CHUWI HiPad LTE ausprobiert

Chuwi Hipad Lte Case
CHUWI HiPad LTE

Von Chuwi hatten wir schon ein paar Geräte hier im Blog in unseren Tests. Zuletzt war das  CHUWI AeroBook an der Reihe. Im heutigen Artikel geht es nun um das Chuwi HiPad LTE. Das ist ein günstiges 10-Zoll-Tablet inklusive Tastatur-Case.

Was das Gerät so im Alltag leistet, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.

Die technischen Details

  • Prozessor: Helio X27 10-Core mit 2.6 GHz
  • Display: LCD mit 1200×1920 Pixeln
  • Speicher: 3GB RAM und 32 GB interner Speicher
  • Mobilfunk: GSM: 2/3/5/8, WCDMA: 1/2/5/8, LTE: 1/2/3/5/7/8/20/40
  • WLAN: 802.11a, 802.11b und 802.11g – kein 5 GHz
  • USB: Typ-C 2.0
  • Akku: 7000 mAh
  • Maße: 24,2 x 17,2 x 11 cm bei 535g
  • Betriebssystem: Android 8.0 Oreo mit Patch von Mitte 2018

Lieferumfang

Chuwi Hipad Lte

Im Lieferumfang befindet sich das CHUWI HiPad LTE selbst, dazu ein Netzteil mit USB-Anschluss, ein USB Typ-C Kabel, ein SIM-Tool, ein bisschen Papierwerk und ein Case inkl. Tastatur und Trackpad. Das alles zu einem aktuellen Preis von aufgerundet gerade mal 170,- EUR.

Chuwi Hipad Lte Lieferumfang

Chuwi Hipad Lte Case

Zum Chuwi HiPad LTE selbst

Das Tablet selbst hat ein Alughäuse und auf der Rückseite auch Platz für die Lautsprecheröffnung(en). Ton kommt aber hauptsächlich nur aus der rechten Öffnung. Die Klangqualität ist allerdings eher höchstens Mittelmaß.

Chuwi Hipad Lte Lautsprecher

Durch die Platzierung des Lautsprechers auf der Rückseite ist er auch des Öfteren durch die Hand/Finger verdeckt, was die ganze Tonangelegenheit nicht besser macht. Qualitativ geht der Sound zwar schon in Ordnung, aber man darf keine Bässe erwarten und auch der restliche Klang war in meinen Augen – äh Ohren – eher blechern.

Chuwi Hipad Lte Kamera Rueckseite

Ebenfalls auf der Rückseite befindet sich die 5 Megapixel Kamera. Wie für ein Tablet typisch können damit Fotos geschossen werden, die – wenn überhaupt – dann noch OK gehen. Mehr aber ganz sicher nicht. Ein Schnappschuss hier und da klappt damit eventuell, aber im Grunde war jedes Foto eher verwaschen.

Ich würde sogar so weit gehen, dass damit selbst Videotelefonie (Frontkamera) eher verwaschen und eher unbrauchbar ist.

Wenn wir weiter um das Gerät rumgehen finden wir seitlich angebracht die Lautstärke- und Power-Taste auf einem dunkel abgesetzten Plastikstreifen.

Chuwi Hipad Lte Tasten Seitlich

Die Tasten lassen sich gut drücken und geben keinen Grund zur Kritik.

Auf der anderen Seite sind die Anschlüsse für das Tastaturcase und die Halterungen, welche das Tablet magnetisch am Case festhalten. Die Halterung an sich ist prima. Da mache ich mir keine Sorgen. Allerdings funktionierte der Klappmechanismus in meinem Fall so gut wie nie.

Chuwi Hipad Lte Anschluesse Case

Also entweder stelle ich mich hierfür einfach zu doof an, oder es fehlt ein Magnet oder der Magnet hält nicht genug, oder … Ich kann das Tablet nur schräg hinstellen und dabei den Deckel des Cases zur Stütze machen und sobald ich die Finger wegnehme, klappt das Tablet wieder zurück! Und das egal wie herum ich die Rolle falte.

Chuwi Hipad Lte Case Umgeklappt

Die Tastatur an sich lässt sich gut bedienen. Der Druckpunkt ist zwar nicht so super zu fühlen, aber dennoch konnte ich im Test gut damit schreiben.

Wenn das Tablet mal für ein paar Sekunden aufrecht stehen blieb oder an irgendwas angelehnt wurde. Das Trackpad reagiert auch gut und so ist es umso bedauerlicher, dass der Stand-Mechanismus einfach nicht hält.

