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Xbox One offiziell vorgestellt

Nach langem Warten und vielen Spekulationen war es nun heute endlich so weit und Microsoft hat die neue Xbox vorgestellt. Diese trägt den Namen Xbox One und wird sich neben dem klassischen Gaming vor allem auf Medieninhalte und Apps im Allgemeinen konzentrieren. Alles, was man im Wohnzimmer macht, soll dabei in einem zentralen Gerät zusammengefasst werden, weswegen Microsoft die neue neue Konsole auch “Xbox One” genannt hat.

Zunächst aber erst einmal die Hardware: Die neue Xbox One wird von acht GB RAM und einem speziell gefertigtem 40-nanometer-Chip angetrieben. Inhalte werden auf der 500 GB großen Festplatte gespeichert. Der Chip wird dabei von AMD gefertigt und die Festplatte wurde von Microsoft selbst entworfen. Der Windows-Kernel wird ebenfalls zum Einsatz kommen und auch Blu-ray, USB 3.0 und WiFi sind mit an Bord. Der Controller wurde dazu natürlich auch weiter optimiert und beinhaltet z.B. Impuls-Sensoren, die mit Kinect zusammenarbeiten können, um bestimmte Aktionen auszulösen. Die Kinect wurde natürlich ebenso in einer verbesserten Variante vorgestellt, welche nun mit einer 1080p-Kamera daher kommt und Bewegungen schneller und authentischer umsetzen soll.

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Die Kinect spielte während der Keynote generell eine große Rolle, da Microsoft die neue Benutzeroberfläche mit einigen weiteren Anpassungen für Bewegungssteuerungen ausgestattet hat. Applikationen lassen sich so beispielsweise über Zusammen- und Auseinanderziehen verkleinern und vergrößern. Sprachkommandos wurden des Weiteren ebenfalls ausgebaut und funktionierten während der Keynotes einwandfrei.

Innerhalb der Xbox One lassen sich zukünftig auch TV-Übertragungen betrachten und mittels des Snap-Mode können dort auch zum übertragenen Inhalt passende Informationen (beispielsweise Mannschaftsaufstellung während einer Spielübertragung) in einem Seitenfenster angezeigt werden. Der Snap-Mode ist dabei systemweit nutzbar und erinnert ist praktisch an das, was man auch unter Windows 8 als Snap-Mode kennt. Gezeigt wurde darüber hinaus auch die neue Skype-App für die Xbox One, die im Snap-Mode betrieben werden kann.

Inhalte aus dem Online-Angebot lassen sich über das neue Home-Dashboard auswählen, wobei es unter anderem spezielle Ansichten für populäre und favorisierte Inhalte gibt. Dazu gibt es auch den Xbox OneGuide, der im Prinzip als zentrale Anlaufstelle für das Finden dieser Inhalte dient. Weitere Neuerungen beinhalten unter anderem eine integrierte Funktion zur Steuerung des Gerätes via SmartGlass und eine Aufnahme-Funktion, mit der sich Spielszenen aufnehmen und via Xbox Live teilen lassen.

Die Marschrichtung, die Microsoft vorgibt, ist eindeutig: Die Xbox One soll das Zentrum im Wohnzimmer werden, über die der gesamte Medienkonsum abläuft. Zu beachten gibt es allerdings bereits einige Dinge: 4k (Vierfach-HD), welches in der Zukunft eine immer größere Rolle spielen soll, wurde mit keinem Wort erwähnt und die Konsole wird nicht rückwärtskompatibel zu Xbox-360-Spielen sein, da die alten Spiele nicht nativ unter der neuen x86-Architektur laufen können.

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Gameplay-Szenen wird es dann, wie zuvor angekündigt, auf der E3 geben. Angekündigt wurden im Rahmen dieser Keynote lediglich Call of Duty: Ghosts von Infinity Ward, Quantum Break von Remedy (den Machern von Alan Wake), Forza Motorsport 5, sowie neue Teile der FIFA-, NFL-, UFC- und NBA-Serien von Electronic Arts. Darüber hinaus hat Microsoft angekündigt, dass insgesamt 15 Exklusivtitel im Verlaufe des ersten Jahres für die Xbox One veröffentlicht werden sollen. Dazu wurde auch eine TV-Serie über Halo angekündigt. Ein genaues Veröffentlichungsdatum der Xbox One wurde nicht genannt – es heißt diesbezüglich lediglich “later this year”, womit aber sicherlich das Weihnachsgeschäft gemeint ist. Auch ein Preis wurde von Microsoft noch nicht genannt.

Wer den Livestream verpasst hat, kann sich den übrigens entweder auf xbox.com (die Seite ist derzeit nicht verfügbar) oder Xbox Live anschauen. Weitere Fotos könnt ihr unter anderem auf Wired einsehen und ein FAQ gibt es bei news.xbox.com.

Microsoft hat seinen Job für diese Keynote also getan. Das neue Home-Dashboard macht auf mich einen guten Eindruck und der Fokus ist, wie gesagt, klar auf Home-Entertainment als Ganzes ausgelegt. Auch optisch gefällt mir die neue Xbox One recht gut, wenngleich sie etwas klobig aussieht. Etwas, das aber definitiv fehlte, war die fehlende Ankündigung einer 4k-Unterstützung. Schaut man sich an, wie lange die Xbox 360 auf dem Markt war, muss 4k eigentlich unterstützt werden, um auch langfristig konkurrenzfähig zur PlayStation 4 zu bleiben – allerdings kann es natürlich sein, dass eine entsprechende Bekanntgabe im Rahmen der E3 erfolgen wird. Welchen Eindruck habt ihr von dieser Keynote mitgenommen?

Update

Laut Engadget wird die Xbox One mit 4k-Inhalten umgehen können. Woher diese Information allerdings genau kommt, wird nicht genannt. Im Livestream wurde darüber zumindest nicht gesprochen.

Bildquelle Flickr via The Verge