Volkswagen: Das langsame Ende der Software-Sparte?

Cariad war einst als große Software-Sparte für die Zukunft im VW-Konzern geplant und sollte das Aushängeschild werden. Doch man erkannte mit der Zeit, dass die Entwicklung von Software komplex und teuer ist. Vor allem, wenn man sich mit der Konkurrenz aus dem Silicon Valley oder China messen will, die oft viel weiter sind.

Und nach ein paar verpassten Zielen, die einen Einfluss auf den Marktstart einiger Produkte hatten, rückte die Cariad zunehmend in den Hintergrund. Volkswagen will als Konzern sparen und setzt derzeit gerne bei der Software an. Man hofft wohl, dass das gemeinsame Projekt mit Rivian die nötige Basis für die Zukunft liefert.

Cariad: Weiterer Stellenabbau folgt

Laut Handelsblatt wird man die Cariad weiter verkleinern und ca. 1.000 Stellen in den kommenden Monaten abbauen. Aktuell arbeiten dort knapp 4.300 Personen, ein Viertel ist also kein geringer Anteil. Und von 2027 bis 2031 will man rund 6,1 Milliarden Euro an Investitionen senken. Hat die Cariad überhaupt eine Zukunft?

Bis Ende des Jahres will VW ein „detailliertes Konzept“ für die Zukunft vorlegen, so die Quelle, aber es sieht fast danach aus, als ob diese Sparte keine (große) Zukunft hat. Die Cariad wird nicht eingestellt, aber von der einstigen Vision hat man sich bei VW schon lange verabschiedet. Und das könnte sich in Zukunft (wieder) rächen.

Software ist das entscheidende Element in Autos, da sollte man nicht sparen und Tesla ist an der Börse nicht der wertvollste Autobauer, weil man früh auf einen Akku und Elektromotoren setzte. Aber Software ist teuer und Volkswagen will sparen, da rückt der Stellenwert nach hinten. Halte ich, vor allem langfristig, für einen Fehler.


mobiFlip werbefrei lesen Mit deinem Plus-Abo unterstützt du unsere Arbeit direkt. Kostenlos testen ↗
Fehler melden Kommentare

   

Durch Kommentieren stimmst du unserer Netiquette und Datenschutzerklärung zu.

mobiFlip / Mobilität / Volkswagen: Das langsame Ende der Software-Sparte?