst jetzt nach Deutschland kommt, antwortete man damit, dass man das LG-Flagschiff zunächst auf den größeren LTE-Märkten auf den Markt bringen wollte um anschließend nach und nach auch weitere Märkte, wie eben den deutschen, zu versorgen. Das ergibt aus Sicht von LG zwar Sinn – zeitlich gesehen ist das allerdings denkbar ungünstig, da das HTC One, Sony Xperia Z und auch das Samsung Galaxy S4 zur ungefähr gleichen Zeit den Weg zu den Händlern finden werden, die auf dem Datenblatt bereits mit 1080p-Displays und den neuen Prozessor-Generationen punkten können. LG muss sich also dringend über andere Aspekte differenzieren, damit das Gerät zu diesem Zeitpunkt ähnlich erfolgreich werden kann, wie in den USA und in Asien. Das soll über das Gesamtpaket geschehen.

Die Spezifikationen im Detail:

  • 4,7” IPS+-Display mit 1.280 x 768 Pixeln (WXGA / 318 ppi)
  • 1,5 Ghz Snapdragon S4 Pro Quad-Core-CPU
  • 2 GB RAM
  • 32 GB interner Speicher
  • 13 MP Kamera
  • Android 4.1.2 mit LG-UI
  • Maße: 131,9 x 68,9 x 8,45 mm
  • 4G/LTE, NFC, Bluetooth 4.0, GPS MHL, DLNA, Miracast

Der erste Eindruck

lg optimus g nexus 4 01

Dass das Optimus G dem Google Nexus 4 Pate stand, ist ja bereits hinlänglich bekannt. Allerdings werden die Gemeinsamkeiten erst dann richtig klar, wenn man beide Geräte nebeneinander vor sich liegen hat. Viele Details gleichen sich bei den beiden Geräten: Das geht bei der Glasrückseite los, geht über die Aussparung für den Lautsprecher, die exakt baugleich ist und auch die Ports/Buttons für Micro-USB, Audio-Eingang, Power/Wake und der Micro-SIM-Slot sind exakt gleich platziert. Einzig die Lautstärkewippe wurde beim Nexus 4 ein wenig weiter unten angebracht. Sogar die beiden Schrauben am Boden der beiden Smartphones gleichen sich.

Hier hören die Gemeinsamkeiten dann aber auch wieder auf. Die Seite ist beispielsweise nicht aus Soft-Touch-Kunststoff, sondern aus einem glatten Kunststoff gefertigt. Die Rückseite hat darüber hinaus ein anderes Glitzermuster, welches mir persönlich weniger zusagt, als beim Nexus 4. Darüber hinaus gibt es auf der Rückseite eine kleine Erhebung für die Kamera, die mich persönlich etwas stört.

Die generelle Haptik und Verarbeitung des Optimus G ist allerdings hervorragend. Das Gerät fühlt sich sofort sehr wertig an, die Buttons haben einen guten Druckpunkt und sitzen ebenfalls fest. Das Display macht einen sehr guten ersten Eindruck. Farben wirken sehr lebendig, ohne dabei unnatürlich zu wirken und die Blickwinkel sind äußerst beeindruckend.

Das Optimus G wird mit vorinstalliertem Android 4.1.2 auf den Markt kommen und diesen Umstand merkt man dem Gerät an. Durch die Verbesserungen im Rahmen von Project Butter läuft die Oberfläche absolut flüssig, ich musste keinerlei Hänger feststellen und Animationen und Übergänge sind fließend und schön anzuschauen. LGs Oberfläche ist sicherlich eine klare Geschmackssache mit den vielen bunten Farben – ich persönlich kann mich damit in diesem Fall allerdings anfreunden, so wie es auch beim Optimus L9 der Fall war.

Im Vergleich zur den Geräten der letzten Saison hat LG noch einmal neue Funktionen im Rahmen der eigenen User-Experience hinzugefügt. Besonders hebt man dabei die sogenannten QSlide-Apps hervor, mit denen aktuell sechs System-Apps (Videos, Browser, Notizen, Kalender und Rechner) als Overlay über dem aktuellen Bildschirminhalt angezeigt werden. Die Transparenz dieser Overlays lässt sich zusätzlich noch anpassen, sodass man bei Bedarf auch den darunterliegenden Inhalt sehen kann. Das erinnert natürlich eindeutig an Samsungs Popup-Play-Feature und sowohl bei Samsung, als auch bei LG kann ich persönlich dem nichts abgewinnen, zumal das Widget in der Benachrichtigungsleiste, über das diese Mini-Applikationen gestartet werden, Platz wegnimmt, der auch bei einem Gerät dieser Größe wertvoll ist.

Mein erster Eindruck ist, bis auf die genannten Details, durchweg positiv, was man heutzutage aber auch von einem Smartphone dieser Preisklasse erwarten kann und muss, schließlich peilt LG eine UVP von 599 Euro an. Die Verfügbarkeit datiert man bei LG übrigens auf die 13. Kalenderwoche – ab dann wird es via mobilcom-debitel verfügbar sein. Ob sich der Kauf lohnt und wie sich das Gerät im Alltagstest schlägt, werde ich nun in den kommenden Wochen herausfinden.

Habt ihr Fragen zum Gerät? Dann stellt sie in den Kommentaren, oder fragt mich per Twitter. Im Test werde ich dann, wie immer, versuchen, möglichst gut auf diese einzugehen.

Autor:

  • Teile diesen Artikel