Lenovo kauft Googles Motorola-Anteil

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Es ist noch nicht mal drei Jahre her, dass Google über 12 Milliarden Dollar für Motorola Mobility hinlegte. Mehrere Medien berichteten heute Abend, dass man sich jetzt schon wieder aus dem Geschäft verabschieden wird. Wenige Minuten später bestätigte Google das Gerücht in seinem offiziellen Blog.

Knapp 3 Milliarden Dollar wird Lenovo für Motorola Mobilty hinlegen, dieses Gerücht machte heute Abend in mehreren Quellen die Runde. Nicht mal drei Jahre nach dem Kauf von Motorola Mobility verabschiedet sich Google also wieder von diesem und übergibt das Zepter an Lenovo. Für Lenovo soll der Deal ein weiterer Schritt in den lukrativen Smartphone-Markt sein. Das Unternehmen konnte hier in den letzten Jahren kaum Fuß fassen. Das soll sich in Zukunft ändern. Mit Motorola kauft man sich das dafür nötige Wissen. Das kostet Lenovo immerhin weniger, als Microsoft.

Lenovo ist in Kauflaune, vor wenigen Tagen kaufte man sich für 2,3 Milliarden Dollar ins Server-Geschäft bei IBM ein. Die Patente werden aber erst mal weitestgehend bei Google bleiben. Im Blog-Post bestätigte man, dass Motorola bei Lenovo wohl besser aufgehoben und dies für das Ökosystem von Android ein Vorteil sei. Google wird den Fokus also wieder auf Software rücken, das mit der Hardware lief anscheinend nicht so gut, wie man sich das 2011 vorgestellt hatte. Das bezieht sich allerdings nur auf Smartphones, andere Geschäftsbereiche sind damit in Zukunft nicht ausgeschlossen.

„The smartphone market is super competitive, and to thrive it helps to be all-in when it comes to making mobile devices. It’s why we believe that Motorola will be better served by Lenovo—which has a rapidly growing smartphone business and is the largest (and fastest-growing) PC manufacturer in the world. This move will enable Google to devote our energy to driving innovation across the Android ecosystem, for the benefit of smartphone users everywhere.“

Als Beispiel für andere Geschäftsbereiche bei der Hardware wirft Google auch den Begriff „Wearables“ in den Raum. Dieser Bereich sei anders, hier wird man weiterhin aktiv sein. Bis der Deal genehmigt ist, läuft das Geschäft erst mal wie gewohnt weiter. Ein Schritt, mit dem wohl erst mal keiner gerechnet hätte. Noch sind einige Fragen offen, diese werden sich dann aber sicher noch in den kommenden Tagen klären.

quelle google


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