Junghacker schafft iPhone-7-Jailbreak und will ihn an Apple verkaufen

Ein 19 jähriger Hacker behauptet einen Jailbreak für das iPhone 7 unter iOS 10 gefunden zu haben. Den möchte er allerdings nicht der interessierten Öffentlichkeit, sondern Apple zur Verfügung stellen und dafür Geld erhalten.
Luca Todesco hat bereits einige Erfahrungen mit dem Erstellen von Jailbreaks. Beim iPhone 7 soll es ihm binnen Tagesfrist gelungen sein, was er in einem Video dokumentiert. Er meint, Apple habe die Sicherheit von Device und System verbessert. Der schnelle Erfolg des Hackers spricht hier jedoch für sich.

Apple arbeitet beim Schutz seines Systems sowohl mit Mechanismen in den Prozessoren der A-Reihe, als auch softwareseitig. Häufig führen Lücken in der Webkit-Engine, mit der Safari läuft, zu einem erfolgreichen Jailbreak oder bieten zumindest Einstiegslücken. Wie Luca Todesco es gemacht hat, bleibt freilich unklar.

Hacker möchte Geld

Der 19-Jährige möchte nicht erläutern, wie er den Jailbreak durchgeführt hat, bevor Apple die Lücke nicht geschlossen hat. Ob er dabei die Sicherheit von System und Millionen Nutzern oder sein Konto im Kopf hat, steht dahin, denn der Junghacker möchte an Apples Bug Bounty-Programm teilnehmen, sofern ihm das gewährt wird. Vor einigen Monaten gestartet, bietet es teils erhebliche Geldgeschenke für erfolgreiche Hacks.

Kernellücken und Jailbreaks werden besonders großzügig entlohnt. Jailbreaks sind aber auch anderswo sehr gefragt und zweifellos könnte Luca Todesco in der freien (Schatten)Wirtschaft noch mehr als bei Apple rausholen. Vielleicht strebt der Junghacker aber auch eine Stelle in Cupertino an? Apple kritisierte er übrigens dafür, dass es weiterhin keine entsperrten iPhones für Hacker wie ihn bereitstelle.

Das Unternehmen war allerdings bereits einen für Apple-Verhältnisse großen Schritt auf die Sicherheitsgemeinde zugegangen, indem es Betas von iOS mit unverschlüsseltem Kernel und Dateisystem geliefert hatte.

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