Apple gibt Rahmenbedingungen für iAds bekannt

Auf der letzten Keynote zur Vorstellung des iPhone OS 4 hat Apple den neuen Dienst iAds vorgestellt. Nach dem Kauf von Quattro Wireless wird nun konsequent umgesetzt, was mit dem Kauf beabsichtigt wurde: Konkurrenz für Googles Dienst AdMod. Nun hat Apple die ersten Rahmenbedingungen für iAds bekannt gegeben.

Für eine normale Kampagne werden wohl bis zu 1 Million Dollar fällig werden. Dagegen ist der normale Werbepreise von ca. 100.000 bis 200.000 Dollar bei vergleichbaren Anbietern fast schon ein Schnäppchen. Für Anbieter, die zum Start des neuen OS vertreten sein wollen, werden wohl bis zu 10 Millionen Dollar nötig sein. Auch für Firmen sind dies keine kleinen Zahlen, sodass man derzeit Unternehmen sucht, die einen solche Preis zahlen können und wollen.

Natürlich bietet Apple auch einiges für dieses Geld. Nachdem die Werbevorschläge eingereicht wurden und geprüft wurden, baut Apple die Werbung selber und fügt sie in die Apps ein. Möglicherweise wird es Firmen in der Zukunft selber möglich sein, das Programmieren der Werbung zu übernehmen. Zusätzlich bietet Apple zielgruppengerechte Werbung. Durch die Profile in iTunes kann man zum Beispiel Werbung für gewisse Filmliebhaber schalten, oder Fans eine gewissen Kategorie von Apps, oder man kann die Werbung auf gewisse lokale Bereiche zuschneiden.

Auch für die App-Developer ist iAds vielversprechend.  Schon zur Keynote wurde berichtet, dass Apple selber 40% des Gewinnes für sich behält und die übrigen 60% an den Entwickler der App gehen. Besonders diese Preise sind verantwortlich für den hohen Werbepreis. Apple nimmt einen Penny, wenn eine Werbung in einem App eingeblendet wird und 2 Dollar, wenn die Werbung angeklickt wird. Dies sind deutlich höhere Preise, als bei anderen Anbietern. Hier wird meist nur gezahlt, wenn die Werbung angeklickt wird. Viele Entwickler werden es sich so überleben, ob sie ihre App nicht anstatt 1 oder 2 Dollar zu verlangen, lieber kostenlos anbieten und dafür eine gewinnbringende Ad einbauen. Sollten die geschalteten Werbungen zudem so ausgefeilt und unterhaltsam sein, wie die vorgestellten auf der Keynote, dann wäre dies eine deutliche Verbesserung der Situation. Die damals auf HTML5 aufgebauten Werbungen haben schon allein deswegen einen Vorteil, da das angefangen Spiel zum Beispiel nicht unterbrochen werden muss. Gegenüber den gängigen aktuellen Ads ist dies deutlich angenehmer und könnte den Markt für mobile Werbung deutlich in Bewegung bringen, wenn Apple mit diesem Konzept Erfolg hat.

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