Nio ist mit Elektroautos in Deutschland am Ende

Nio wurde zum Start, wie viele Marken, die früh mit Elektroautos zu uns kamen, als Konkurrenz für Tesla gesehen. Doch man sah sich selbst, wie viele Marken aus China, eher als Konkurrenz zu BMW, Audi und Mercedes, sprich als Premiummarke.

Eigentlich logisch, denn Tesla ist günstiger und da kann man, wenn man mit Autos etwas verdienen möchte, nicht mithalten. Doch viele Marken haben nach einem guten Start, bei dem es teils echte Angebote gab, ihre Grenzen schnell erkannt.

Nio ist in Deutschland nicht relevant

Und bei Nio sieht es nicht anders aus, denn man baut das Netz mit Stationen für Wechselakkus nicht mehr groß aus und schließt Standorte. Laut „Electric Vehicles“ wird man sich noch 2026 vom Nio Hub in Köln und Weiterstadt (Frankfurt) trennen.

Damit bleibt nur noch München als letzter Hub übrig. So sieht keine Offensive auf einem Markt aus und die Zulassungszahlen sind schockierend, bisher konnte Nio keine 20 Autos in diesem Jahr verkaufen. Wobei nur 19 Autos zugelassen wurden und da sicher eigene Modelle dabei sind, man verkauft also eigentlich keine Autos.

Nio will Europa (noch) nicht verlassen

Vor ein paar Tagen hat Nio erst noch betont, dass man sich nicht von Europa trennt, aber die Taten sprechen aktuell eine andere Sprache. Die Marke wächst wieder, nur nicht in Europa. Der Fokus von Nio liegt derzeit komplett auf dem Heimatmarkt.

Ich sehe das ähnlich wie bei Polestar, denn auch Nio hat sich einfach nur eine sehr schwierige Zielgruppe gesucht. Premiumkunden sind in Europa treu und auch die Marken technisch ebenbürtig oder teilweise besser. Wenn man sich nicht abhebt oder preislich attraktiver ist, dann gibt es für viele keinen Grund zum Wechseln.

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