Tempo 60 für neue Mopeds: Sachsen startet Bundesratsinitiative
Sachsen will erreichen, dass neue Kleinkrafträder künftig regulär mit bis zu 60 km/h zugelassen werden können.
Das sächsische Kabinett hat am 29. September 2026 eine entsprechende Bundesratsinitiative beschlossen. Der Antrag soll am 16. Oktober eingebracht werden und die Bundesregierung auffordern, sich auf EU-Ebene für eine Änderung der Fahrzeugklassen einzusetzen.
Der Vorstoß geht damit deutlich über die neue Regelung für reimportierte Simson-Fahrzeuge hinaus. Sachsen will Tempo 60 grundsätzlich für neue zwei- und dreirädrige Kleinkrafträder sowie leichte vierrädrige Kraftfahrzeuge ermöglichen. Voraussetzung soll eine reguläre EU-Typgenehmigung sein.
Sachsen will 45-km/h-Grenze für Kleinkrafträder prüfen lassen
Die wichtigsten Punkte der Initiative:
- Bis zu 60 km/h statt derzeit 45 km/h sollen möglich werden.
- Die Regelung soll unabhängig von Hersteller und Fahrzeugmarke gelten.
- Einzelnachweise und historische Sonderregelungen wären nicht erforderlich.
- Verkehrssicherheit und Unfallfolgen sollen auf EU-Ebene untersucht werden.
Die derzeitigen 45 km/h beruhen auf europäischen Vorgaben für die Fahrzeugklassen L1e-B, L2e und L6e. Sachsen kann die Grenze daher nicht allein ändern. Nach Ansicht des SMIL sprechen moderne Bremsen, Fahrwerke und Beleuchtung dafür, die bestehenden Vorgaben zumindest neu zu bewerten.
Ich halte die Prüfung für sinnvoll. Dass historische Kleinkrafträder 60 km/h fahren dürfen, moderne Fahrzeuge aber grundsätzlich bei 45 km/h begrenzt sind, ist zumindest erklärungsbedürftig. Entscheidend wird sein, was eine europäische Folgenabschätzung zur Verkehrssicherheit ergibt.
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Das ist längst überfällig, die Begrenzung auf 45 KMH obwohl Bestandsfahrzeuge 60 fahren dürfen, ist absolut unverständlich und weltfremd. Es würde der individuellen und umweltschonenden Mobilität einen riesengroßen Fortschritt ermöglichen. 👏🛵
Mensch Robert, einer der seltenen Tage, wo wir uns zu 100 Prozent einig sind.
Find‘ ich gut…
Dann müsste man konsequenterweise die historischen Giftgasschleudern aus dem Verkehr ziehen.
Puhh…
Nur um das richtig einzuordnen: meine Zustimmung bezog sich lediglich auf die höher angesetzte Vmax. Mit 45 km/h ist man im Verkehr nämlich ein potentielles Hindernis und wird dadurch mehr Gefahren ausgesetzt. Kenne ich noch aus meiner Jugendzeit (Ende der Siebziger) mit meiner Zündapp (Klasse 5, max. 40 km/h). Meine fuhr zum Glück minimal schneller…; )
Ich bezog mich auf Roberts Einlassung zu umweltschonender Mobilität. :)
Vielleicht hat die Initiative Erfolg und die EU überprüft auch die anderen Tempobeschränkungen. Pedelecs, die bis 30 km/h unterstützen, würden dem weitverbreiteten Tuning ein Ende setzen. Und ein Kleinkraftrad wie ein S-Pedelec mit 60 km/h bewegen zu können – da wäre man in der Tat kein Hindernis mehr auf der Straße. Wobei einige Autofahrer ja immer denken, den Radfahrer vor ihnen überholen zu müssen.