Samsung HW-F750 AirTrack Soundbar und Subwoofer im Test

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Für ein paar Tage hatte ich das Vergnügen und konnte mein Wohnzimmer mit der Samsung HW-F750 Soundbar mit Röhrenverstärker und Subwoofer beschallen lassen. Die beiden Komponenten dürften optisch perfekt in die heutigen Wohnzimmer passen, da die Soundbar selbst sowohl flach an die Wand gehängt oder auch unter bzw. vor den Flachbildschirm gelegt werden kann. Vor dem Kauf hat der Anwender auch noch die Qual der Wahl und kann zwischen der schwarzen und der silbernen Variante auswählen.

Lieferumfang

  • Soundbar
  • Subwoofer
  • Fernbedienung
  • Einmessmikrofon
  • Audiokabel (Klinke)
  • USB-Verlängerung hilfreich bei Wandmontage

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Technische Details

  • Einmessmikrofon
  • Ausgangsleistung RMS (Watt) 310 W
  • System/Kanäle 2.1
  • Subwoofer 150 W 3 ohm
  • Front 2 Wege 3 Lautsprecher
  • Front Speaker Power 2x ( 40 W x 2 )
  • Röhrenverstärker
  • USB, SoundShare, Bluethooth, Anynet+, Audio Return Channel)
  • HDMI-Eingang
  • optischer Audio-Eingang
  • Nettogewicht Set 3,5 kg
  • Nettogewicht Subwoofer 7,25 kg
  • Maße Soundbar 943 x 57 x 117 mm
  • Maße Subwoofer 291 x 369 x 291 mm

Zum Gerät

Der Aufbau gestaltet sich sehr leicht. Je nachdem ob man einen entsprechenden Fernseher hat, der womöglich auch (Samsung) Soundshare unterstützt, sind für die Verbindung der Lautsprecher mit dem TV nicht einmal Kabel nötig. Für Leute ohne Samsung TV, wie beispielsweise mich, gibt es aber noch die Option nur den Subwoofer schnurlos mit der Soundbar zu koppeln und die Soundbar dann per optisches, oder Klinkensteckerkabel oder auch via HDMI zu verbinden.

Vorher benötigen Sub und Bar noch eine Portion 220V und das Einpassmikro sollte noch angestöpselt werden damit die 310 Watt aus der Röhrenvorstufe auch auf den Anwender einprasseln können.

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Jetzt folgt ein kurzes Einstellen der Lautstärke usw. über das Mikrofon-Signal und anschließend kann über ein stylisches Display, Touch-Bedienelemente oder die beigelegte Fernbedienung die Anlage gesteuert werden. Das Display gibt dazu dann nötige Infos wie Lautstärke, Quelle, Fehlermeldungen etc. aus.

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Die Soundbar kann wie Eingangs schon erwähnt hochkant an die Wand gehängt oder liegend z. B. vor den TV gelegt werden. Ein integriertes Gyroskop erkennt die jeweilige Position und passt den Ton entsprechend an. Komfort-Funktionen wie beispielsweise der HDMI-ARC (Audio Return Channel) lassen die Anlage automatisch erkennen ob der Ton nun über die selbige ausgegeben werden soll.

Samsung Air Track Mikro IMG_5306

Sofern das Mikro angeschlossen bleibt, gibt es noch eine sehr interessante Funktion. Diese hört auf den Namen Samsung SmartVolume und passt die Lautstärke entsprechend an, wenn beispielsweise beim Wechsel der Quelle ein größerer Unterschied in Sachen Lautstärke erkannt wird. Das HW-F750 AirTrack System versteht sich auch mit Dolby Digital und DTS und ist damit zumindest nach meinem letzten Stand der Sonos Playbar einen Schritt voraus.

Samsung AirTrack Anschlüsse IMG_5302

Wo wir gerade bei Quellen sind, kann ruhig einer der Vorteile noch einmal erwähnt werden. Die Möglichkeit als Quelle USB, Bluetooth (also auch Smartphone, Tablet o. ä.), Klinkenstecker, HDMI und optisches Kabel nutzen zu können, ist durchdacht und lässt kaum Wünsche übrig.

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Der Soundbar liegt auch eine kleine Fernbedienung bei. Diese ist für meinen Geschmack etwas überladen. Ich würde mir bei einer Soundbar wünschen, auch nur den Sound einstellen zu können, allerdings kann man über HDMI dann wohl auch die angeschlossenen Geräte steuern und dies führt dazu, dass satte 32 Tasten auf der kleinen Fernbedienung angebracht sind. Im Alltag dauert es also ein Weilchen, bis man dann die richtige Tasten findet.

Samsung AirTrack Fernbedienung IMG_5305

Der Klang

Kommen wir aber nun zum wichtigsten Punkt, denn bei einem Sound-System ist ja die Optik eher unwichtig und letztendlich interessiert uns, was der Brüllkasten hergibt. Für mich sehr verstörend ist die Tatsache, dass sich das ausgegebene Material je nach Quelle merklich unterschiedlich anhört. Gerade Bluetooth gibt in meinen Augen das schlechteste Ergebnis ab und ausgerechnet USB empfand ich als beste Quelle. Hier über USB werden laut Samsung die folgenden Formate unterstützt: MP3, WAV, WMA, AAC, OGG und FLAC.

Allerdings sollte USB ja nicht gerade die beste Quelle für eine Soundbar sein, die man eigentlich unter den Flachbildschirm hängt, oder?

Subwoofer IMG_5295

Der Bass bringt durchaus auch die Fenster zur Vibration, allerdings klangen die Lautsprecher und der Subwoofer zumindest nach Einmessung mit dem Mikro nicht ganz so gut, wie ich es auch preislich (UVP) erwartet hätte. Mittlerweile ist das Sound-System in diversen Online-Shops im Schnitt bei 350,- EUR angelangt. In dieser Preisklasse ist die AirTrack Soundbar dann definitiv eine Empfehlung wert!

Der Bass-Würfel brummelt ordentlich vor sich hin, lässt aber auch noch die Mitten durch – das sollte eigentlich nicht sein. Die Soundbar dagegen gibt ihr bestes. Die Mitten und Höhen kommen je nach gewähltem Sound-Motiv (Movie, etc.) dann auch gut rüber und lassen einen Action-Streifen deutlich besser rüberkommen als nur über den Fernseher selbst.

Fazit

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Ich hatte ja schon das Vergnügen die Soundbar und den SUB von Sonos testen zu können und kann mit Fug und Recht sagen, dass der Klang der Samsung HW-F750 nicht an die Sonos-Komponenten rankommt. Allerdings sind diese beiden Gerätschaften der Konkurrenz zusammen auch mehr als doppelt so teuer und somit ist der Vergleich auch nicht ganz fair. Lässt man also Sonos außen vor und betrachtet nur die beiden vorgestellten Komponenten, so wird der Hörer mit gutem Klang und schönem Design belohnt.

Eine Soundbar kommt in meinen Augen bzw. Ohren zwar nicht an ein vernünftiges System mit einzelnen Standboxen heran, aber der Klang ist sehr gut und genügt für Musik-Fans, wie auch zur klanglichen Untermalung eines Action-Streifens auf jeden Fall.

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