Pearl Touchlet Tablet-PC X10: Der erste Eindruck

So langsam aber sicher kommen die günstigen Android-Tablets im 10-Zoll-Formfaktor auch in Deutschland an, ein Modell dieser Gattung ist das Pearl Touchlet X10, welches bei mir zum Test eingetroffen ist. Zu einem Preis von 229,90 Euro ist das Gerät beim Onlinehändler Pearl zu haben und damit deutlich günstiger, als die Marken-Konkurrenz von Samsung, Sony, Asus und Co. Wie sich das Tablet in der Praxis schlägt, werde ich mir in der nächsten Zeit in Ruhe anschauen, nachfolgend gibt es schon mal meine ersten Eindrücke zum X10.

Das Gerät kommt inklusive USB-Kabel, Netzteil (230 V) und deutscher Anleitung zum Kunden und macht auf den ersten Blick eine gute Figur. Der Formfaktor von 9,7 Zoll im 4:3-Format ist bei Android-Geräten noch nicht so verbreitet, ich kenne ihn aber bereits vom iPad und komme gut damit klar. Die Auflösung beträgt 1024 x 768 Pixel bei 16 Mio. Farben, entspricht also der, des iPad 1 und 2. Ich würde sogar sagen, dass dies genau das Display vom iPad 1 ist, das scheint wohl in China gerade günstig zu haben zu sein. :)

Im Vergleich zum „Retina-Screen“ vom iPad 3 kommt das IPS-Panel mit Glasoberfläche und 400 cdm² Helligkeit zwar nicht so gut weg, allerdings spielt das vorinstallierte Android 4.0 hier seine Stärken in der Oberfläche aus, denn durch die größtenteils dunklen und auch flachen UI-Elemente erscheint die Auflösung ausreichend und das Bild genügend scharf für den täglichen Einsatz. Gerade im Hinblick auf den Preis ist das akzeptabel.

Der Arbeitsspeicher im Touchlet X10 ist 1 GB (DDR3) groß und das merkt man sofort. Der 1 GHz starke Single-Core-Prozessor (Cortex A8) erledigt zudem die meisten Systemaufgaben flott. Von Haus aus merkt man bei der Bedienung kaum einen Unterschied zum Sony Tabelt S mit Tegra 2 Dual-Core-CPU. Überraschend für mich, wie gut die Software bzw. Android 4.0 auf dem Gerät lauft.

Denkpausen gönnt sich das Gerät allerdings dennoch, vor allem bei der Installation von Apps, muss man oftmals ein paar Sekunden länger warten und auch das Browsen geht nicht so flott von der Hand, wie mit einer Dual-Core-CPU. Dennoch ist der Unterschied zu den früheren Touchlet-Tablets erheblich, was wohl an der Kombination aus RAM und Prozessor liegt. Ein richtiger und wichtiger Schritt, um die Einsteigerklasse aufzuwerten.

Die Verarbeitung kann voll überzeugen und steht der teuren Konkurrenz in nichts nach, leider orientiert sich die Optik ziemlich stark am Apple iPad, hier wäre etwas Abwechslung sicher nicht schlecht gewesen. Sowohl die mittige Hometaste, als auch der „3G-Kunststoffstreifen“ (3G ist nicht vorhanden im X10) passen nicht so recht zum Gerät. Alle Anschlüsse sind gut zugänglich und auch die Tasten bieten einen soliden Druckpunkt. Alles sitzt fest, nichts wackelt oder weist Spaltmaße auf, so muss das sein.

Verbaut ist ein Lagesensor für Orientierung der Apps und Webseiten, der auch flott reagiert. Auch zwei Kameras sind an Bord, wobei die Frontcam mit 2,0 Megapixel für Videotelefonie/Webcam gedacht ist und die Rückseitenkamera mit 5,0 MP für Videos und Fotos dienen soll. Letzte ist kaum zu gebrauchen und wirklich nur für Schnappschüsse zu verwenden.

In Sachen Anschlüssen kann man sich nicht beschweren, denn hier ist ein Mini-HDMI (kein Kabel dabei), Mini-USB mit Host-Funktion, Netzteil-Anschluss und eine 3,5-mm-Audioklinke vorhanden. Den internen Speicher, von dem bei Auslieferung ca. 1 GB dem Nutzer zur Verfügung stehen, lässt sich über eine microSD-Karte (max 32 GB) erweitern.

Das W-Lan-Modul scheint keine Mucken zu machen, mit seinen max. 300 MBit mit IEEE 802.11 b/g/n  bietet es immer soliden Empfang, auch durch einige Wände hinweg. Auch der 3,7 V Li-Ion-Akku mit 6.500 mAh ist erstaunlich gut, zwar dauert der Ladevorgang recht lange, aber 8 Stunden Dauernutzung macht das Teil locker mit und im Standby sind mehrere Tage kein Problem.

Mit seinen 600 g und 190 x 242 x 12 mm liegt das Touchlet X10 sehr gut in der Hand, die Rückseite schaut aus wie Aluminium und fühlt sich auch solide an, könnte aber auch nur eine Art beschichteter Kunststoff sein. Lässt sich schwer sagen. Auch erwähnenswert ist der Lautsprecher, der kein bisschen kratzt und einen klaren recht lauten Klang bietet.

Erstes Fazit

Ein vollständiges Fazit möchte ich noch nicht abgeben, denn gerade in Sachen Apps habe ich bisher vor allem die Systemfunktionen und die Klassiker wie Angry Birds, Google Chrome und Co. probiert. Diese liefen allerdings problemlos. Der Google Play Store, Google Mail, Kalender und YouTube sind bereits installiert und auch das Android Videostudio macht eine gute Figur.

Für mich ist es eines der ersten günstigen Android-Tablet, welches es mit der teuren Konkurrenz aufnehmen kann und das gefällt mir. Der Screen reagiert gut, die Rechenleistung reicht erstmal aus und knickt auch bei Spielen nicht gleich ein, was vor allem an der verbauten GPU (Mali 400) liegen sollte. Quadrant haut mir einen Score von 1866 Punkten raus, was für die Zockerei zwischendurch ausreichen sollte.

Es freut mich, dass Pearl diesmal nicht am RAM gespart hat, dafür kann man die Kamera im Grunde kaum gebrauchen, was mir persönlich an einem Tablet nicht so wichtig ist. Für knapp 230 Euro macht das Touchlet X10 einen sehr runden Eindruck und könnte der teuren Konkurrenz auf dem Massenmarkt gefährlich werden. Software-Goodis wie man sie bei Samsung, Asus und Co. findet, hat man sich allerdings gespart, Android kommt im Grunde unverändert wie von Google freigegeben zum Kunden, in meinen Augen ein Pluspunkt.

Touchlet Tablet-PC X10 im Pearl-Onlineshop

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