Fuba WebJack 5030 und 5560 WLAN ausprobiert

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Das altbekannte Problem in unserer heutigen Hightech-Welt ist das zu schwache WiFi. Wer kennt es nicht? Man ist 1-2 Zimmer vom heimischen WLAN-Router entfernt und könnte dringend einen Balken mehr WLAN-Empfang brauchen? Für diesen Fall sind WLAN-Repeater auf dem Markt, die ein schlechtes WLAN etwas verstärken sollen. Wenn man ein eigenes Haus hat, kann man sich auch meterweise LAN-Kabel durch die Bude hauen und somit alles perfekt einrichten. Weil man aber im Normalfall keinen Kabelsalat in der Wohnung liegen haben möchte, hat die Firma Fuba dafür eine spezielle Lösung, die so einfach wie auch genial ist, im Sortiment.

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Dazu wird das Netzwerk-Signal über die normalen Stromleitung erweitert. Im Normalfall existiert ein abgetrennter Stromkreis in einer Wohnung. Innerhalb dieses Stromkreises kann das WebJack-Sortiment das heimische WLAN erweitern. Dieses Prinzip existiert nun schon eine ganze Weile auf dem Markt und ist natürlich nicht neu, aber viele kennen es evtl. nicht und deshalb wollte ich mal ein paar Eindrücke von der Installation und den anschließenden Messwerten schildern.

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Da ich den Schreibtisch fast schon in einer Art „Stahlbeton-Bunker“ stehen habe, kommen von dem ursprünglichen WiFi-Signal nur noch knapp 10 % in einem Zimmer an. Deswegen wollte ich das Konzept des WiFi aus der Steckdose schon immer ausprobieren. Im Test werden nun also der Fuba Webjack 5030 und der Webjack 5560 WLAN etwas genauer betrachtet.

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Der Verpackungsinhalt ist bei beiden Geräten ungefähr gleich. Einmal findet man in der Verpackung das Gerät selbst, die Bedienungsanleitung und auch die digitale Version der Bedienungsanleitung, welche witzigerweise auf einer MiniCD ausgeliefert wird. Das habe ich seit Jahren nicht mehr gesehen :-) Die Installation der beiden WebJacks ist wirklich unkompliziert. Es wird einfach nur das mitgelieferte LAN-Kabel in das Webjack 5030 und in den schon vorhandenen Router eingestöpselt und das Gegenstück (Webjack 5560) in eine andere Steckdose im Haushalt gepackt und ein LAN-Kabel vom 5560 in den heimischen PC. Das war auch schon die komplette Hardware-Installation. Nachdem man dies getan hat, geht es daran die beiden Fuba-Geräte sicher miteinander über die Stromleitung zu verbinden. Hierfür wird an dem 5030 einfach kurz der unten angebrachte Knopf und am 5560 der unterste der 3 vorhandenen Knöpfe (mit dem Häuschen) gedrückt. Die Kopplung geht relativ fix und die Verbindung müsste stehen. Eine erfolgreiche Kopplung sieht man an den blinkenden LED’s des 5560.

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Man kann den WebJack 5560 auch als Repeater nutzen. Dies ist natürlich besonders dann sinnvoll, wenn man das WiFi auch ohne den „Stromleitungs-Umweg“ erweitern möchte. Um das WLAN zu aktivieren, muss man nach der eben erwähnten Installation die IP des Webjack 5560 in den Browser eingeben. Anschließend öffnet sich die Weboberfläche, in der man wie bei einem normalen Router die ganzen WLAN-Feinheiten einstellen kann. Beispielsweise ob man ein 2,4GHz oder ein 5GHz Netz haben möchte usw.

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An den 5030 kann man auch noch ein weiteres Gerät per LAN anschließen und somit hat man auch den „verlorenen“ LAN Port wieder. Der 5560 hat sogar gleich 3 LAN Port’s zu verbuchen. Laut Verpackung ist eine Übertragungsrate von bis zu 300MBit’s möglich. Das sind natürlich theoretische Werte unter Optimalbedingungen, welche in der Realität meist nicht erreicht werden. Dies kann eine sehr lange Strecke zwischen den beiden Geräten als Grund haben, oder sehr alte Stromleitungen etc.

Im Speedtest konnte das Netz per WLAN Werte von 17,77 MBit’s Down und 2,47 MBit’s Up mit einem Ping von 25ms aufweisen. Wenn ich die Geschwindigkeit per LAN und mit dem 5560 teste, bekomme ich sogar Werte von 19,42 Down und 2,49 Up. Der Ping liegt in diesem Fall bei 22ms.

Fuba Lan

 

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Die Werte sind für meine Wohnung bzw. speziell dieses Zimmer wirklich gut. Es gibt aber auch negative Seiten am Netz aus der Steckdose. Sobald in meinem Test mehr als ein Gerät mit dem 5560 verbunden war, ging die Geschwindigkeit gleich spürbar in die Knie. Angeschlossen waren dann beispielsweise ein MacBook Pro (per LAN), ein normaler Kabel-Receiver (auch wieder per LAN) und ein Note 3 das per WiFi verknüpfelt war. Ich musste nicht mal einen Speedtest machen, um herauszufinden das der Durchsatz um einiges schlechter war. Eine Messung ergab dann, dass nur noch rund 13 MBit’s Down messbar waren.

Fazit

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Im Vorfeld habe ich viel von Problemen mit dem Internet aus der Steckdose gelesen. Etwa sobald mal eine Stromspitze durchs Netz geht etc. In meinem Test funktionierte das Netz aber sehr zuverlässig und schnell. Lediglich bei mehreren Abnehmern ging die Geschwindigkeit in den Keller. Im Prinzip ist es aber eine mittlerweile sehr solide wenn auch preislich nicht ganz günstige Lösung. Der WebJack 5560 schlägt aktuell mit knapp 100,- EUR zu Buche und der WebJack 5030 kostet auch nochmal gute 40,- EUR zusätzlich. Ob man dann lieber für teils weniger als die Hälfte einen AP kauft, oder doch lieber das System aus der Steckdose nutzen möchte, weil man evtl. eine größere Strecke überbrücken möchte, muss man dann für sich selbst entscheiden. Meine Frage zum Schluss wäre also, wie ihr eure Wohnung/Haus vernetzen würdet?

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