Gigaset GS160 Einsteiger-Smartphone im Test

Vor ein paar Tagen traf das Gigaset GS160 Smartphone mit Android als Betriebssystem bei uns für einen Test ein. Nachfolgen lest ihr meine Eindrücke zu dem Gerät.

Das Einsteiger-Smartphone ist aktuell zu einem Preis von gerade mal 150,- EUR erhältlich, besitzt aber trotzdem Finessen, wie beispielsweise einen Fingerabdrucksensor auf der Rückseite. Wie sich das 150,- EUR Handy im Alltag schlägt, könnt ihr in den folgenden Zeilen lesen.

Die wichtigsten technischen Details des Gigaset GS160

  • Fingerabdrucksensor mit Multi-Funktionen
  • 13 MP Kamera und 5 MP Frontkamera mit Panorama- und Beauty-Modus, Gestensteuerung
  • Betriebssystem AndroidTM 6.0 Marshmallow
  • Dual-SIM
  • Smart Features: Smart Draw und Screenshots
  • 4G LTE-Datenverbindung
  • Austauschbarer 2500 mAh Li-Ionen-Akku
  • 5’’ IPS HD-Touch-Display, 1280 x 720 Pixel, 294 PPI
  • Prozessor: MT6737 MediaTek Quad-Core 1,3 GHz und Mali-T720 MP1 GPU
  • Speicher: 16 GB intern per MicroSD erweiterbar, 1 GB RAM

Lieferumfang GS160

Im Lieferumfang des Gigaset GS160 befinden sich die üblichen Verdächtigen. Bei der UVP hatte ich ursprünglich gedacht, dass evtl. Dinge wie ein Netzteil rausgelassen werden, aber es befindet sich Handy, nebst Akku, nebst dem üblichen Papierwerk, einem Nano->MicroSIM-Adapter, MicroUSB-Kabel und Netzteil mit USB-Anschluss im Lieferumfang.

Lediglich an den Ohrhörern wurden gespart, aber selbige sind meist ja eh nur günstige Lösungen und werden entweder durch hochwertigere Exemplare ersetzt, oder sowieso nicht genutzt.

Zum Gigaset GS160 selbst

Das GS160 ist beim ersten entnehmen wirklich super leicht, da zum einen viel Plastik verbaut wurde, aber zum anderen auch der wechselbare 2500 mAh Akku erst eingelegt werden muss. Die Verarbeitung an sich ist gut und absolut angemessen. Unter der abnehmbaren Akku-Abdeckung finden wir insgesamt drei Einschübe.

Einmal kann hier der Speicher mittels MicroSD-Speicherkarte erweitert werden und zum anderen sind noch zwei weitere Einschübe für die beiden SIM-Karten verbaut worden.

Seitlich rechts ist der Power-Button und die Lautstärkewippe, unten der Micro-USB-Anschluss, oben der Klinkenstecker und links befindet sich nichts. Auf der Rückseite ist neben der Kamera BLA Lautsprecher auch ein Fingerabdrucksensor verbaut worden. Dieser ist in Sachen Erkennungsrate ganz in Ordnung und erkannte meinen Zeigefinger in geschätzt 90 % aller Fälle zuverlässig. Lediglich die Geschwindigkeit wäre hier noch Verbesserungswürdig.

Ein Typ-C USB-Anschluss wurde noch nicht verbaut, deshalb wird das GS160 über den auf der Unterseite leicht seitlich angebrachten MicroUSB-Anschluss aufgeladen.

Als Display wurde ein 5 Zoll Display mit einer HD-Auflösung von 1280×720 Pixeln verbaut. Es ist auch aus schlechten Blickwinkeln noch gut ablesbar, wenn es dann aber auch in der Farbwiedergabe etwas nachlässt. Generell ist es doch sehr hell, und stellt schwarze Flächen doch leuchtend grau dar. Man muss aber hier klar wieder den Preis des Smartphones im Kopf behalten. Das geht also schon in Ordnung.

Im Inneren wurde ein MediaTek Quadcore-Prozessor verbaut, welcher auch für die meisten Tätigkeiten genügt. AnTuTu spuckt hier Benchmark-Ergebnisse um die 30.000 Punkte aus. Zum Vergleich: Aktuelle Oberklasse liegt hier bei Werten jenseits der 130.000 Punkte.

Ich habe testweise einen Großteil meiner sonst üblichen (ca. 100) Anwendungen auf das Telefon gepackt. Damit ist das Gerät dann aber verständlicherweise überfordert. Ein Aufruf der Facebook-App dauert dann schon mal eben mehrere Sekunden und man muss darauf achten, dass Anwendungen nicht den Arbeitsspeicher blockieren. Das Gerät wieder zurückgesetzt und lediglich ca. 10 Apps installiert, ist aber alles wieder in Ordnung.

