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Vodafone Smart Tab III 7-Zoll-Tablet im Test

Vodafone Smart Tab III 7

Tablets mit Android als Betriebssystem sorgen immer wieder für ordentlichen Gesprächsstoff unter Anwendern. Die einen schwören drauf, weil sie zumeist kostengünstig und dennoch gut ausgestattet sind, die anderen klagen darüber, weil es noch immer sehr wenige stabile und an Tablets angepasste Anwendungen gibt. Wie immer liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte.

Ich selbst besaß bis vor kurzem noch ein iPad der zweiten Generation und meine Ansprüche an ein Tablet sind vergleichsweise gering, was am Einsatzzweck liegt. Für mich ist ein Tablet nichts weiter als ein „Couchsurfer“, der dazu dient, abends auf der Couch Onlinebanking zu machen, in meinen sozialen Netzwerken zu stöbern und Multimediainhalte in geringem Umfang zu konsumieren. Das war bisher für mich auch der Grund dafür, dass ich mit besagtem iPad zweiter Generation hoch zufrieden war und ein Upgrade so nicht unbedingt nötig. Doch ich bin ehrlich und kann mich mit dem Anblick von iOS 7 nicht wirklich anfreunden, weshalb ich mich im Bereich der Android-Tablets noch einmal umgesehen habe.

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Das Samsung Galaxy Note 8.0 hat mir damals durchaus richtig Laune gemacht und hat vor allem auch dafür gesorgt, dass ich auf den Geschmack der kompakteren Geräte in sieben oder acht Zoll gekommen bin. In dieser Größenordnung sieht es bei Android relativ mau aus und so stellte sich mir die Wahl zwischen dem Nexus 7 2013, dem genannten Samsung Galaxy Note 8.0 und dem erst auf der IFA erschienenen Vodafone Smart Tab III 7. Man war so freundlich, mir diesen Tablet-Einsteiger für einen Test zu überlassen und so möchte ich euch heute meine Eindrücke dazu wiedergeben.

Der erste Eindruck

Der erste Eindruck zu diesem Gerät hat sich im praktischen Einsatz durchweg bestätigt. Wie auch schon beim Smartphone Einsteiger Vodafone Smart III bekommt ihr für 199 Euro ein sieben Zoll Tablet mit Android 4.2, einem 1.2 GHz Quadcore Prozessor (Mediatek MTK8389), 1 GB RAM und 16 GB internem Speicher. Das Display löst mit 1024×600 Pixeln auf und ist dank IPS-Technologie auch in direktem Licht sehr gut lesbar.

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Von dem 16 GB Speicher stehen dem Anwender in etwa 12 GB zur Verfügung. Allerdings kann man den Speicher mittels MicroSD aufrüsten. Wer sein Tablet, nicht wie ich, oft auch mobil in den Fingern hat, der wird mit diesem Tablet des Herstellers Lenovo seine Freude haben, denn für den oben genannten Preis ist ein 3G-Modul an Bord.

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Außerdem hat das Tablet bei den Abmessungen von 120 x 194 x 11 mm und einem Gewicht von 350 Gramm zwei Kameras, davon eine 5 Megapixel Kamera rückseitig und eine VGA-Kamera an der Front für Videotelefonie. Der Akku klingt mit 3500 mAh recht dünn bemessen, aber dazu später mehr. Werfen wir zunächst einen Blick auf die Hardware und deren Verarbeitung.

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Testfotos bei Google+ aufrufen

Bei den Materialien wurde bei dem Lenovo Tablet mit Vodafone-Branding voll auf Plastik gesetzt. Dennoch wirkt die Rückseite des Tabs durch die geriffelte Abdeckplate und das Vodafone-Logo in Metalloptik nicht billig. Die Verarbeitung geht soweit in Ordnung, es gibt nur zwei Mankos. Das kleinere Übel ist die Verarbeitung der Rückabdeckplatte. Hat man die einmal abgemacht, um das Tablet mit einer Standard-SIM oder einer MicroSD zu bestücken, knarzt sie von da an durch das Bedienen leicht. Das zweite wesentlich größere Manko treibt mich allerdings noch irgendwann in den Wahnsinn. Der Powerbutton sitzt so immens tief und hat einen so weichen Druckpunkt, dass ich das Tablet nicht ein- oder ausschalten kann, ohne genau hinzusehen. Das macht mich irre und ich frage mich, ob man das bei Vodafone nie ausprobiert hat, oder ob das nur an meinem Gerät liegt. Auf jeden Fall eine sehr störende Geschichte.

Ansonsten gehen sowohl Position als auch Verarbeitung der Bedienelemente in Ordnung und der Rahmen zwischen Display und Außenkante ist perfekt zum Daumen ablegen. Das Handling gefällt mir wirklich gut. Das ganze Tablet wirkt unauffällig, schlicht und bis auf die zwei genannten Problemchen ist alles so, wie es sein soll.

