ShiftPhones Reloaded: Nachhaltige Smartphones und Tablets im Crowdfunding

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Den Trend zum nachhaltigen Tablet scheint Erfinder Carsten Waldeck rechtzeitig erkannt zu haben, denn seine Crowdfunding-Kampagne im Juli war nicht nur erfolgreich, sondern wurde zu 130 Prozent finanziert. Dank dieser Resonanz entschieden sich er und sein Team, das Projekt „ShiftPhones“ auszuweiten und insgesamt vier Geräte auf den Markt zu bringen. 

Die Shiftphones sollen grundsätzlich nur aus zwei verschiedenen Geräten bestehen: Einem 5-Zoll-Phablet und einem 7-Zöller mit Telefon-Funktion. Zu beiden Geräten kommt jedoch noch jeweils eine „+“-Version hinzu, die eine stärkere Hardware zu einem höheren Preis vorweisen soll. Auch diese Erweiterung des eigentlichen Projekts des Shift7 wollte Carsten Waldeck per Crowdfunding realisieren, was ihm bereits nach kürzester Zeit gelungen ist: Die ShiftPhones werden, wenn es nur nach dem Geld geht, auf jeden Fall auf den Markt kommen.

Preislich bewegen sich die ShiftPhones zwischen 177 und 344 Euro. So ist das günstigste Gerät das Shift7 für 177 Euro, das Shift5 für 199 Euro das zweitgünstigste und die Plus-Varianten schlagen mit 299 und respektive 344 Euro zu Buche. Statt einem MediaTek MT6582 soll bei den teureren Versionen vermutlich der MT6752 zum Einsatz kommen, was einen Quad- durch einen Octa-Core ersetzt.

Außerdem soll der teurer Preis den Wechsel von 1 auf 2 GB Arbeitsspeicher sowie eine höhere Auflösung gewährleisten, statt 1280 x 800 Pixel sollen sie FullHD oder noch mehr darstellen können. Was alle Geräte der Familie gemein haben, ist die Möglichkeit für Dual-SIM. Dies und die verbaute CPU weisen starke Ähnlichkeit zu Chinaphones auf, doch dies ist Entwickler Waldeck durchaus bewusst. Zwar werden die Geräte in China gefertigt, doch das Projekt legt großen Wert auf die Sicherung einer guten Bezahlung und den Verzicht von Kinderarbeit.

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Um Ressourcen auch in Zukunft nicht nur bei der Herstellung sparen zu können, sollen die ShiftPhones stark individualisiert und repariert werden können, so lassen sich zum Beispiel die Rückseiten samt Buttons tauschen. Außerdem sollen Tutorial-Videos angeboten werden können, mit denen man nach Kauf der Ersatzteile im eigenen Shift-Shop sein Gerät wieder zusammenschrauben kann.

Dass die ShiftPhones nach so kurzer Zeit bereits Realität werden konnten, zeigt den Bedarf nach fair hergestellten Smartphones und Tablets. Vorreiter war vermutlich das FairPhone, was vor einiger Zeit ja bereits erfolgreich – wenn auch limitiert – auf den Markt kommen konnte.  Wenn ihr euch eines der Geräte zulegen wollt, könnt ihr das noch sieben Tage via Startnext, dem benutzten Crowdfundingportal, erledigen.

Ihr möchtet eines davon zu Weihnachten verschenken? Das Flaggschiff Shift7 soll noch pünktlich bis Heiligabend ausgeliefert werden, worauf das Shift5 folgen soll, das Shift7+ sehen wir vermutlich im Frühjahr und das Shift5+ spätestens im Sommer nächsten Jahres. Weitere Informationen findet ihr auch auf der offiziellen Homepage shiftphones.com.

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Ich persönlich halte das ganze Shift-Projekt für den Schritt in die richtige Richtung. Schade eigentlich, dass es erst so eine dedizierte Initiative braucht, damit man an ein fair hergestelltes Smartphone oder Tablet kommt. Hätte ich die Wahl zwischen dem FairPhone oder bspw. dem Shift5, würde ich eindeutig zum ShiftPhone greifen, da es nicht nur günstiger (das FairPhone kostet 310 Euro) sondern sogar auch besser ausgestattet ist.

Quelle Pressemitteilung

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