Mobilfunkanbieter: Zahlen aus der Netzanalyse zum Jahreswechsel

Am Mittwoch teilten Telefónica und Vodafone Zahlen aus der Netzanalyse zum Jahreswechsel mit. Die mobile Datennutzung erreichte Rekordwerte.

Die zum Jahreswechsel zusammenbrechenden Telefonnetze sind nichts neues, jeder hat wohl schon entsprechende Erfahrungen gemacht. Selbst Messenger wie WhatsApp brechen da unter dem Ansturm schon mal weg.

Telefónica hat am vergangenen Mittwoch einige Zahlen zum Zeitraum 31. Dezember 2017 bis 01. Januar 2018 genannt. Vergleicht man sie mit dem Vorjahr sind diese geprägt von einem sprunghaften Anstieg des mobilen Datenverbrauchs.

Mobiler Datenverbrauch steigt um 50 Prozent

Telefónica spricht von neuen Rekordwerten in ihrem zeitgleich „stabilen und zuverlässigem“ Netz. Sie meinten wohl nicht unbedingt meine Funkzelle.

Folgende Zahlen konnte der Konzern verzeichnen:

  • An den beiden Tagen wurden 2,3 Mio. Gigabyte mobile Daten verbraucht
  • Erstmals mehr als die Hälfte der Daten (51 Prozent) über LTE übertragen
  • Intensivste Nutzung von 0 – 1 Uhr (87.000 GB = 70 Prozent Anstieg)

Auf regionaler Ebene ergibt sich logischerweise das Bild, dass in Großstädten viel mehr Daten übertragen wurden, als auf dem Lande. Telefónica verkündet folgendes Städteranking im Zeitraum des unmittelbaren Jahreswechsels von Mitternacht bis 1 Uhr in der Frühe:

  1. Berlin (6800 GB)
  2. Hamburg (3100 GB)
  3. München (2700 GB)
  4. Köln (2000 GB)
  5. Frankfurt am Main (1400 GB)
  6. Düsseldorf / Stuttgart (1100 GB)

Typisch für diesen Zeitraum ist die hohe Uplink-Rate. Sie erklärt sich durch die intensive Nutzung von WhatsApp, Snapchat, Instagram und anderen Diensten, um Fotos und Videos zu teilen.

Auch Vodafone mit Rekordzahlen

Der Düsseldorfer Konzern gab ebenfalls einige Zahlen zum Jahreswechsel heraus, nimmt zum Vergleich aber einen siebenstündigen Zeitraum von 20 – 3 Uhr her. Auch Vodafone verzeichnet natürlich zum alltäglichen Geschäft einen (33 prozentigen) Anstieg der Belastung seiner Netze. Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich ein Datenverbrauch der um 60 Prozentpunkte höher ausfiel (450 Mio. GB).

Bei Telefonaten verzeichnet man ein Dreifaches an Volumen zu einem normalen Tag und circa genauso viele wie im Vorjahr. 99,7 Prozent davon sollen auch erfolgreich gewesen sein. Was erfolgreich bedeutet kommuniziert man nicht. SMS wurden doppelt so viele wie an einem normalen Tag gesendet, mit 4,1 Millionen jedoch 9 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Dies lässt sich dadurch erklären, dass immer mehr Nutzer nicht nur reine Textnachrichten für die Neujahrswünsche nutzen, sondern eben einen Messenger, mit dem man noch ein Video oder einige Fotos anfügen kann.

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