Alcatel One Touch Idol Ultra Testbericht

Alcatel One Touch Idol Ultra

Vor wenigen Wochen hatten wir das Alcatel One Touch Idol für euch getestet (hier geht es zum Testbericht) und heute macht sich das One Touch Idol Ultra auf den Weg, um in den folgenden Zeilen zu zeigen was es kann. Ultra dünn ist auf jeden Fall der Formfaktor des Smartphones. Zuerst aber für das Protokoll noch einmal die wichtigsten technischen Details und der Lieferumfang.

Die wichtigsten technischen Details

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  • Display: 4,7 Zoll AMOLED mit Corning Glass
  • Auflösung: HD 720p mit 720 x 1280 Pixel
  • Prozessor: 1,2 GHz Dual-Core (ARM MT6577)
  • Kamera: 8 Megapixel Kamera mit LED Blitz und 720p Videoaufnahmen und 1,3 Megapixel HD Frontkamera
  • Speicher: 16 GB intern (knapp 13.5 GB verfügbar)
  • Betriebssystem: Android 4.1
  • Größe: 134.4 x 68.5 x 6.45 mm
  • Akku: 1820 mAh

Lieferumfang

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  • Alcatel One Touch Idol Ultra (6033X)
  • Netzstecker
  • UBS-Datenkabel
  • Headset
  • Kurzanleitung
  • MicroUSB-Klinke-Adapter
  • Display-Schutzfolie

Das Gerät selbst hat ein Unibody-Gehäuse und somit keinen wechselbaren Akku. Die Rückseite ist rutschhemmend. Die Technik dahinter nennt sich Oleophobic Coating und sorgt auf der einen Seite für einen matten Look und auf der anderen Seite für das rutschhemmende, fast schon stoffähnliche Feeling. Die Kamera auf der Rückseite ist mittig angebracht und führt deshalb dazu, dass das Handy, sofern man es auf den Tisch o. ä. auflegt, bei der Bedienung etwas wackelt. Bedingt durch die sehr dünne Bauform wurde beim Ultra auf einen Klinkenstecker-Anschluss verzichtet und dem Smartphone ein kleiner Adapter beigelegt, welcher den oben, unter einer verschließbaren Klappe angebrachten Micro-USB-Port zu einem Klinkenstecker-Anschluss umfunktioniert.

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Ich für meinen Teil finde dies gut gelöst und würde den Adapter einfach direkt an meinem genutzten Kopfhörer angeschlossen lassen. Sollte man den Adapter mal nicht dabei haben, kann man das hören der Lieblings-Mucke über das Smartphone allerdings vergessen.

Für das Display wurde beim Ultra ein HD Amoled Display verbaut, im Gegensatz zum IPS beim Idol. Dies führt wie man es schon erwarten konnte zu den bekannten Vor- und Nachteilen. Auf der einen Seite ist der Schwarzwert ein Traum und man erkennt beinahe nicht wo das Display anfängt und der Rahmen drumrum aufhört. Auf der anderen Seite sind die Farben einfach ein wenig „übersteuert“. Die meisten dürfte das aber nicht stören, da man sich schnell daran gewöhnt. Die Qualität des verbauten Displays finde ich aber insgesamt sehr gut. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist es wie jedes größere Display schlechter ablesbar. 720p möchte man, sofern man einmal längere Zeit eines genutzt hat, nicht mehr vermissen.

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Im inneren werkelt ein 1,2 GHz Dual-Core Prozessor, welcher im Test ein wenig mit der höheren Auflösung im Vergleich zum normalen Idol zu kämpfen hatte. Auf dem Papier ist das Ultra zwar 200 MHz pro Kern schneller, allerdings ist dies in meinen Augen zu wenig, wenn man die höhere Display-Auflösung im Hinterkopf behält. Im normalen System kann man sehr gut mit dem Ultra arbeiten. Aufwendige Spiele ruckeln allerdings. Hier hapert es eindeutig an der Performance. An Speicher bietet das Ultra intern eine Kapazität von 16 GB, von welchem in meinem Fall noch knapp 13.5 GB verfügbar waren. Zusätzlich wurde dem Handy 1 GB RAM verpasst. Letzteres ist für die meisten Spiele noch ausreichend, wenn nicht 720p verrechnet werden müssten.

