Erst angekündigt, jetzt umgesetzt: Das soziale Netzwerk Mastodon startet ab sofort auf mastodon.social in Version 5.0 und überarbeitet dafür seine Weboberfläche grundlegend.
Nach einer ersten Vorschau im August hat das Entwicklerteam weitere Details zum kommenden Update veröffentlicht. Im Mittelpunkt stehen eine einfachere Bedienung, eine übersichtlichere Navigation und zahlreiche Anpassungen, die auf Rückmeldungen aus der Community zurückgehen.
Das neue Mastodon-Design gefällt mir grundsätzlich, es schaut in meinen Augen aber schon arg aus wie ein Twitter/X-Clone.
Mastodon 5.0: Neuer Beitragseditor und mehr Einstellungen
Eine der auffälligsten Änderungen betrifft das Verfassen von Beiträgen. Der bisher fest integrierte Editor wird durch ein ausklappbares Eingabefeld ersetzt, das nun am unteren Bildschirmrand mittig positioniert ist. Laufende Entwürfe bleiben beim Minimieren erhalten.
Auch die Beiträge selbst erhalten eine überarbeitete Darstellung. Hinzu kommen fünf Farbvarianten und zusätzliche Möglichkeiten, den eigenen Feed anzupassen.
Zu den weiteren Neuerungen gehören:
- Vereinfachte Einstellungen für die Sichtbarkeit von Beiträgen
- Getrennte Optionen für sensible Medien und Inhaltswarnungen
- Direktes Folgen und Entfolgen von Hashtags in Beiträgen
- Ausblenden eigener Beiträge und Boosts im persönlichen Feed
- Ausblenden der Boosts anderer Nutzer über das Beitragsmenü
Einige ursprünglich geplante Bedienkonzepte wurden nach Nutzertests nochmals verändert. Mastodon versucht damit, den Einstieg für neue Nutzer zu erleichtern, ohne erfahrenen Anwendern zu viele Möglichkeiten zu nehmen.
Veröffentlichung von Mastodon 5.0 rückt näher
Auf Servern mit Nightly-Entwicklungsupdates ist das neue Design bereits verfügbar. Soeben wurde zudem die Aktivierung auf mastodon.social vollzogen. Jetzt soll eine erste Betaversion für Serveradministratoren erscheinen. Die allgemeine Veröffentlichung ist in einigen Wochen geplant.
Nicht alle Bereiche werden sofort modernisiert. Unter anderem benötigen Suche, Einstellungen, Nachrichten und Benachrichtigungen weitere Überarbeitungen. Besonders die Suche und das Entdecken neuer Inhalte sollen künftig Priorität erhalten.
Der Umbau ist damit eher ein größerer Neustart der Bedienoberfläche als ein abgeschlossenes Designprojekt. Gerade die vereinfachte Navigation könnte Mastodon zugänglicher machen, denn bisher erforderte das Netzwerk durchaus etwas Einarbeitung.
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