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Pebble Steel: Die beste Smartwatch 2014

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Smartwatches sind im Trend und stehen bei vielen auf der Wunschliste für Weihnachten 2014 ganz oben. Doch welche ist die beste? Hier mal ein sehr persönliches Fazit zur derzeit besten Smartwatch, der Pebble Steel.

Eins direkt vorweg: Wie auch schon bei meinem Beitrag zum besten Fitness Tracker (siehe auch) gilt hier wieder, dass es sich um eine subjektive Meinung von mir handelt und eure persönliche Meinung von meiner abweichen kann.

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Vorwort

Smartwatches sind ein interessantes Thema, nicht erst seit ein paar Wochen, hier im Blog begleitet uns das Thema schon seit mehreren Monaten. Los ging es vor ein paar Jahren mit ein paar Indie-Projekten und mittlerweile ist das Thema längst bei den großen Herstellern angekommen. Samsung, Motorola, Apple, LG, die meisten haben ein Modell im Angebot. Andere, wie HTC, werden sicher noch folgen. Stellt sich also die Frage, welches das beste Modell ist.

Was muss die Smartwatch können?

Wie zu Beginn des Artikels erwähnt handelt es sich um einen sehr subjektiven Eindruck von meiner Seite. Ich habe andere Kriterien an eine solche Uhr, will meine Meinung aber trotzdem mit euch teilen und hoffe ihr kommentiert hier auch fleißig. Solltet ihr anderer Meinung wie ich sein, dann schreibt uns!

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Eine Smartwatch muss in erster Linie gut aussehen. Hier geht es schon los, das ist ein subjektiver Eindruck. Wir befinden uns noch in der ersten Generation und die Optik wird sich dank technischem Fortschritt (kleiner) verbessern. Für mich sind die schönsten Modelle auf dem Markt die Moto 360, die LG G Watch R und die Pebble Steel. Die Apple Watch muss ich mir erst mal noch in Ruhe anschauen, auf den ersten Bildern konnte diese aber nicht überzeugen.

Bei der Optik muss man zwischen rund und eckig unterscheiden und auch das ist eine persönliche Vorliebe. Ich finde beides gut, bevorzuge aber rund, wenn ich die Wahl habe. Trotzdem ist die Pebble Steel mit ihrem eckigen Display mein Favorit. Doch bevor wir zum Fazit kommen, möchte ich bei diesem Punkt bleiben, denn das Display ist nicht nur ein Grund für die größte Stärke der Smartwatch, es ist gleichzeitig auch irgendwo der größte Kritikpunkt.

Display

Beim Display handelt es sich um ein E-Paper-Display, welches gerade mal 1,26 Zoll groß und nicht besonders hochauflösend ist. Man sieht die Pixel und der Rahmen rund um das Display ist sehr dick. Da ist definitiv mehr drin und ich glaube das wird bei einem Nachfolger auch der Fall sein. Trotzdem bevorzuge ich das Display und das hat zwei einfache und entscheidende Gründe.

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Lesbarkeit

Einer davon ist die Lesbarkeit. Egal ob Sonne, egal ob Regen, ob dunkel, oder dämmerndes Licht, das Display kann man immer ablesen. Eine Uhr trage ich vor allem, wenn ich unterwegs bin und da will ich kein spiegelndes Display, bei dem ich zum Lesen in der Sonne die Displayhelligkeit aufdrehen muss. Denn dann passiert das, was der Pebble ebenfalls nicht passieren kann und was der zweite Grund für mich ist, warum ich diese Smartwatch immer bevorzuge.

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Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit ist für mich das entscheidende Kaufkriterium. Laut Pebble hält die Steel 5-7 Tage. Bei mir reicht eine Akkuladung im Schnitt für knapp 5 Tage, ab und an sind es 6 und ich habe sie auch schon mal nach einer Woche geladen. Oftmals lade ich sie aber an einem Sonntag und hänge sie dann ein paar Minuten am Freitag an den Strom, um beruhigt über das Wochenende zu kommen. Das ist ein Punkt, der für mich entscheidend ist, eine Smartwatch sollte mindestens zwei volle und intensive, aber noch besser drei Tage halten.