Software

Auf dem Gerät ist Android 4.1.1 mit ähnlichen Modifikationen wie auch beim Idol vorinstalliert. Zieht man die Benachrichtigungsleiste runter, erscheint eine Energie-Steuerung für WiFi, Bluetooth etc. Dazu gibt es auch beim Ultra in den Einstellungen den Punkt Gesten, welche beispielsweise das Gerät auf lautlos bei einem Anruf stellen sobald das Handy umgedreht wird. Mir persönlich fehlt die Hand-Auflegen=Standby-Funktion, welche ich im folgenden Video wahrlich zelebrierte. Abgesehen davon könnt ihr ein paar der optischen und funktionellen Änderungen anschauen, welche Alcatel über Android 4.1.1 legt:

Dass die Jungs und Mädels in der Programmier-Stube bei Alcatel lustige Gesellen sind, mag einem nicht nur bei dem Hand-Auflegen-Standby auffallen. Auch die Akku-Lade-Anzeige auf dem Homescreen finde ich sehr witzig gelöst, so dass ich direkt mit der Kamera drauf gehalten habe:

Abgesehen davon hat Alcatel einige Apps hinzugefügt. Von einer Taschenlampe, über eine Backup-Lösung, ein Antiviren-Programm und die TouchPal-Tastatur wurde einiges integriert. Die folgenden Screenshots zeigen mehr davon.

Kamera und Multimedia

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Der Lautsprecher ist auf der unteren Rückseite angebracht. Da die Kamera etwas übersteht, wird das Handy leicht angehoben und der Klang des Lautsprechers nicht wie bei anderen Geräten komplett verdeckt. Dies bewirkt, dass der Klang zwar etwas abgeschwächt, aber noch sehr gut hörbar ist.

Die 8-Megapixel-Kamera machte leider einen weniger guten Eindruck. Bilder waren oft verwaschen, als ob ein weißer Schleier darüber gelegt worden wäre. Manche anderen Fotos waren gestochen scharf (Makros z. B.). Im folgenden Google+ – Album könnt ihr euch die Fotos anschauen.

Alcatel One Touch Idol Ultra-Fotos

Das Ultra nimmt Bewegtbild in 720p auf. Die Video-Qualität ist aber leider in meinen Augen zu fast nichts zu gebrauchen. Klar kann man ein 250,- EUR-Gerät nicht mit einem iPhone5, Samsung Galaxy S4 oder HTC One vergleichen, aber dennoch ist die Qualität … naja macht euch selbst ein Bild davon:

Ruckeln, schlieren, unscharf … Schade eigentlich.

Und sonst noch?

  • Der Akku hält mit meiner Benutzung wirklich locker über einen Tag durch. Normale Anwender werden damit evtl. sogar über zwei Tage kommen.
  • Die Gesprächsqualität war durchweg in Ordnung.
  • Kein LTE, kein Wechselspeicherslot und auch kein NFC wurden integriert. Irgendwo muss ja gespart werden, wenn der Endpreis bei knapp 250,- EUR liegt?
  • Eure Fragen in den Kommentaren!

Fazit

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Das Alactel One Touch Idol Ultra ist ein optisch und haptisch sehr ansprechendes Smartphone der Mittelklasse. Der Preis von aktuell knapp 250,- EUR ist hierfür mehr als angemessen. Das Gerät selbst dürfte dem durchschnittlichen Anwender sehr gute Dienste leisten.

Eine Überlegung bleibt allerdings, ob nicht für knapp 50,- EUR mehr ein Nexus 4 mit deutlich besserer Performance, dafür mehr Stock-Look erworben werden sollte? Am Ende kommt es wie immer auf die jeweilige Person an, für die das Handy gekauft wird.

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