Auf der Oberseite ist der Klinkensteckeranschluss und der Slot für die Nano-SIM und die MicroSD-Speicherkarte. Farblich sieht man leider einen großen Unterschied zwischen Slot und Gehäuse.

Laut Spezifikation wird das in Deutschland nötige Band 20 für LTE vom Tablet unterstützt. Allerdings habe ich in einem Speed-Test gravierende Unterschiede zwischen dem Tablet und meinem Mate 20 Pro festgestellt. Während das Smartphone knappe 50 Mbps im Download erreichte, kam das Tablet an derselben Stelle und mit derselben Karte gerade mal auf 10 Mbps.

Das verbaute 10,1 Zoll Display ist ein LCD mit 1920×1200 Pixeln Auflösung. Farblich geht das absolut in Ordnung, wenn auch die Farben mit AMOLED kräftiger sein würden. Die Blickwinkel gehen ebenfalls in Ordnung. Auf dem Display ist von Werk aus eine Schutzfolie angebracht.

Darauf noch eine Schutzfolie (?!), die vor der ersten Nutzung noch abgezogen werden muss. Teilweise wurden meine Eingaben vom Touchscreen träge erkannt. Ob das nun am verbauten Display selbst oder an der Schutzfolie lag, kann ich nicht sagen.

Zum Glück erwartet uns in diesem Tablet noch keine Notch. So bleibt oben und unten genügend Rand, um das Tablet auch quer bequem halten zu können und die Frontkamera findet Platz im dunklen Gehäuserahmen.

Chuwi Hipad Lte Kamera Front

Der 7.000 mAh Akku macht seine Arbeit gut und man kommt damit im Schnitt auch über den Tag. Das kommt natürlich sehr darauf an, was ihr mit dem Tablet anstellt.

Verbaut wurde ein USB Typ-C Anschluss, der aber zumindest in meinem Fall teils komisch reagierte. Je nachdem ob das Tablet eingeschaltet war oder nicht wurde schneller geladen oder nicht. Auch hielt das Tablet im Standby „nur“ 2-3 Tage durch. Beinahe als würde etwas nebenher am Akku ziehen.

Als Firmware wurde auf dem HiPad LTE Android O installiert. Sicherheitspatch von Juni 2018. Gleich zu Beginn nach dem üblichen Installationsassistenten wurde ein Update angeboten (chinesischer Changelog). Nach dem Update stand dann aber immer noch Android O und Patch Juni 2018 in den Systemeinstellungen.

Zum Einsatz kommt ein MT6797 X27 10-Core-Prozessor. Dieser erreicht im AnTuTu zwischen 90.000 und 100.000 Punkte. Das hört sich in der Preisklasse gar nicht so schlecht an. Aber selbst bei dem alten Betriebssystem kann er wohl die Leistung nicht entfalten und es ruckelt selbst beim Wischen über die Homescreens.

Das Betriebssystem (Android O) ist auf den ersten Blick völlig frei von Bloatware. Um mal hier und da ein Office-Dokument zu erstellen/bearbeiten sollte das Tablet absolut prima geeignet sein. Auch kleine Spiele hier und da dürften keine Probleme bereiten. Für sehr viel mehr ist aber in meinen Augen der verbaute Prozessor nicht geeignet. Zumindest, wenn man einigermaßen ruckelfrei arbeiten möchte.

Und sonst noch?

  • Das Tablet wird von Netflix nicht für HD-Inhalte erkannt.
  • Das HiPad LTE unterstützt entweder 2 NanoSIM oder 1 NanoSIM und 1 MicroSD-Speicherkarte.

Fazit zum Chuwi HiPad LTE

Wie fange ich am besten mit dem Fazit an? Das HiPad LTE kam in diesem Artikel nicht unbedingt sehr gut weg. Aber am Ende kommt es wie immer darauf an, was ihr damit vorhabt.

Zum mal hier oder da einen Film anschauen, ein kleines Dokument zu bearbeiten oder die Mails auf dem Sofa checken (sofern man nicht das Tastaturcase nutzen möchte!) – genügt das Tablet auf jeden Fall.

Abgesehen davon bleibt im Grunde nur zu sagen:

You get, what you’ve paid for!

Ein wirklich günstiges 10,1 Zoll Tablet mit gutem Display und nicht ganz so starkem Prozessor/Akku. Wem das genügt, der darf für den Preis von aktuell 169,- EUR inklusive Case zuschlagen.

Wertung des Autors
Michael Meidl bewertet CHUWI HiPad LTE mit 2.5 von 5 Punkten.

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