Medion Bluetooth-Steckdosenradio mit NFC ausprobiert

Bereits geraume Zeit halte ich Ausschau nach einem kleinen Radio für die Küche. Dabei stand ich vor mehreren Problemen, die ich nun losen könnte.

Eigentlich wollte ich über mein neues Küchenradio gar nichts schreiben, da aber so viele Rückfragen kamen, nachdem ich darüber etwas in den einschlägigen sozialen Netzwerken gepostet habe, greife ich es doch kurz auf. Wie gesagt gab es bei meiner Suche danach einige Probleme, die mich bisher von einem Kauf abhielten. Zum einen wollte ich eine Lösung, die nicht im Weg rumsteht und zum anderen wollte ich keine dieser Unterbaulösungen, die man von unten an einen Schrank befestigt. Weiterhin war drahtlose Konnektivität kein ein Muss, aber ein „nice to have“. Ich war ehrlich gesagt etwas ratlos, wonach ich suchen sollte. Doch dann hatte Benjamin über ein neues Steckdosen-Internetradio von Medion gebloggt.

Mir war bis dahin nicht klar, dass es diese Art von Geräteklasse überhaupt gibt. Mir war aber direkt klar, dass mir das Steckdosen-Internetradio mit 120 Euro zu teuer ist und Funktionen bietet, die ich nicht benötige. Weiterhin wäre es mir etwas zu groß, denn eine Größe, die exakt die Steckdose verdeckt, empfand ich als optimal. Dennoch wusste ich nun (endlich), wonach ich suchen musste.

Fündig bin ich dann ebenfalls bei Medion geworden, denn das neue Steckdosenradio hat einen kleineren Vorgänger, der für weniger als die Hälfte des Geldes zu haben ist.

Medion Life P66070_3

Im Medion Shop oder Amazon wird das Bluetooth-Steckdosenradio Medion Life P66070 (MD 84979) für 50 Euro verkauft. Bei Medion über eBay konnte ich sogar für nur 40 Euro inklusive Versand zuschlagen (begrenzte Stückzahl!). Ein Preis, der für mich in Ordnung geht.

Nun habe ich natürlich vorher mal bei Amazon in den Bewertungen gestöbert und die waren nicht alle gut. Das kleine Radio ist im Grunde ein Bluetooth-Speaker mit NFC und Radiofunktion. Viele Nutzer haben es wohl in erster Linie als Radio gekauft und empfanden es daher als störend, dass das Ding immer zuerst im Bluetooth-Modus startet. Für mich ist das ideal, das sollte man aber wissen.

Die Funktionsweise des Steckdosenradios ist im Grunde schnell erklärt. Das Radio wird in die Steckdose platziert und signalisiert über kleine LEDs seinen aktuellen Status (Standby, Eingeschaltet, Bluetooth-Verbindung an). Das reduzierte Design und die kompakte Bauform gefällt, so fällt es in der Steckdose nicht großartig auf. Bedient wird es über Tasten auf der Front und seitliche Lautstärketasten. Da kein Display vorhanden ist, erhält man bei jedem Tastendruck oder beim Sendersuchlauf eine akustische Bestätigung. Das hört sich in etwa so wie in nachfolgendem Clip an:

[insta BE8pAHwO2kU]

Über eine Taste lässt sich in den Radiomodus wechseln, in dem dann die Sender gesucht werden können. Nicht im Handbuch erwähnt aber dennoch möglich: Einen Sender speichern und zwar über die Tastenkombi Power gedrückt halten + kurz Modustaste drücken. Der Radioempfang ist so gut, wie er ohne externe Antenne sein kann. Ist das Gerät mit Bluetooth (Version 4.1) verbunden (das kann per NFC initiiert werden), agiert es wie ein normaler externer Speaker und kann auch zum Telefonieren genutzt werden. Gespräche können dabei auch über eine der vorderen Tasten angenommen werden.

Medion Life P66070_2

Medion gibt die Musikausgangsleistung mit 30 Watt max. an, was 3 Watt RMS entsprechen soll. Klanglich dürft ihr euch also nicht all zu viel erwarten. Es ist laut, es klingt wie ein Radio halt so klingt, aber die Tiefen sind bauartbedingt eher Mangelware.

Ich gehe davon aus, dass ich den Radiobetrieb nun doch eher selten nutze, da die Bluetooth-Funktion so gut funktioniert. Nach dem Einschalten verbindet es sich automatisch und spielt auch den zuletzt aktiven Track auf meinem Smartphone weiter. Das im Zusammenspiel mit einer Radio-App ist eine gelungene Sache.

Unterm Strich ist das Bluetooth-Steckdosenradio Medion Life P66070 (MD 84979) eine ideale Lösung für mich, denn es lässt sich unauffällig in einer freien Steckdose platzieren, schaut schlicht aus, steht nicht rum (mir besonders wichtig) und erledigt seine Aufgaben zufriedenstellend. Für 40 Euro passt das, vergleichbare Geräte habe ich zumindest nicht günstiger gefunden.

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