Libratone Loop: Design-Lautsprecher im Test

Libratone LoopDenkt man an Lautsprecher, so kommen normalerweise Bilder von viereckigen Klavierlack-überzogenen Holzkästen in den Sinn. Libratone hat mit dem ZIPP schon einen Speaker im Sortiment, der hier aus dem Rahmen fällt und der Loop reiht sich ebenso ein und kommt in einer runden, schon fast Schüsselähnlichen Form daher.

Vom Prinzip ähnelt er dem ZIPP sehr und versteht sich ebenso darauf, Musik vom iOS, iTunes oder dem Androiden via DLNA o. ä. zu empfangen und wiederzugeben. Der Clou wie auch schon beim ZIPP sind die wechselbaren Fronten aus italienischer Wolle. Im Lieferumfang ist in meinem Fall eine graue Front und zudem noch eine Front in sexy rot für die, die es etwas auffälliger mögen.

AirPlay und DLNA sorgen also für hochauflösendes, drahtloses Audiostreaming und dank der Funktion PlayDirect kann der Speaker auch ohne WiFi betrieben werden. Hierfür kann beim LOOP auch eine Musik-Quelle über einen Klinkenstecker gewählt werden.
Libratone LOOP IMG_6160

Besonderes Gimmick beim Loop ist die Möglichkeit den Lautsprecher über den Standfuß irgendwo im Raum zu platzieren. Möchte man den Speaker nicht im Regal oder auf der Kommode stehen haben, kann er auch direkt an die Wand geschraubt werden. Besonderheit wie auch beim ZIPP sind wie schon erwähnt die wechselbaren Woll-Fronten:

An technischen Details soll es hier natürlich nicht mangeln. So ist in dem Libratone Loop ein vier Zoll großer Tieftöner verbaut, welcher durch zwei Hochtöner unterstützt wird. Das 2.1 System soll durch einen digitalen Verstärker dann satte 120 Watt an Musik durch das Zimmer werfen.

Einrichtung

Der Libratone Lautsprecher wird nach einem (langen) Druck auf die beiden Tasten auf der Rückseite in iTunes erkannt und kann von dort aus mit Musik gefüttert werden. Eine einfache Anleitung, wie der Lautsprecher gekoppelt wird, liegt natürlich bei oder kann aus dem ZIPP-Artikel entnommen werden. Ist der Loop mit dem Stromnetz verbunden, so versorgt er auch ein Smartphone via USB-Anschluss auf der Rückseite ebenfalls mit Strom. Dies ist dann besonders nützlich, wenn man es per Klinkenstecker als Musik-Quelle nutzt.

Der Klang

Der Libratone Loop hat eine Tonausgabe genannt FullRoom ™ Akustik-Sound. Der Klang soll hierbei einem akustischen Instrument nachempfunden sein, welches den ganzen Raum mit Ton versorgen soll. Ich persönlich muss hier sagen, dass der Ton auch fast undefinierbar aus dem Raum kommt und auch laut war, aber erst einmal durch Equalizer eingestellt werden sollte. Vermutlich bedingt durch die Bauform kommen Bässe für mich nicht ganz so gut an, wie ich es gern hätte. Mir fehlt beispielsweise verglichen mit der Play:3 von Sonos auch die Option den Speaker als kleine Stereo-Anlage ohne streamendes Gerät nutzen zu können. Damit meine ich beispielsweise ein Online-Radio auf dem Speaker installiert, oder dergleichen. Für knapp 500,- EUR Lautsprecherpreis würde ich mir so eine Funktion doch irgendwie wünschen.

Fazit

Der Libratone Loop mit den bunten Fronten und der außergewöhnlichen Form ist durchaus interessant. 500,- EUR sind in meinen Augen aber ein wenig zu hoch gegriffen und ich würde auf Nachfrage eher zum Sonos Play:3 oder gar Sonos Play:5 raten. Versteht mich nicht falsch – die runde Brüll-Frisbee sorgt für gute Mucke quer durch das Zimmer. Für fast 500,- EUR kann ich mir aber auch besser ausgestattete Soundbars oder dergleichen kaufen.

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