In einer Pressemitteilung gab Microsoft heute bekannt, dass man sich mit Samsung in Sachen Patente hinter verschlossenen Türen geeinigt hat. Das Unternehmen aus Korea wird in Zukunft für jedes verkaufte Android-Gerät eine Gebühr an Microsoft zahlen, man will damit weiteren Lizenzstreitigkeiten aus dem Weg gehen. Samsung reiht sich damit in eine Reihe von anderen Unternehmen ein, welche die Anwälte bei Microsoft schon überzeugen konnten, ein populärer Fall war im Frühjahr die Einigung mit HTC.

Außerdem nutzte man die Gelegenheit, um den Gerüchten, dass Samsung in Zukunft nicht mehr auf Windows Phone setzen wird, etwas den Wind aus den Segeln zu nehmen: “Microsoft und Samsung sehen eine Möglichkeit für ein drastisches Wachstum von Windows Phone und wir investieren, um das wahr werden zu lassen,” so Andy Lees von Microsoft. “Mircosoft glaubt an ein Modell, in dem alle unsere Partner wachsen und davon profitieren können.”

Glaubt man den Gerüchten muss Samsung 15 Dollar pro Gerät mit Android zahlen, eine Klage von Microsoft hat bisher noch keiner riskiert und wir gehen mal davon aus, dass das auch einen Grund hat. Es ist eigentlich kein Wunder, dass Samsung sich nach Alternativen umschaut, wird man auf der einen Seite von Apple verklagt und muss jetzt noch Lizenzgebühren an Microsoft zahlen.

Samsung ist mit Android zwar extrem erfolgreich, wird mit der aktuellen Situation aber auch nicht zufrieden sein. Vielleicht wird sich da in Zukunft etwas ändern, Google hat ja schon angekündigt seine Partner zu unterstützen und als taktischen Schachzug die Mobilfunksparte von Motorola übernommen.

Pressemitteilung Anzeigen