Tempo 60 für neue Mopeds: Sachsen startet Bundesratsinitiative

Foto: Markus Spiske / Unsplash

Sachsen will erreichen, dass neue Kleinkrafträder künftig regulär mit bis zu 60 km/h zugelassen werden können.

Das sächsische Kabinett hat am 29. September 2026 eine entsprechende Bundesratsinitiative beschlossen. Der Antrag soll am 16. Oktober eingebracht werden und die Bundesregierung auffordern, sich auf EU-Ebene für eine Änderung der Fahrzeugklassen einzusetzen.

Der Vorstoß geht damit deutlich über die neue Regelung für reimportierte Simson-Fahrzeuge hinaus. Sachsen will Tempo 60 grundsätzlich für neue zwei- und dreirädrige Kleinkrafträder sowie leichte vierrädrige Kraftfahrzeuge ermöglichen. Voraussetzung soll eine reguläre EU-Typgenehmigung sein.

Sachsen will 45-km/h-Grenze für Kleinkrafträder prüfen lassen

Die wichtigsten Punkte der Initiative:

Die derzeitigen 45 km/h beruhen auf europäischen Vorgaben für die Fahrzeugklassen L1e-B, L2e und L6e. Sachsen kann die Grenze daher nicht allein ändern. Nach Ansicht des SMIL sprechen moderne Bremsen, Fahrwerke und Beleuchtung dafür, die bestehenden Vorgaben zumindest neu zu bewerten.

Ich halte die Prüfung für sinnvoll. Dass historische Kleinkrafträder 60 km/h fahren dürfen, moderne Fahrzeuge aber grundsätzlich bei 45 km/h begrenzt sind, ist zumindest erklärungsbedürftig. Entscheidend wird sein, was eine europäische Folgenabschätzung zur Verkehrssicherheit ergibt.

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