Roboter werden menschliche Chirurgen ersetzen – sagt ein Chirurg

Bild: infinityhousemagazine.com

Ein wenig skurill und zu sehr nach Sci-Fi klingt das Szenario, dass Shafi Ahmed – erster Chirurg, der eine Tumorresektion am Dickdarm via Virtueller Realität durchführte und streamte – dort zeichnet.

Seiner Aussage nach wäre es lediglich eine Frage der Zeit, bis durch Roboter durchgeführte Prozesse den Menschen zuerst unterstützen, später dann vollkommen ersetzen sollen. In einer Hochrechnung erklärt er, dass man, um 17 Millionen Menschenleben zusätzlich pro Jahr retten zu können, gut und gerne 2,2 Millionen Chirurgen zusätzlich ausbilden müsste. Eine schier unlösbare Aufgabe, wenn dies nach bisherigen Abläufen realisiert werden sollte.

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Die Idee ist, diese angehenden Chirurgen innerhalb von „Operations-Theatern“ (ein Team operiert – viele unausgebildete Kräfte schauen zu und lernen) mit VR-Brillen ausgestattet direkt am Eingriff teilhaben zu lassen. So sei es möglich zehntausende Studenten simultan auszubilden. Und das eben weit über Ländergrenzen hinweg. Studierende aus wirtschaftlich schwachen Regionen könnten trotzdem teilnehmen. Denn: Was es dafür braucht, sind lediglich eine Google Cardboard und 3G-Netz. Wohl wissend, dass auch diese beiden Konditionen nicht für Jedermann realisierbar sind.

Die in der VR trainierten Abläufe ließen sich dann so sehr perfektionieren, dass in spätestens zwei bis drei Jahren – so Ahmed sehr optimistisch – der Chirurg aus dem heimischen Bett heraus komplexe Operationen am Patienten auf dem OP-Tisch praktizieren könne… Eine nicht unbedingt beruhigende Vorstellung meiner Meinung nach.

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