Mobistel Cynus T2

Mobistel Cynus T2: Meine Eindrücke zum günstigen 5-Zoll-Androiden

Vor knapp zwei Wochen hatte ich das Mobistel Cynus T2 ausgepackt und vorgestellt. Der 5-Zöller war in den vergangenen Tagen mein Begleiter und die Reaktionen darauf waren gemischt. Während der eine die Display-Größe faszinierend fand, so lächelte der andere nur darüber und murrte irgendwas von wegen “4 Zoll optimal für die bequeme Bedienung“.

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Vermutlich auch bedingt durch den wirklich günstigen Preis von aktuell knapp 179,- EUR, ist um das große 12,7 cm (5 Zoll) IPS Display mit einer Auflösung von 480 mal 800 Pixeln ein großer schwarzer Rahmen vorhanden. Die Softkeys zur Steuerung sind nicht über die Software eingeblendet, sondern finden ebenso innerhalb des Rahmens ihren Platz. Hier hätte man das Gerät auf Kosten des verfügbaren Displayplatz etwas kleiner machen können. Doch zuerst einmal die wichtigsten technischen Details zum Mobistel Cynus T2:

Technische Details

  • Dual-Core-Prozessor mit 2 mal 1 GHZ
  • Android 4.0.4
  • 5 Zoll WVGA (800 mal 480 Pixel)  IPS-Display, CTP
  • 12 MP Kamera AF, Frontkamera: 1,3 MP
  • Rom 4 GB, Ram 512 MB
  • WIFI, BT, FM, SENSOR, GPS, TV-Ausgang, USB-OTG

USB-Port und Klinkenstecker befinden sich auf der Oberseite, die Lautstärketasten auf der linken und der Power-Button auf der rechten Seite des Androiden. Auf der Rückseite wurde die 12 Megapixel Kamera und ein Dual-LED-Blitz integriert.

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Die Rückseite ist zudem geriffelt, um nicht so leicht aus der Hand zu gleiten. Dennoch wirkt das Plastik keinesfalls so “hochwertig”, wie bei einem Galaxy S2 oder dergleichen. Leider ragt auch die Kamera aus der Rückseite heraus. Dies bewirkt, dass das Handy, sofern es auf einer ebenen Oberfläche liegt, bei der Bedienung ständig wackelt. Unter dem Deckel auf der Rückseite verbirgt sich der 2000 mAh starke Akku und die Slots für die zwei möglichen SIM-Karten und der Micro-SD-Speicherkarten-Slot.

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Die Kamera macht meiner Meinung nach keine schlechten Bilder. Zwei davon hatte ich in den Unboxing-Artikel gepackt. Das Display hat eine Auflösung von 480 mal 800 Pixeln. Hier gibt es immer wieder zwei verschiedene Lager. Mir persönlich genügt dies in dieser Preisklasse vollkommen. Egal ob ich im Internet surfe oder eine Runde Angry Birds zocke. Hält man das Gerät normal (also geschätzte 30 cm vom Auge weg) kann ich kaum noch irgendwelche Pixel wahrnehmen. Natürlich wäre ein 720p-Display hübscher gewesen. Allerdings vermute ich, dass damit der Preis von unter 200,- EUR kaum noch machbar gewesen wäre.

Der 1 GHz Dualcore Prozessor genügt, um vernünftig mit dem T-2 arbeiten zu können, auch wenn es z. B. beim Wischen durch die Homescreens mal hier und dort einen kleinen Ruckler zu verzeichnen gibt. Die Gesprächs-Qualität ist prima und auch der Lautsprecher des Handys gibt ordentlich was her.

Das Cynus T2 hat 512 MB RAM und 4 GB Speicher spendiert bekommen. Von den 4 GB bleiben aber nach der Installation nicht einmal mehr die Hälfte über. Das ist aber zumindest in Sachen Mediendateien kein Problem, da der Speicher via MicroSD erweitert werden kann. Das T2 beherrscht auch USB-OTG und lässt es zu, dass über einen entsprechenden Adapter ein USB-Stick oder dergleichen angeschlossen werden kann.

Android & Co.

Die Bedienung des T2 ist im Grunde wie bei allen Androiden auch, bis auf die Zusatz-Funktionen, welche die zwei SIM-Karten mit sich bringen. Dieser Punkt braucht eventuell ein klein wenig Einarbeitungszeit, aber im Grunde lässt sich alles in einem übersichtlichen Menü in den Einstellungen konfigurieren und man bekommt auch immer wieder ein Popup eingeblendet, mit welcher SIM der Nutzer was genau gerade macht. Es können sogar einzelne Kontakte direkt mit einer der zwei SIM-Karten verknüpft werden.

Der Rest ist im großen und ganzen beim originalen Android belassen. Aus dem Samsung Galaxy Note bekannte Features wie die Stylus-Bedienung oder Multi-Window-Anzeige etc. bleiben komplett außen vor. Kleinigkeiten hätten aber dennoch ein wenig Komfort gebracht. So beherrscht das T2 beispielsweise auch keine automatische Helligkeitsregelung.

Und sonst so?

  • Der Akku hält nach dem ersten Tag “ständig dran rumfummeln” locker einen Tag durch und mir blieb Abends teilweise noch bis zu einem halben Akku über. Vollkommen in Ordnung.
  • Firmware-Update auf Android 4.1.1 ist auf der Herstellerseite verfügbar. Zur entsprechenden Anleitung und Flash-Files geht es hier entlang. Flash-Vorgang in Kurzform: Datei herunterladen und auf das T2 kopieren -> ins Recovery starten (Lautstärke-Taste in der Mitte + Power beim einschalten drücken und halten) und dort die heruntergeladene Datei auswählen und flashen -> Werkseinstellungen setzen -> Fertig.

Cynus T2 Firmware Update

Das Update bitte unbedingt als erstes einspielen, da anschließend ein zurücksetzen auf Werkseinstellungen empfohlen wird! Damit werden alle Einstellungen etc. gelöscht bzw. zurückgesetzt.
  • Das T-2 hat eine Benachrichtigungs-LED oben links gegenüber der Front-Kamera.
  • NFC ist leider nicht integriert worden
  • Das T2 hat laut Anleitung und Menü in den Einstellungen einen TV-Ausgang, welchen ich aber weder über Klinke (Klinke->3 Chinch vom Nokia N95) noch über MHL (Mikro-USB->HDMI vom SGS3) zum Leben erwecken konnte
  • GPS funktioniert prima und macht in Kombination mit der Bildschirmgröße und dem wirklich günstigen Preis des T2 ein tolles Navigationsgerät aus dem Androiden

Fazit

Ich bin ehrlich gesagt geteilter Meinung. Für mich persönlich wäre das Gerät definitiv zu groß und auch teilweise etwas zu schwach auf der Brust. Da bleibe ich gerne beim Nexus 4. Aaaber – ich könnte mir auch dutzende Situationen vorstellen, in denen das T2 seine Vorteile ausspielen kann. Sei es nun, um ein 179,- EUR günstiges 5-Zoll-Navi in den LKW zu hängen, mit dem in den Pausen auch noch bequem ein Film vom erweiterbaren Speicher angeschaut werden kann, oder für meine Eltern, die das Gerät mit dem großen Display und der einstellbar großen Schrift leichter bedienen könnten uvm.

Wie immer kommt es also auf die Zielgruppe an und was diese bereit ist, für solch ein Smartphone auszugeben. Mobistel zeigt, dass für wenig Geld ein gut verarbeiteter Androide auf den Markt kommen kann, der zwar nie die Spitze der Top 10 anführen wird, aber einigen durchaus für den Alltag genügen wird.

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