Mercedes-Benz CLA besteht anspruchsvollen Seitencrashtest

Mercedes-Benz hat zwei CLA-Modelle bei einem öffentlichen Kreuzungs-Crashtest mit jeweils 56 km/h aufeinanderprallen lassen.

Bei dem Versuch fuhr ein CLA Shooting Brake mit elektrifiziertem Verbrennungsmotor in die Fahrerseite eines vollelektrischen CLA. Beide Fahrzeuge wogen jeweils mehr als zwei Tonnen und wurden vor dem Aufprall nicht abgebremst. Laut Hersteller handelt es sich um den weltweit ersten öffentlichen Test dieser Art.

Mercedes-Benz CLA: Crashtest zeigt stabilen Insassenschutz

Nach Angaben von Mercedes-Benz blieben die Fahrgastzellen beider Fahrzeuge stabil. Die Messwerte aller acht eingesetzten Crashtest-Dummies, die vier Erwachsene und vier Kinder repräsentierten, lagen unterhalb der biomechanischen Grenzwerte. Diese dienen zur Bewertung möglicher Verletzungsrisiken.

Auch die Hochvoltbatterie des elektrischen CLA blieb trotz des direkten Seitenaufpralls unbeschädigt. Gerade bei Seitenkollisionen ist der verfügbare Raum zur Aufnahme der Aufprallenergie vergleichsweise gering.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

Der Versuch geht über übliche gesetzliche Crashtest-Anforderungen hinaus. Standardisierte Seitenaufpralltests arbeiten normalerweise mit Barrieren oder beweglichen Stoßwagen. Mercedes-Benz nutzte dagegen zwei fahrende Serienfahrzeuge.

Nach Herstellerangaben fließen Erkenntnisse aus rund 6.000 untersuchten Verkehrsunfällen in die Fahrzeugentwicklung ein. Jedes neue Modell durchläuft etwa 15.000 virtuelle Unfallsimulationen und rund 150 physische Crashtests.

Neue Rettungsinformationen ab 2027 geplant

Zusätzlich präsentierte Mercedes-Benz erstmals seine sogenannte Rescue Intelligence. Das ab 2027 schrittweise geplante System soll Rettungskräften bereits während der Anfahrt wichtige Fahrzeugdaten bereitstellen.

Dazu gehören je nach technischer Verfügbarkeit Informationen über Insassen, Airbags, Sicherheitsgurte, geöffnete Türen sowie Batterietemperatur und Hochvoltsystem.

Der öffentliche Versuch liefert durchaus interessante Ergebnisse. Er ersetzt allerdings keine unabhängige Sicherheitsbewertung. Besonders relevant ist, dass Mercedes-Benz hier ein anspruchsvolles Unfallszenario untersucht, das über die üblichen Prüfbedingungen hinausgeht.

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