Librem 5: Teures Linux-Smartphone enttäuscht mit schwacher Ausstattung

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Librem 5

Beinahe zwei Jahre sind vergangen, seitdem das Linux-Smartphone Librem 5 erfolgreich per Crowdfunding finanziert wurde. Nun, da im 3. Quartal die Auslieferung ansteht, wurden endlich die finalen Spezifikationen des Geräts bekannt gegeben – und diese sind leider etwas enttäuschend.

Betrachtet man lediglich die Ausstattung des Librem 5, könnte man meinen, man hätte es hier mit einem Smartphone für ca. 150 Euro zu tun. So löst das 5,7 Zoll große IPS-Display mit 1.440 x 720 Pixeln beispielsweise nicht gerade scharf auf und als Prozessor kommt ein 1,5 GHz schneller i.MX8M Quad-Core zusammen mit 3 GB RAM zum Einsatz. Letzteres ist vielleicht noch verständlich, schließlich muss die Kompatibilität mit dem eigenen OS gewährleistet sein.

Weitere technische Daten des Librem 5 umfassen 32 GB an erweiterbarem internen Speicher sowie zwei Kameras mit 13 und 8 Megapixeln Auflösung. Der 3.500 mAh starke Akku des Smartphones kann zudem ausgetauscht werden und per USB-C geladen werden. Eine Klinkenbuchse ist vorhanden und an Funkstandards werden WLAN b/g/n sowie Bluetooth 4.0 unterstützt.

Librem 5

Kein Android, dafür PureOS

Rechtfertigen soll den hohen Preis des Librem 5 der Fokus auf Sicherheit und Privatsphäre. So wird das Smartphone mit einem Betriebssystem auf Basis der Linux-Distribution PureOS ausgeliefert, welches beispielsweise mit seinem Open-Source-Konzept überzeugen soll. Des Weiteren wird das Smartphone mehrere Hardware-Kill-Switches besitzen, um Funktionen wie WLAN/Bluetooth, den Mobilfunkempfang und die Kamera sowie das Mikrofon abzuschalten.

Die Spezifikationen des Librem 5 machen deutlich, dass man wirklich vom Konzept des Linux-Smartphones überzeugt sein sollte, um damit glücklich zu werden. Mit derzeit 649 US-Dollar ist das Gerät nämlich keinesfalls günstig, zukünftig soll es sogar für 699 US-Dollar verkauft werden. Immerhin steht nun die Auslieferung bevor: Im 3. Quartal 2019 soll es losgehen.

Quelle: Purism

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