SMS trotz Messenger-Apps in Deutschland weiterhin stark

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Vor über 20 Jahren wurde die erste SMS versendet, der Inhalt war recht simpel, denn es stand in ihr einfach “Merry Christmas”. Damals wurde die Nachricht noch von einem PC über das Vodafone-Netz an ein Handy gesendet. In den Jahren danach sollte diese kleine Nachricht nicht nur Milliarden Umsätze in die Kassen der Mobilfunkbetreiber spülen, sondern auch die Kommunikation der Menschen vollkommen verändern. “Sich kurz fassen” bekam mit den 160 Zeichen eine völlig neue Bedeutung und eventuell war dies Jahre später auch die Basis für Online-Dienste wie Twitter.

Während 1998 noch ca. 1 Milliarde SMS in Deutschland versendet wurden, waren es im Jahr 2011 ca. 54,9 Milliarden und 2012 ca. 59,1 Milliarden Stück. Auch für 2013 wird wieder ein Wachstum erwartet, prognostiziert sind 63 Milliarden SMS. Jeder Deutsche verschickt aktuell im Schnitt 740 SMS im Jahr, 1999 waren es erst 44 SMS.

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In dieses Wachstum spielt natürlich auch die mittlerweile hohe Verbreitung von recht günstigen SMS-Flatrates rein, über Pauschalpakete wird eben etwas mehr versendet. Das wiederum drückt den Umsatz der Mobilfunkbetreiber. Noch 2009 lag der generierte Umsatz mit mobilen Datendiensten durch SMS bei über 50 Prozent, 2012 nur noch bei rund 35 Prozent.

Wenn man bedenkt, dass heute 1 MB Datenvolumen ohne Flatrate beim Prepaid-Anbieter XYZ ca. 24 Cent kosten, kann man sich vorstellen, um wie viel eine SMS mit ca. 140 Byte Größe teurer ist. Dies ist wohl auch der Grund, warum es gerade in letzter Zeit Dienste wie WhatsApp und Co. so einfach hatten und Mobilfunkbetreiber ein Stück von diesem Kuchen abhaben wollen.

Bei den neuen Diensten werden Nachrichten über das Datennetz gepusht, wobei es kaum eine Zeichenbegrenzung gibt und sogar Multimediainhalte angehangen werden können. Eine “Zustellgarantie” wird durch extra Server der Dienstleister realisiert, wobei diese in Stoßzeiten durchaus mal überlastet sein können und eine Datenverbindung natürlich immer zwingend erforderlich ist.

Bild oben: I love you CC BY 2.0 von Dimitri N. | Bild Mitte: Bitkom

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