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Betriebssystem

Eine lange Akkulaufzeit hat aber auch zur Folge, dass der Funktionsumfang eingeschränkt ist. Nachrichten mit Spracheingabe beantworten, hübsche und farbige Bilder auf dem Display betrachten, all das ist nicht möglich. Man kann allerdings auch mit der Uhr interagieren, also zum Beispiel Fußballergebnisse anschauen, oder bei Swarm einchecken. Das funktioniert, hat aber am Ende auch seine Grenzen. Zumindest was den „Spaßfaktor“ im Alltag angeht.

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Bedienung

Eine Nachricht weg klicken, dafür ist eine Taste an der Seite gut, aber um einen Checkin bei Swarm zu vollführen, oder andere Dinge zu erledigen, das ist mit der Pebble kein Traum. Das komplette Bedienkonzept ist mehr auf die Darstellung von Inhalten ausgelegt. Wie viele Schritte bin ich gelaufen, wer hat mir geschrieben, wer ruft gerade an. Dafür wurde die Pebble ausgelegt.

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Ökosystem

Womit wir beim Punkt Ökosystem wären. Es gibt eins. Es gibt diverse Apps im Store und einige davon habe ich auch installiert. Am Ende nutze ich aber nicht viele davon. Das Display und die Bedienung sind wie gesagt nicht direkt dafür ausgelegt. Apps zum Darstellen von Dingen machen hingegen Spaß. Doch wer nach einer großen Auswahl sucht, ist hier vielleicht an der falschen Adresse.

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Kompatibilität

Doch nicht jeder hat die Wahl. Die Pebble ist mit Android und iOS kompatibel, für mich ein weiteres entscheidendes Kriterium. Android-Nutzer haben in den letzten Wochen ein großes Angebot an Android-Wear-Uhren bekommen, als iPhone-Nutzer ist die Auswahl klein. Die Apple Watch kommt, klar, aber diese geht bei 350 Euro los. Was fehlt ist ein Support für Windows Phone, hier ist das Angebot allerdings noch schlechter. Als WP-Nutzer würde ich mir das neue Microsoft Band anschauen, was irgendwie auch Smartwatch sein kann.

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Fazit

Die Pebble Steel ist mit Android und iOS kompatibel, sie hält fast eine Woche, ohne an den Strom zu müssen und ist überall ablesbar. Ich finde außerdem, dass sie gut aussieht und vor allem nicht zu groß ist. Sie ist hochwertig und nicht auftragend. Hinzu kommt, dass sie mit 230 Euro nicht günstig, aber auch nicht extrem teuer ist. Ich persönlich bevorzuge übrigens die mattschwarze Version, es gibt aber auch ein Modell in Silber. Solltet ihr keine Stahl-Version benötigen gibt es für 100 Euro weniger auch das normale Modell aus Plastik.

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Die Möglichkeiten sind beschränkt, das weiß ich, das Display ist nicht so groß wie das von anderen Uhren, aber am Ende habe ich in letzter Zeit nur zur Pebble Steel gegriffen. Im Freien das Display lesen zu können und sich keine Gedanken über die Akkulaufzeit machen zu müssen, sind zwei Punkte, die am Ende entscheidend waren. Für mich ist die Pebble Steel die beste Smartwatch aus dem Jahre 2014 und ich würde sie, sofern ihr jetzt eine solche Uhr kaufen wollt, empfehlen. Was ihr bedenken müsst: Gut möglich, dass im Frühjahr 2015 ein Nachfolger kommt. Es ist aber noch unklar wie und wann.

Wertung des Autors

Oliver Schwuchow bewertet Pebble Steel mit 4.1 von 5 Punkten.

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