Nokias Erbe? Huawei IDEOS verkauft sich in Afrika blendend

Huawei hat erst vor ein paar Tagen angekündigt, dass man in Zukunft die eigenen Geräte stärker selbst vermarkten will und somit weniger als Hardwarehersteller, sondern auch als eigene Marke im Markt auftritt. Sicher keine schlechte Lösung, denn gerade im Einsteigerbereich produziert der Hersteller bereits eine ganze Weile solide Smartphones.

Das Huawei IDEOS, welche auch hierzulande erhältlich ist, geht derzeit in Kenia bei safaricom wie geschnitten Brot über die Ladentheken. Immerhin 80 Dollar kostet das Gerät, was in diesem Land für viele Bürger eine Menge Geld ist. An die 40 Prozent der Einwohner Kenias haben gerade mal zwei Dollar am Tag zum Leben, daher wurden dort bisher hauptsächlich „normale“ Handys verkauft.

Über 350.000 verkaufte Einheiten vom Huawei IDEOS sind dort also beachtlich und damit wildert man in einem (noch) von Nokia beherrschten Markt. Auch wenn Nokia in der westlichen Welt den Anschluss an den Smartphone-Markt verpasst hat, so verkauft man weltweit und gerade in Schwellen- sowie Entwicklungsländern jede Menge günstige Handys.

Wenn man bedenkt, dass das Nokia 1100 bis zum Jahr 2007 weltweit 200 Millionen Mal verkauft wurde und das bei einem Preis von ca. 70 Dollar, ist es nur verständlich, dass die Kunden bei fast gleichem Preis auf günstige Smartphones setzen werden. Auch wenn Nokia für solche Märkte an Symbian festhalten wird, wird man auch in diesem Bereich heftige Konkurrenz von Android bekommen.

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