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TrekStor SurfTab Ventos 7.0 HD im Test

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Die Sparte der “Phablets”, also der extrem großen Smartphones, boomt derzeit ebenso wie die Sparte der Mini-Tablets. Neben dem Apple iPad Mini, dem einzigen Apple-Gerät in dieser Kategorie, gibt es nahezu unzählige Android-Geräte. Vom Samsung Galaxy Note 8.0 über das neue Nexus 7 bis hin zu jeder Menge günstiger Geräte ist da nahezu alles vertreten. Der Formfaktor gefällt mir selbst allerdings erst, seit dem ich das Galaxy Note 8.0 hier im Test hatte.

Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Großes Display und maximale Mobilität in Verbindung mit handschmeichelnden Abmessungen und leichtem Gewicht, das bieten diese Mini-Tablets ihren Besitzern. Ich konnte es selbst kaum glauben, aber ich habe tatsächlich einen Glücksgriff getan und mir das erste Produkt von TrekStor zum Test kommen lassen, welches ich noch nicht ein einziges Mal entfrustet und genervt in die Ecke werfen wollte. Warum es allerdings für das SurfTab Vendos 7.0 HD dennoch keine Kaufempfehlung gibt, lest ihr in diesem Test.

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Gleich zu Beginn stelle ich euch gerne die Leistungsdaten eines Gerätes vor. Die lesen sich beim 120 Euro teuren Ventos 7.0 HD recht geschmeidig vom Blatt:

  • 7 Zoll HD IPS Display (5-Punkt Multitouch)
  • 1280 x 800 Pixel Auflösung
  • 1,5 GHz Cortex A9 Dual Core CPU
  • 1GB Ram
  • Mali 400 MP4 GPU
  • Kamera (Rückseite) 2 MP
  • Kamera (Vorderseite) 0,3MP
  • Android 4.1.1
  • 8 GB Speicher (davon ca. 6 GB nutzbar)
  • erweiterbar auf 32GB via MicroSD
  • 191 x 113 x 7,6 mm Abmessungen bei 260g Gewicht
  • WLan b/g/n
  • Bluetooth 2.0
  • Mini-HDMI Port
  • Micro-USB Host Anschluss
  • 3,5mm Klinke
  • Li-Po Akku für 5h Laufzeit (leider keine Kapazitätsangabe vom Hersteller)

Design, Haptik und Verarbeitung

Das SurfTab Ventos 7.0 HD liegt abartig gut in der Hand und ist wirklich richtig schlank und leicht. Diese hervorragende Haptik überzeugt von der ersten Sekunde an. Die Platzierung der Bedienelemente auf der linken oberen Seite ist perfekt, die Knöpfe haben einen sehr angenehmen und recht harten Druckpunkt. Leider sind die Anschlüsse für die 3,5 mm Klinke, die Micro-USB Buchse und die Mini-HDMI Buchse viel zu nah bei einander und sind an der Oberseite links schlecht platziert. Benutzt man nämlich das SurfTab im Landscape-Modus, so liegen die Finger genau auf den Buchsen.

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Die beiden Lautsprecher sind auf der Vorderseite unten platziert und sind dort genau richtig angebracht. Man hat sie etwas versenkt, sodass sie beim Bedienen nicht stören. Bei der Verarbeitung des Gerätes gibt es den ersten dicken Abzug. Zwischen Rahmen und Display ist nämlich ein leichter Spalt in dem sich nur all zu gerne Schmutz und Staub sammelt. Ansonsten geht auch die Verarbeitung soweit in Ordnung.

Fassen wir also kurz zusammen. Design mittelprächtig, Haptik einfach fantastisch und Verarbeitung eher unter dem Durchschnitt. Damit geht es direkt weiter bei den nächsten Kategorien.

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Speed und Bedienung

Ich erwarte prinzipiell von Einsteiger-Geräten keine Wunder und bei Smartphones erwarte ich sogar nur, dass man vernünftig mailen und surfen kann, so im Großen und Ganzen. Bei einem Tablet allerdings erwarte ich ein wenig mehr, denn es ist in meinen Augen in erster Linie ein Multimedia-Gerät und als solches sollte es auch mit ein paar Spielen und Filmen klar kommen.

Die Bedienung an sich ist mit dem SurfTab ganz gut. Ab und an gönnt es sich mal eine Gedenksekunden, aber nicht so, dass es mich stören oder nerven würde. Es kommt im Benchmark “Quadrant” auf 2945 Punkte und rangiert damit in den Ergebnissen weit unter einem Asus Transformer Prime. Im Benchmark AnTuTu schneidet das Ventos 7.0 HD mit 8697 Punkten ab. Das Surfen mit dem SurfTab gestaltet sich als angenehm und auch voll geladenen Seiten bringt das SurfTab recht zügig auf den Bildschirm. Im Multitasking lässt sich das Mini-Tablet ebenso ganz gut nutzen.

