Gear VR: Ehemaliger Note 7-Besitzer kann VR Brille nicht umtauschen

Samsung ist im Moment aktiv mit dem Rücknahmeprozess des Galaxy Note 7 beschäftigt, doch die negativen Meldungen scheinen nicht abzuklingen.

Aktuell macht das Unternehmen nämlich wieder Schlagzeilen, weil es die Gear VR eines Nutzers nicht zurücknehmen möchte und dieser am Wochenende erst mal bei Reddit seinen Dampf abgelassen hat. Es handelt sich dabei laut eigenen Angaben um einen ehemaligen Besitzer eines Samsung Galaxy Note 7.

Er hat sich das Gerät zum Marktstart gekauft und es bei der ersten Rückrufaktion gegen ein Austauschgerät ausgetauscht. Dieses hat er jetzt natürlich nicht mehr in Gebrauch. Was er allerdings immer noch besitzt, ist die Gear VR. Diese wollte er bei Samsung, wo er sie gekauft hat, umtauschen. Die nehmen sie aber nicht zurück.

Samsung ist im Recht

Das Problem an der Sache ist folgendes: Samsung ist im Recht. Die Gear VR ist mit anderen Samsung-Geräten kompatibel und Samsung nimmt nur Zubehör für das Galaxy Note 7 zurück. Die Frist von 30 Tagen ist außerdem abgelaufen, kein Wunder bei zwei Rückrufaktionen, und daher gibt es die 100 Dollar nicht zurück.

Der ehemalige Note 7-Besitzer plant jedoch die Anschaffung eines anderen Gerätes und benötigt das gute Stück nicht mehr. Man könnte jetzt also sagen: Pech gehabt.

Negative Schlagzeilen vermeiden

Achtung, persönliche Meinung: Sowas geht nicht. Da hast du einen treuen Kunden, der sich das Galaxy Note 7 zum Start gekauft und zwei Rückrufaktionen mitgemacht hat und dann willst du ihm die 100 Dollar für ein Gadget nicht wieder geben, das er nicht mehr benötigt? Klar, Samsung ist im Recht, aber das ist vollkommen egal.

Es geht in so einem Fall darum Schadensbegrenzung zu betreiben und wenn man eine völlig nutzlose und gebrauchte Gear VR zurück nimmt und dafür einen Nutzer hat, der ohne Schaden da steht, dann macht man das. Egal, ob man im Recht ist, oder nicht. Sonst passiert das, was jetzt passiert: Ein weiterer Imageschaden.

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