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Sony Xperia Z3 Compact im Test

Sony Xperia Z3 Compact HEADER

Eines meiner beiden Highlights in Sachen Handy auf der diesjährigen IFA in Berlin war das Sony Xperia Z3 Compact, nebst dem Samsung Galaxy Alpha. Während ich auf letzteres leider immer noch warte, kann ich umso entspannter die folgenden Zeilen zum Xperia Z3 Compact tippen. Eins vorweg, ich kann mit Mikes Eindrücken absolut aufschließen und dem Z3 Compact einen dicken Daumen nach oben geben!

Lieferumfang

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Wie immer gestaltet sich auch beim Xperia Z3 Compact der Lieferumfang recht minimalistisch. Neben einem Daten- bzw. Ladekabel mit MicroUSB-Anschluss befinden sich noch ein Netzteil, diverse Kurzanleitungen und natürlich das Handy selbst in der Verpackung.

Die wichtigsten technischen Details

  • Display: 4,6 Zoll HD (1280 x 720 Pixel)
  • Betriebssystem: Google Android 4.4 (KitKat)
  • Prozessor: 2,5 GHz Quad-Core-Prozessor, Qualcomm Snapdragon
  • Speicher: 2 GB RAM, 16 GB intern, per MicroSD (bis 128GB) erweiterbar
  • Kamera: 20,7 Megapixel-Kamera mit Autofokus und 2,2-Megapixel-Kamera auf der Vorderseite
  • Maße: 127 x 64,9 x 8,6 mm bei 129 g
  • Akku: 2600 mAh
  • GPS, LTE, DLNA, NFC, Bluetooth 4.0
  • Wasser- und staubdicht (IP65 und IP68)

Das Handy selbst ist in vier verschiedenen Farben erhältlich. Weiß, grün, schwarz und orange stehen hierbei zur Auswahl.

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Zum Gerät selbst

Auch das Z3 Compact ist wie die vorigen Modelle sehr schön verarbeitet. Die Rückseite ist für meinen Geschmack stellenweise etwas rutschig, da sie komplett mit Glas überzogen ist und selbst die Kamera eben mit dem Glas abschließt . Das fand ich schon beim Nexus 4 nicht gerade optimal und hab es dort direkt mit Skins überzogen.

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Der Gehäuserand selbst ist deutlich runder geworden und auch der Power-Button auf der rechten Seite erhielt eine Verjüngungskur und hat nun keinen silbernen Rand mehr um den eigentlichen Button. Generell kann man sagen, dass das Z3 Compact schon fast ein Handschmeichler ist, wenn man vom S5 und HTC One M8 kommt, auch wenn es im Grunde nur knapp 1cm kürzer ist. Die verwendeten Materialien lassen das Smartphone sehr hochwertig wirken.

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Alle Anschlüsse sind hinter Klappen versteckt, damit das Handy auch wieder wasserfest zertifiziert wird. Zertifiziert ist das Z3 Compact nach IP 65/68. Dies bedeutet laut Xperia-Website:

Sony Xperia Z3 Compact IP65 und IP68

Gemäß der Schutzarten IP65 und IP68 ist das Xperia Z3 Compact staub- und wasserdicht. Sofern alle Anschlüsse und Abdeckungen fest verschlossen sind, ist das Smartphone (i) staubdicht, (ii) gemäß der Schutzart IP65 gegen Wasserstrahlen mit geringem Druck aus allen Richtungen geschützt und (iii) kann gemäß der Schutzart IP68 maximal 1,5 Meter tief bis zu 30 Minuten unter Wasser (Süßwasser) verbleiben. Schäden aufgrund von unsachgemäßem Gebrauch oder missbräuchlicher Verwendung des Geräts fallen nicht unter die Garantie.

Das Z3 Compact wird wie sein großer Bruder von einem Snapdragon 801 Quadcore mit 2,5 GHz angetrieben. 2 GB Arbeitsspeicher und 16 GB interner Speicher sorgen für ordentlich Platz für Anwendungen und Multimedia-Dateien. Wer möchte, kann den Speicher auch via MicroSD noch mit bis zu 128 GB erweitern. Das 4,6 Zoll Display bekam „nur“ eine 720p Auflösung spendiert. Diese sorgt aber in Verbindung mit dem 2600 mAh Akku dafür, dass das Z3 Compact ein wahrer Akku-Künstler ist.

Das Z3 Compact hat mit seinen 127 x 64,9 x 8,6 mm bei gerade mal 129 g in meinen Augen eine tolle Größe und passt gut in die Hemd- bzw. Hosentasche. Die Eindrücke zum Handy selbst und zur Oberfläche und diversen Apps habe ich für euch im folgenden Video festgehalten.

Sony Xperia Z3 Compact Hands-on

Multimedia

Sony Xperia Z3 Compact Kamera

Wie immer habe ich von der Kamera auch ein paar Schnappschüsse in ein Google+ Album gepackt:

Wie man vielleicht sieht, habe ich bzw. in diesem Fall mein Schwager auf einem der Fotos oben seinen Finger leicht im Bild. Das ist mir persönlich auch einmal passiert. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob das Problem an der sehr nah am Gehäuserand verbauten Linse liegt, oder an mir? Dennoch wollte ich es erwähnen. 🙂

Die folgenden beiden Videos zeigen einmal einen kurzen Moment aus einem Live-Konzert von Adel Tawil, um die Tonqualität und die Aufnahme bei schlechten Lichtverhältnissen zu demonstrieren und einmal eine Wasserschleuse in meiner Nähe, inkl. einem kurzen Moment Slow-Mo, den man mit den aktuellen Xperia-Modellen wirklich super easy zaubern kann. Dazu nach den Videos mehr.

