Fitness-Tracking mit Stil – Misfit Ray im Test + Verlosung

Konnten die ersten Fitness-Tracker noch sofort als solche identifiziert werden, sieht es heutzutage ganz anders aus. Mit einem schlichten und unauffälligen Äußeren sollen die Modelle der neuesten Generation auch als Mode-Accessoire taugen und dabei stets eine genaue Aufzeichnung ermöglichen. Ob diese Versprechen wirklich erfüllt werden, konnte ich mir die letzten Wochen anhand des Misfit Ray einmal genauer ansehen.

Design und Verarbeitung

misfit_ray_ruckseite1

Kommen die meisten Fitness-Tracker von Misfit mit einem runden inklusive mehrerer darin eingelassener LEDs daher, weicht der Misfit Ray von der üblichen Designsprache des Unternehmens ab. Der aus Aluminium gefertigte und bei meiner Variante in Schwarz gehaltene Korpus macht auf den ersten Blick einen extrem edlen Eindruck und fühlt sich sehr hochwertig an. Auch das mitgelieferte Kunststoff-Armband besitzt eine gute Verarbeitung und kann variabel in der Länge verstellt werden.

Um den Misfit Ray in Betrieb zu nehmen, bedarf es dreier Knopfzellen des Typs 393, die im Lieferumfang enthalten sind. Sie ermöglichen dem Wearable eine Akkulaufzeit von bis zu 6 Monaten und können nach Anleitung mit wenigen Handgriffen installiert werden. Danach muss man sich keine Gedanken mehr um das Aufladen machen, was meiner Meinung nach sehr gut gelöst wurde.

misfit_ray_armband1

Legte ich die meisten der von mir getesteten Fitness-Tracker bislang noch ab, wenn es einmal einen Anlass gab, sich etwas schicker zu kleiden, blieb der Misfit Ray an meinem Arm. Obwohl die separat erhältlichen Lederarmbänder optisch sicherlich noch einmal eine Aufwertung darstellen würden, gefiel mir der Tracker auch in Kombination mit dem Polycarbonat-Armband, welches sich stets angenehm tragen ließ. Taugt der Ray also als Accessoire? Meiner Meinung nach ja.

Fitness-Tracking

misfit_ray_verschluss1

Wichtiger als das Aussehen ist bei einem Fitness-Tracker jedoch die Aufzeichnung allerlei Aktivitäten, um einem bestenfalls zu einem gesünderen Lebensstil zu verhelfen. Schritte werden vom Misfit Ray mit einer hohen Genauigkeit getrackt, auch verschiedene Sportarten lassen sich mit dem Wearable ohne Probleme aufzeichnen. Möglich sind beispielsweise Fahradfahren, Yoga, Fußball und Tennis.

Beginnt man eine solche Aktivität, empfiehlt es sich, in der Misfit Link App, auf die ich später noch einmal zurückkommen werde, eine Aktion für sie zu speichern. Mit einem dreifachen Tap auf den Ray kann daraufhin der entsprechende Tracking-Modus gestartet werden, alternativ ist es aber auch möglich, die Aktivität im Nachhinein entsprechend zu kategoriesieren.

Neben Sportarten an Land kann der Misfit Ray übrigens auch die eigenen Schwimm-Aktivitäten aufzeichnen und unter anderem die geschwommenen Bahnen zählen. Von Haus aus ist das dafür benötigte Feature, das dank einer Wasserdichtheit bis zu einer Tiefe von 50 Metern ohne Probleme verwendet werden kann, noch nicht an Bord – ein In-App-Kauf wird hier benötigt. Dieser dürfte sich mit einem Preis von 9,99 Euro für Schwimmer zwar lohnen, dennoch wäre es schöner gewesen, wenn die Funktion im sowieso nicht gerade günstigen Preis des Trackers enthalten gewesen wäre.

Seinen aktuellen Fortschritt teilt der Misfit Ray einem stets nach einem Doppeltap auf sein Gehäuse über die integrierte Multicolor-LED mit. Verschiedene Leuchtmuster (25%, 50%, 75%, 99%, Ziel erreicht) geben einem einen groben Überblick, alternativ können genauere Statistiken natürlich aber auch in der App betrachtet werden.

Schlaf-Tracking

misfit_ray_11

Neben der Bewegung über den Tag hinweg zeichnet der Misfit Ray natürlich auch den Schlaf seines Trägers auf. Hierbei beweist er eine hohe Genauigkeit, auch kurzes Aufstehen in der Nacht wird erkannt und in der App am nächsten Morgen angezeigt. Aufgeteilt wird der Schlaf dabei in eine leichte und eine erholsame Schlafphase.

Dank des integrierten Vibrations-Motors ist es selbstverständlich möglich, den Misfit Ray auch als Wecker zu verwenden. Hat man in der App eine Weckzeit ausgewählt und diese per Bluetooth an den Tracker übertragen, erinnert dieser einen rechtzeitig mit einer sanften Vibration daran, dass es Zeit ist, aufzustehen. Schade ist hierbei, dass lediglich ein Wecker gleichzeitig gespeichert werden kann. Benötigt man für verschiedene Wochentage unterschiedliche Uhrzeiten, muss diese jeden Abend geändert werden.

