Apple vs. Motorola: Motorola verliert vor Münchner Gericht

Es gibt mal wieder neues von der Patentstreit-Front und wieder einmal ist Apple involviert. Der Gegner heißt dieses Mal aber nicht Samsung, sondern Motorola Mobility und der Ort, an dem sich folgendes abgespielt hat, ist ein Münchner Gericht. Eben jenes Münchner Gericht hat Motorola dahingehend schuldig gesprochen, dass sie das Patent Nr. EP2126678 verletzt haben.

Dieses Patent beinhaltet die Funktion des „Rubber-Band-Effektes“, anderweitig auch als „Bounce-Back-Effekt“ bekannt, welches unter iOS anzeigt, dass man am oberen/unteren Ende einer Liste angelangt ist. Motorola hat diesen Effekt bei den eigenen Smartphones ebenfalls eingesetzt und wurde dafür schuldig gesprochen. Das Gericht hat Apple ebenfalls das Recht eingeräumt, gegen eine Sicherheitszahlung von 25 Millionen Euro einen Verkaufsstop der betroffenen Motorola-Geräte zu erlassen.

Motorola hat nun im Prinzip zwei Möglichkeiten. Entweder legt man Berufung gegen das Urteil ein und geht zur nächsthöheren Instanz, oder man stellt ein Software-Update für die betroffenen Geräte zur Verfügung, welches die Animation beispielsweise durch den Leuchteffekt ersetzt, der standardmäßig bei Android verwendet wird. Die Zukunft wird aber zeigen müssen, wie das Ganze exakt weiter geht. Eine Äußerung zu diesem Urteil liegt bisher weder von Apple, noch von Motorola Mobility und Google, zu denen Motorola Mobility gehört, vor.

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