BlackBerry Priv Fazit: 3 positive und 5 negative Punkte

Das erste Android-Smartphone von BlackBerry wollte ich mir unbedingt mal näher anschauen und möchte euch heute sagen, was mir so aufgefallen ist.

In den letzten Wochen habe ich mir das BlackBerry Priv angeschaut. Es handelt sich hier um das erste Android-Smartphone von BlackBerry und schon alleine das war Grund genug, um es sich mal näher anzuschauen. Außerdem hat mich interessiert, wie gut die Umsetzung des Sliders, es gibt eine Hardware-Tastatur, gelungen ist.

BlackBerry Priv Test7

Priv: Was mir gefällt

Die gummierte Rückseite sorgt für eine durchaus gute Haptik. Optisch nicht so edel und hochwertig, aber das Priv liegt trotz seiner Größe fest in der Hand. Das liegt wohl auch daran, dass es an den Seiten, sowohl vorne, als auch hinten, leicht abgerundet ist. Die Rückseite zeigt allerdings auch sehr schnell Fettflecken.

BlackBerry Priv Test6

Reines Android ohne große Anpassungen, zumindest was die Optik betrifft. Das gefällt mir immer noch am besten und ich bin froh, dass BlackBerry hier noch keine große Anpassungen vorgenommen hat. Das dürfte wohl auch dafür sorgen, dass die Sicherheitsupdates sehr zeitnah erscheinen. Leider gibt es noch kein Marshmallow.

Das große Display macht einen sehr guten Eindruck. Das liegt auch an den leicht abgerundeten Seiten. Es ist nicht das beste Display da draußen, aber es ist eben ein sehr gutes. Es handelt sich hier um ein Amoled-Display mit QHD-Auflösung. Hinzu kommen ein paar gelungene Einstellungen für das Always On-Display.

BlackBerry Priv Test3

Priv: Was mit nicht gefällt

Die Größe ist absolut nicht mein Fall. Da gibt es deutlich kompaktere Geräte mit einem 5,4 Zoll großen Display. Das Priv ist aber nicht nur außerordentlich groß, das Gerät ist auch relativ dick und schwer. Allgemein finde ich, dass die Haptik nicht die beste ist. Doch das hat auch einen guten Grund und zwar den folgenden:

Die Tastatur. Das Priv besitzt, wenn man es herausfährt, eine Hardware-Tastatur. BlackBerry ist für seine guten Tastaturen bekannt, ich finde sie in diesem Fall aber wirklich überflüssig. Es tippt sich zwar ganz gut, das ist mir jedoch nicht die Größe wert. Dann lieber flacher und leichter. Das ist meine persönliche Vorliebe.

BlackBerry Priv Test10

Die Verarbeitung ist bei meinem Gerät sehr bescheiden. Es knarzt und wackelt wohin man schaut. Sei es zu viel Spielraum unter der Rückseite, das Wackeln beim Slider, oder den billigen Plastikknöpfen an der Seite, die sehr viel Spielraum haben. Bei einem Gerät dieser Preisklasse darf so etwas nicht passieren.

Der Power-Button ist für mich auf der falschen Seite angebracht. Ich bin es gewohnt, dass dieser auf der rechten Seite ist. Dort findet man auch drei Tasten, aber keinen Power-Button. Ich konnte mich nie wirklich daran gewöhnen, was aber vielleicht auch daran liegt, dass ich mehrere Smartphones parallel nutze.

Der Kamerahubbel sorgt dafür, dass das Priv auf dem Tisch wackelt. Er steht zwar nicht besonders weit heraus, ich habe es aber als störend empfunden. Vor allem bei einem Gerät, welches 9,4 Millimeter dick ist. Das Priv gehört damit übrigens zu den dicksten und mit 192 Gramm zu den schwersten Smartphones auf dem Markt.

BlackBerry Priv Test9

Priv: Ein Fazit

Es war in meinen Augen die richtige Entscheidung zu Android zu wechseln, doch BlackBerry muss glaube ich noch konsequenter sein. Es ist ein erster Schritt, doch das Priv ist kein Gerät, was vielen zusagen wird. Er füllt eine Nische und wird daher auch nicht der Wendepunkt in der Geschichte von BlackBerry sein.

Mir persönlich sagt es nicht zu. Es ist zu groß, zu schwer und leider nicht besonders gut verarbeitet. Es knarzt und wird mit ausgefahrener Tastatur unhandlich. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur die falsche Zielgruppe, aber wer auf die Tastatur von BlackBerry verzichten kann, wird bessere Alternativen da draußen finden.

Die Frage ist, in welche Richtung BlackBerry hier gehen soll. Das Priv hebt sich auch irgendwo von der Masse ab. Einen direkten Konkurrenten für das Galaxy S7 und G5 benötigt es auch nicht unbedingt, dieser Markt ist gesättigt, klar. Vielleicht reichen die Bemühungen ja aber aus, um viele Geschäftskunden anzusprechen.

Für mich als privater Nutzer, der sein Smartphone allerdings komplett ausreizt und es im Grunde als Geschäftshandy nutzt, ist das Priv nichts. Ich finde es mit knapp 700 Euro auch ehrlich gesagt zu teuer. Eine Kaufempfehlung kann ich daher nicht aussprechen. Ich bin aber gespannt, was BlackBerry noch für 2016 geplant hat.

Teilen

Hinterlasse deine Meinung