Apps öffnen dann wieder in akzeptabler Zeit, aber alles in allem ist es eben ein Zeichen dafür, dass der Arbeitsspeicher von 1 GB schon sehr nah an der Untergrenze liegt.

Vom internen Speicher in Höhe von 16 GB sind von Werk aus noch ca. 10,5 GB verfügbar. MicroSD-Karten kosten aber ja wirklich nicht mehr die Welt und ermöglichen hier ein einfaches erweitern des Speichers, um beispielsweise Fotos direkt auf der Karte speichern zu lassen.

Dem Gigaset GS160 wurde auf der Rückseite unterhalb der Kamera und des LED-Blitz noch ein Fingerabdrucksensor verbaut. Dieser reagiert sehr zuverlässig, wenn auch längst nicht so schnell, wie beispielsweise ein aktuelles Honor oder Huawei-Gerät. Mit diesem Sensor lassen sich abgesehen von der Entsperr- und der Sicherheitsfunktion auch noch diverse andere Dinge erledigen.

Langes Drücken des Fingerabdrucksensors bietet unter anderem auch die Möglichkeit ein Foto zu schießen, die Kamera zu öffnen, einen Anruf anzunehmen und den Weckruf auszuschalten. Das GS160 versteht auch auf das Display gemalte Buchstaben. So kann beispielsweise festgelegt werden, dass ein gemaltes C die Kamera öffnet, oder auch der berühmte Doppel-Tap das Gerät aus dem Standby holt. Drei Finger von oben nach unten wischen macht auf Wunsch einen Screenshot.

OS und Systemoberfläche des GS160

Das Gigaset GS160 wird mit Android 6.0 ausgeliefert. Die Oberfläche ist dabei praktisch komplett Stock-Android. Vielleicht auch gerade deshalb läuft das Handy im Grunde auch mit 1 GB RAM ganz rund, sofern man es nicht mit dem installieren zu speicherhungriger Anwendungen übertreibt.

Über die Quick-Toggles ist zudem auch ein Power-Save-Mode aktivierbar. Damit wird die Oberfläche auf ein paar wenige Grundfunktionen eingeschränkt. Über vier große Icons sind dann lediglich noch Anrufe zu tätigen, Kontakte und SMS aufrufbar und einen Zugriff auf die Uhr/Wecker gibt es auch noch.

Die restlichen Apps (hervorzuheben wäre noch ein UKW-Radio) sind ebenfalls Stock und bis auf wenige Apps, wie der TankenApp und einer T-Online-Anwendung ist keine weitere Bloatware vorinstalliert. Die eben erwähnten Apps können aber ganz normal über die Einstellungen deinstalliert werden.

Kamera des Gigaset GS160

Von der Kamera des GS160 war ich vor allem in diesem Preissegment doch angenehm überrascht. Natürlich gibt es keine 4K Videoaufnahme oder dergleichen, aber wenn das Licht stimmt können die Fotos durchaus überzeugen. Die folgende Galerie auf Google+ zeigt ein paar Beispielfotos:

Und sonst noch?

  • Telefonieren kann das GS160 natürlich auch. Mir wurden keine Störgeräusche oder dergleichen von meinen Gegenüber genannt.
  • Datenverbindungen sind auch mit LTE möglich.

  • Der nicht fest verbaute 2500 mAh Akku brachte mich immer gut über den Tag. Dabei waren social Media ebenso dabei, wie installieren von Apps, testen der Kamera usw. Das kommt aber am Ende natürlich wie immer auf die Nutzung des Handys an, aber ein Tag ist absolut drin. Im Falle des GS160 könnte man zur Not ja noch den Akku wechseln, falls mal sehr viel mit dem Handy gemacht wird.

Fazit zum Gigaset GS160

Gutmütig könnte ich nun etwas schreiben, wie beispielsweise „man bekommt, was man bezahlt“ – aber der Arbeitsspeicher ist in meinen Augen ein nicht zu verachtender Flaschenhals. Es gibt Geräte von Vernee (Thor) für sogar weniger Geld mit mehr Arbeitsspeicher, oder mit wenigen EUR Aufpreis sogar ein Huawei P8 Lite. Hier dürfte es das Gigaset GS160 nicht gerade einfach haben sich zu positionieren, auch wenn es Preis/Leistungstechnisch in vielen Punkten absolut in Ordnung ist.

Wertung des Autors

Michael Meidl bewertet Gigaset GS160 mit 3.2 von 5 Punkten.

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