App

Zur Verwaltung des Misfit Ray und dessen aufgezeichneten Daten steht die Misift-App für Android und iOS zur Verfügung. Innerhalb dieser werden die Informationen zur eigenen Aktivität und dem Schlaf optisch ansprechend präsentiert und können in einer Tages-, Wochen- oder Monatsansicht angesehen werden. Längere sportliche Betätigungen findet man zudem noch einmal in der eigenen Tagesgeschichte wieder, welche auch eine Statistik zum Schlaf der vergangenen Nacht enthält.

Um die Motivation der eigenen Kunden zu steigern, hat Misfit eine Art soziales Netzwerk aufgesetzt, dem alle Besitzer eines Wearables des Unternehmens beitreten können. Hat man dies getan, findet man unter dem Reiter „Soziale Netzwerke“ eine Bestenliste, in der neben dem „durchschnittlichen“ Misfit-Nutzer auch eigene Freunde zu sehen sind. Mit diesen kann man sich versuchen zu messen, indem man ihre Punktzahl (ein ungefährer Score für die Aktivität) schlägt.

Neben der regulären Misfit-App steht mit „Misfit Link“ auch noch eine zweite Anwendung bereit, deren Einsatz sich zusammen mit dem Misfit Ray lohnt. Innerhalb der App kann der dreifache Tap auf das Gehäuse des Rays mit einer beliebigen Aktion belegt werden, wozu beispielsweise das Pausieren der Musik zählt. Auch können Folien bei einer Präsentation gewechselt werden und die IFTTT-Integration ermöglicht viele weitere Optionen.

Und sonst noch?

  • Misfit selbst bietet nicht nur verschiedene Armbänder für den Ray an, sogar als Kette kann der Fitness-Tracker getragen werden.
  • Die Daten des Misfit Ray können auf Wunsch mit Google Fit geteilt werden, auch ist es möglich, sie mit Informationen von MyFitnessPal, Runkeeper und MapMyFitness aufzuwerten.
  • Per Leuchtmuster und Vibration informiert der Misfit Ray einen auf Wunsch über auf dem Smartphone eingehende Benachrichtigungen. Innerhalb der Misfit-App können beide Merkmale für jede Anwendung einzeln konfiguriert werden.

Fazit

misfit_ray_gehause1

Final lässt sich sagen, dass es sich beim Misfit Ray um einen edlen Fitness-Tracker handelt, der auch bei seinen Hauptaufgaben überzeugen kann. Er sieht nicht nur klasse aus, sondern zeichnet sämtliche Aktivitäten und auch den Schlaf sehr genau auf.

Somit eignet er sich vor allem für Personen, die mit dem sportlich-aufdringlichen Design der meisten Modelle bislang nicht ganz warm wurden und etwas schlichteres suchen. Benötigt man dahingegen ein Display oder einen Herzfrequenzsensor, sollte man sich lieber nach einer Alternative umschauen. Zu nennen wäre hier beispielsweise das deutlich günstigere Xiaomi Mi Band 2, mit einem Preis von rund 80 Euro zählt der Misfit Ray nämlich zu den teureren Modellen auf dem Markt.

Verlosung

Da uns der Misfit Ray nach dem Test für ein Gewinnspiel überlassen wurde, wollen wir zu guter Letzt unser Testgerät an euch verlosen. Dieses wurde zwar ungefähr einen Monat getragen. ist aber immer noch in einem neuwertigen Zustand.

Was müsst ihr tun, um zu gewinnen? Hinterlasst uns einen Kommentar, in dem ihr uns euer aktuell präferiertes Wearable verratet. Da wir euch im Gewinnsfall per Email kontaktieren werden, solltet ihr im entsprechenden Feld (nicht öffentlich) eine gültige Email-Adresse hinterlassen. Des Weiteren gilt zu beachten:

  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und wer versucht, das Gewinnspiel zu seinem Vorteil zu manipulieren (z.B. durch Mehrfachteilnahmen), wird von der Verlosung ausgeschlossen.
  • Der Gewinn wird auf unsere Kosten nach Deutschland versandt, für abweichende Lieferadressen müsste individuell geklärt werden, ob und wie ein Versand möglich ist.
  • Teilnehmer müssen mind. 18 Jahre alt sein. Teilnehmer unter 18 Jahren brauchen eine Erlaubnis zur Teilnahme durch einen Erziehungsberechtigen (wird nur im Gewinnfall eingefordert).

Das Gewinnspiel endet am 25. September 2016 um 23:59. Kurz darauf werden wir den Gewinner per Zufallsgenerator ermitteln und anschließend kontaktieren. Viel Glück!

Der Gewinner wurde ausgelost und von uns per Mail benachrichtigt.

Wertung des Autors
Niklas Jutzler bewertet Misfit Ray mit 4.2 von 5 Punkten.

Teilen

Hinterlasse deine Meinung
Du kannst auch als Gast kommentieren (Anleitung). DISQUS respektiert „Do Not Track“ und bietet einen Datenschutz-Modus an. Informationen zum Datenschutz auf mobiFlip.de findest du hier.