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Um eine Slow-Motion in einen Videoclip zu bekommen, muss lediglich der Timeshift-Modus aktiviert werden. Anschließend werden die Videos mit höherer Bitrate aufgenommen und man kann super bequem mit zwei Reglern den entsprechenden Bereich auswählen, der verlangsamt werden soll. Generell muss ich sagen, dass die Kamera-Effekte und Funktionen des Xperia Z3 Compact einen würdigen Gegner suchen! Weder das HTC One M8, noch das Galaxy S5 können es meiner Meinung nach mit der Einfachheit und den Möglichkeiten aufnehmen.

Software

Hier macht Sony in letzter Zeit alles richtig und ist mit den Android-Updates in der Tat sehr fix unterwegs. Mein S5 bietet mir aktuell immer noch Android 4.4.2. Darüber lächelt das Z3 Compact nur müde und kommt direkt mit 4.4.4 daher. Das Z3 Compact hat unterhalb des Displays keine Hardware-Tasten und nutzt zur Navigation über Android ganz brav Onscreen-Bedienelemente.

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Die Oberfläche ist sehr am Stock Android angelehnt, hat aber hier und da ein paar Optimierungen. Andere Icons, die Quicksettings sind auch ein wenig angepasst worden, es gibt Themes, welche im Grunde von Haus aus nur den Haupt-Farbton ändern usw. Dazu können extra Funktionen wie der Doppel-Tab2Wake, die Benachrichtigunsleuchte oder auch der Energiesparmodus aktiviert werden.

Zudem besitzt das Z3 Compact auch Dinge wie einen Sound-Prozessor, einen Weißabgleich uvm. All diese Funktionen befinden sich in den Einstellungen des Smartphones.

Auf meinem Vodafone-Gerät war einige „Bloatware“ installiert, die aber löblicherweise direkt wieder gelöscht werden kann. Somit standen bei mir vom Start weg etwas mehr als 11 GB Speicher von den ursprünglichen 16 GB zur Verfügung.

Im Xperia Z3C existiert auch ein Energiesparmodus, welcher noch ein paar Minuten oder gar Stunden extra Laufzeit verspricht. Auf dem Handy ist von Haus aus eine Garmin-Navigation installiert. Diese ist aber nicht in jedem Land funktionsfähig und wurde von mir somit direkt wieder von mir vom Handy entfernt. Office7Pro ist ebenfalls auf dem Z3C und kann auch zum erstellen und nicht nur zum betrachten von Dateien genutzt werden.

Eine Skizzen-App ist ebenfalls noch auf dem Z3 Compact vorhanden und kann entweder Fotos mit kleinen Cliparts verfremden oder auch zum zeichnen auf dem Handy genutzt werden.

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Und sonst noch?

  • Akku: Meine lieben Freunde. AKKU! Bedingt durch das 720p Display und dem dafür hochgradigen 2600 mAh Akku packte das Z3 Compact unter übelster Beanspruchung locker einen Tag mit über 5h Display-On-Zeit. Dabei habe ich mir sogar den Heimweg vom Konzert mit der LED-Leuchte als Taschenlampe hell beleuchtet. Viele Videos in Slow-Mo, 4K usw. gedreht, Screenshots gemacht, LTE und W-Lan genutzt, Mails von mehreren Konten abgerufen, Spiele getestet und installiert und so weiter. Wenn man es ein wenig sachter angeht dürften gute 2 Tage damit drin sein. DAS ist doch mal was, oder? Ich persönlich benötige auf einem Handy-Display eigentlich kein 1080p und erst recht kein UHD. Das soll nicht bedeuten, dass dadurch Fotos auf dem Display evtl. mehr hergeben o.ä. aber brauch ich das bei einem Handy? Hier noch zwei Screenshots von meinem Hardcore-Usage-Day:

Sony Xperia Z3 Compact 2014-09-28 05.18.01 (2) Sony Xperia Z3 Compact 2014-09-28 05.18.01 (3)

  • Infrarot: Das ist für mich ein Punkt, der mir wirklich sehr fehlt. Auch das Samsung Galaxy Alpha hat keinen Infrarot-Port und kann somit nicht als Fernbedienung genutzt werden. Ich kenne diese Funktion schon aus Symbian-Zeiten und vermisse diesen doch ein wenig.
  • Telefonie: Mit dem Xperia Z3 Compact kann man natürlich auch telefonieren. Im von mir genutzten Vodafone-Netz hatte ich keinerlei Probleme damit verstanden zu werden und auch meine Gegenüber hatten nichts zu bemängeln.
  • Small Apps: Beinahe vergessen hätte ich die sogenannten Small Apps. Diese kleinen Helferlein schweben praktsich wie in einem Fenster über der zuvor gestarteten App und ermöglichen so beispielsweise das betrachten eines Videos, während man eine PDF auf dem Handy liest o. ä.

Fazit Xperia Z3 Compact

Wie zu Beginn dieses Artikels schon erwähnt hat mich das Sony Xperia Z3 Compact bereits auf der IFA gereizt. Dies ist auch nach der leider seeehr kurzen Testzeit nicht verflogen. Solltet ihr gerade auf der Suche nach einem neuen Handy sein, oder das iPhone ein wenig zu groß für euch geworden sein, dann kann ich nur wärmstens empfehlen, das Z3 Compact mit in die Auswahl-Liste zu nehmen. Wasserfest, zwei Front-Lautsprecher, 20 Megapixel Kamera mit tollen Filtern/Effekten und Funktionen, hochwertige Materialien und das alles in einem super Formfaktor.

Ich kann gar nicht aufhören von dem Gerät zu schwärmen. KAUFEN! 🙂

Wertung des Autors

Michael Meidl bewertet Sony Xperia Z3 Compact mit 4.8 von 5 Punkten.

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