Chinesischer Smartphone-Markt konsolidiert sich zunehmend

Im ersten Halbjahr wurden in China pro Tag drei neue Smartphones vorgestellt. „Nur“ noch halb soviel, wie vor einigen Jahren.

Lange ist der chinesische Markt explosionsartig gewachsen. Besonders kleine Hersteller konnten mit einem guten „iPhone-Klon“ den ein oder anderen Dollar verdienen. Mittlerweile ist der Markt aber gesättigt und eine Konsolidierung setzt ein.

Foto: gizmochina via derStandart

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Massensterben der Hersteller

Waren 2014 noch 445 lokale Hersteller von Smartphones am Markt, so waren es 2015 bereits „nur noch“ 309. Das entspricht einem Rückgang von 136 Unternehmen bzw. 30,6%. Dieser Trend setzt sich dieses Jahr fort. Allerdings erscheint pro Tag (!) immer noch die absurd hohe Zahl von 3 Smartphones. Auch wenn der chinesische Markt immens groß ist, kann man also davon ausgehen, dass sich diese Entwicklung auch noch weiter fortsetzen wird. Zumal langsam aber sicher auch westliche Marken wie Apple auf den Markt drängen und sehr beliebt sind.

Starker Konkurrenzdruck

Die hohe Dichte an Herstellern und die zunehmende Konkurrenz aus dem Westen, führen dann zwangsläufig zu einem Konkurrenzdruck, dem viele kleine Hersteller nicht gewachsen sind. Gerade wenn die Kosten bei der Herstellung durch eigens für die Geräte angepasste Android-Oberflächen und Apps relativ hoch ausfallen, können die Verkäufe häufig nicht mehr mithalten und das wirtschaftliche Überleben sichern.

Hersteller setzen auf größeres Portfolio

Um nicht allein auf die Smartphone-Verkäufe angewiesen zu sein, setzen einige Hersteller wie Elephone auf ein größeres Portfolio und bieten auch Action-Kameras und die günstige VR-Kamera Elecam 360 an. Ein Weg könnte auch sein, seine Smartphones über Importhändler vermehrt Richtung Westen anzubieten – denn hier gibt es bekanntlich einen Trend zu guten aber günstigen Geräten aus Fernost.

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