DSL-Drosselung: Telekom-Chef René Obermann äußert sich

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Während der Vorstellung der Quartalszahlen hat sich heute Telekom-Chef René Obermann zum Thema der Datendrosselung der Telekom geäußert. Wie zu erwarten war, versucht er weiterhin die Änderungen zu verteidigen, ohne auch nur ansatzweise die Probleme anzusprechen. Wie auch von der Pressestelle und vielen anderen Medien wird immer wieder das Jahr 2016 in den Raum geworfen, vorher wolle man ja gar nicht drosseln. Hat der Kunde auf solche Aussagen einen rechtlichen Anspruch? Natürlich nicht, denn es zählt einzig und allein was im Vertrag steht und das ist glasklar formuliert.

Er spricht von hohen Investitionen ins Netz, auch das hören wir nicht zum ersten Mal. Auch lässt er erstmals verlauten, was es denn die angeblichen „Intensivnutzer“ kosten würde, eine echte Flatrate zu bekommen (Hervorhebung von uns):

Durch Angebote für Durchschnittsnutzer, bei denen soviel Datentransport vom Grundpreis abgedeckt sei, wie die große Mehrzahl der Kunden tatsächlich benötigt. Und mit Angeboten für wenige Prozent Intensivnutzer, die ein unbegrenztes Datenvolumen beinhalten, die dann aber auch ein paar Euro teurer sein werden – aus heutiger Sicht zwischen 10 und 20 Euro im Monat. […] Wir wollen auch in Zukunft Flatrates anbieten.

Natürlich sind diese Aussagen PR-Arbeit vom feinsten. Denn Kunden die an ihrem Anschluss maximal 16 Mbit/s bekommen (das sind mehr als die Telekom öffentlich kundtut) und daher bereits ab 75 GB gedrosselt werden sollen, sind sicher keine „Intensivnutzer“, sie haben schlichtweg die *****karte gezogen. Wenn man derzeit von einem ganz normalen Wachstum des Datenvolumen ausgeht, sind die Drosselgrenzen, die bereits jetzt in den Verträgen verankert sind ebenso nichts, was nur „Intensivnutzer“ übers Netz verbraten, sondern in ein paar Jahren wahrscheinlich jeder Normalo.

PS: Ein 90 Minuten Spielfilm bei Watchever verbrät in SD 1GB und in HD 2 GB an Daten.

Quelle Telekom

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