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Es hapert wie immer bei der Grafikpower für Spiele. Bei RealRacing 3 zum Beispiel merkt man schon deutliche Ruckler. Auch wenn es noch spielbar ist, schön ist anders. Bei den Simpsons startet das Spiel ab und an nicht mal, die Figuren bewegen sich ruckartig und ein scrollen ist nur schwer möglich. Von Dingern wie Galaxy on Fire 2 möchte ich da gar nicht erst anfangen. Alles andere läuft soweit wie gesagt recht gut. Auf den Punkt gebracht heißt das, Bedienung gut, Surfen gut, Filme gucken gut, Spielen eher schlecht. Das bringt mich dann zur vorerst letzten Kategorie, bevor wir zum Gesamtfazit kommen.

Kameras und Display

Die beiden Kameras bekleckern sich nicht mit Ruhm. Die Farben wirken verwaschen, eine Möglichkeit zum Fokussieren habe ich nicht gefunden und sollte es einen Autofokus geben, wird der nicht angezeigt. Die Kamera der Frontseite ist für ihre 0,3 Megapixel okay, rangiert aber insgesamt wirklich ganz weit hinten. Mit Bewegungen kommt sie nicht wirklich klar und so ist eine Videotelefonie mit Standbild sinnvoller als mit Live-Bild. Aber ehrlich? Ich habe noch nie wirklich eine Kamera an einem Tablet genutzt, außer für meine Testberichte hier. Somit fällt diese Kamera vielleicht für euch ins Gewicht, bei mir fliegt sie aber als Wertungspunkt aus dem Gesamtkonzept raus.

Solltet ihr die Kamera an einem Tablet wirklich intensiv nutzen und brauchen, greift bitte zu etwas anderem. Das SurfTab Ventos 7.0 HD ist da kein guter Tipp.

Testfotos bei Google+

Last but not least noch ein paar Worte zum Display. Das IPS-HD-Display lässt sich in direkter Sonneneinstrahlung recht gut lesen, etwas mehr Helligkeit wäre dennoch wünschenswert gewesen. Die Auflösung von 1280 mal 800 Pixeln hat mich Anfangs etwas hoffen lassen, installiert man sich aber die ersten Apps und schaut sich die Icons dann auf dem Homescreen an wird deutlich, dass man für einen Straßenpreis von rund 111 Euro für die 8GB Variante nicht wirklich etwas erwarten kann. Ich hatte mir wirklich mehr versprochen.

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Der sonst unter Einsteigern übliche Grusel-Augenkrebs-Faktor bleibt zwar aus, aber wirklich schön anzusehen ist das Display nicht. Außerdem hat es ein weiteres und für mich schwerwiegenderes Manko. Es neigt unheimlich zu Kratzern.

Ich habe das Gerät ausschließlich in der Wohnung und auf dem Tisch genutzt und vielleicht zwei mal in der Jackentasche getragen um es in der Bahn zu benutzen. Dennoch ist das Display übersät mit kleineren und größeren Kratzern.

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Eine unschöne Sache, die in meinen Augen dem SurfTab die Kaufempfehlung kostet. Womit wir dann nach folgendem kurzen Videotest (leider etwas dunkel, sorry) auch schon beim Fazit wären.

Fazit

Couchsurfer, Bettsurfer, Urlaubssurfer, das alles kann das SurfTab Ventos 7.0 HD für euch sein. Das SurfTab gibt es in Schwarz und Weiß mit jeweils 8 oder 16 GB. Für 111 Euro ist das Tablet sicher kein schlechter Griff, aber man sollte sich ganz genau über die Mankos im Klaren sein.

Display etwas zu Dunkel und kratzanfällig, wenig Power für Spiele, Kameras kaum zu gebrauchen, Lautsprecher mittelprächtig und Spalten zwischen Rahmen und Display, das alles wird auf der Negativ-Seite verbucht. Ob es jemals ein Update auf neuere Android-Versionen geben wird, steht ebenfalls in den Sternen. Auf der Haben-Seite sind dagegen eine gute Bedienbarkeit insgesamt, pures Android, eine sehr gute Haptik und die Mini-HDMI sowie die Micro-USB-Host Buchse.

Ich kann für meinen Teil keine Kaufempfehlung aussprechen. Ein Gerät das nach einer 3-wöchigen Nutzung so aussieht, ohne, dass es viel aushalten musste kommt mir nicht ins Haus. Wären die Kratzer nicht, so könnte man wenigstens bedingt eine Empfehlung aussprechen, denn alleine das Format und das Gewicht haben mich echt begeistert.

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