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Die inneren Werte

Doch nicht nur von außen macht das Smart Tab III 7 eine gute Figur. Der Mediatek Quadcore-Chip macht dem OS und den Applikationen genügend Dampf um nicht zu ruckeln, besonders auch im Multitasking. Wo viele Einsteiger so ihre Problemchen haben, bleibt das Tablet standhaft und erledigt seine Arbeit. Real Racing ohne Ruckler? Kein Problem! The Simpsons ohne Ruckler beim Scrollen? Yep! Ich habe bisher nichts gemacht, was das kleine Tablet nicht ohne Probleme geschafft hätte. Vom Surfen bis zum Spielen kann dieses kleine Stück Hardware gut mithalten.

Auch der Akku macht richtig gut mit. Ich habe das Tablet erst gestern über den ganzen Tag genutzt, wobei das Display 5 Stunden lang angeschaltet war. Am Ende des Tages waren noch rund 15% Akku übrig. Ein guter Wert. Nutzt man das Tablet natürlich im UMTS-Modus, schwankt das je nach Verbindungsqualität auch mal nach unten. Ich bin damit jedoch zufrieden.

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Einzig wirkliche Schwäche ist wohl, wie bei Einsteigern auch üblich, das Display. Mit einer Auflösung von 1024 mal 600 Pixeln ist man zwar vom Augenkrebs entfernt, aber von Hammerschärfe kann leider nicht die Rede sein. Für meine Zwecke reicht die Auflösung aber durchaus, denn solange ich nicht wirklich jeden Pixel angucken muss und es mich beim Spielen erschaudert, ist die Welt für mich in Ordnung. Auch mit dem Speicher komme ich wirklich gut hin und wem die 12 GB nicht langen, der kann einfach eine 64 GB MicroSDHC ins Gerät packen und schon läuft es auch an dieser Stelle wieder rund. Android 4.2 Jelly Bean hat der Hersteller nicht verschandelt oder angepasst, der Launcher sieht aus wie der Stock-Launcher. Eine Hand voll Vodafone-Apps sind vorinstalliert, ebenso wie ein Office und solche Applikationen wie TripAdvisor. Die meisten sind deinstallierbar.

Ebenso gibt Vodafone noch einige Widgets mit an die Hand, wie etwa ein Wetter-Widget oder ein Text-Widget. Ich brauch das Zeug eigentlich nicht. Bedenkt man aber die Zielgruppe dieser Einsteigergeräte ist es wohl nicht das verkehrteste Zubehör. Zumindest das Office-Paket dürfte ganz nützlich sein. Weitere Abstriche muss man auch in der Verwendung der Kamera machen, welche auch bei gutem Licht eher schlechte Ergebnisse liefert. Ich für meinen Teil fotografiere aber nie mit einem Tablet, ganz egal mit welchem. Ebenso viel nutze ich die Videotelefonie, für welche die Frontkamera aber durchaus langen sollte.

Beim Zubehör wird die Luft allerdings etwas dünner. Neben dem obligatorischen Ladegerät mit MicroUSB-Kabel gibt es lediglich ein Begleitheft und eine Art Stand, welcher aus der Innenverpackung des Tablets besteht. Man muss sich bei allem was darüber hinaus geht an Universalhüllen, Halter und ähnliches halten, denn dieses Zubehör gibt es von Vodafone nicht und damit wird es dann auch Zeit, diesen ganzen Text mal in ein griffiges TL;DR zu packen.

Fazit

Wer einen multimedialen Alltagsbegleiter sucht, der nicht viel kosten soll und dennoch genügend Power hat, um mit Spielen und sonstigen Aufgaben klar zu kommen, der sollte sich das Vodafone Smart Tab III 7 unbedingt näher ansehen. Für 199 Euro macht man mit diesem Ding nicht viel falsch, sofern man aufs Fotografieren weitgehend verzichtet. Ich habe es ohne nachzudenken gegen das iPad 2 eingetauscht. Das Problem mit den wenig angepassten Apps bleibt zwar, aber ich mag den Formfaktor wirklich irre gern.

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Wer stattdessen auf der Suche nach einem Technikspielzeug mit schnellen Updates des Betriebssystems und einer technisch besseren Ausstattung ist, wird wohl eher zum Nexus 7 2013 greifen.

Ich spreche dem Smart Tab III 7 eine Kaufempfehlung aus, auch wenn ich mich über den dusseligen Powerbutton tagtäglich aufregen könnte, so hab ich mich langsam dran gewöhnt einfach hinzuschauen. 🙂

Gewinnspiel

So, nun darf ich direkt das 7-Zoll an euch raushauen. Aber ich mache es euch diesmal nicht so einfach. Ich will kreative Köpfe sehen. 😉 Hinterlasst einen Kommentar mit einem Reim, in dem „mobiFlip“ vorkommt. Optimal wäre, wenn uns darin irgendwie vermittelt wird, warum ihr das Smart Tab III 7 haben wollt. Das kann witzig sein oder aber auch bierernst. Das überlassen wir eurer Kreativität.

Wir suchen die 10 Einsendungen aus, die uns am besten gefallen haben und verlosen unter diesen das Gerät per Zufallsgenerator. Optional aber kein Muss: Es wäre schön wenn der Gewinner anschließend seine Eindrücke vom Tablet in einem Beitrag in unserem Leserbereich veröffentlicht. Einsendeschluss ist Dienstag, der 22.10.2013 um 20:00 Uhr. Viel Glück!

Update

Herzlichen Glückwunsch Hans Bock!

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