o2, Vodafone und Telekom teilen Netzinfrastruktur für verbesserte Netzversorgung

Lte Mobilfunk Funkmast

Noch in diesem Jahr wollen Telefónica / o2, Vodafone und die Deutsche Telekom mehrere Hundert sogenannte „Graue Flecken“ in der 4G-Netzversorgung für ihre Kunden schließen. An den Standorten werden die Partner aktive Netztechnik teilen.

Im Gegensatz zu bisherigen Kooperationen wie Site-Sharing oder dem Betreiber-Abkommen zur Schließung „Weißer Flecken“ müssen in diesem Ansatz keine zweite separate Funktechnik oder zusätzliche Antennen installiert werden. Eine entsprechende Absichtserklärung haben die Unternehmen aktuell unterzeichnet, wie man am heutigen Tag per Pressemeldung verkündet hat. Darin heißt es u.a.:

Insbesondere außerhalb von Wohngebieten und abseits größerer Verkehrswege haben Stand heute nicht alle Betreiber eine deckungsgleiche Netzversorgung. So entstehen sogenannte „Graue Flecken“ – Flächen, in denen nicht alle Anbieter einen mobilen Netzzugang über 4G für ihre Kunden bieten können.

Gerade in diesen wenig frequentierten Gebieten ist es für die Betreiber oftmals wirtschaftlich herausfordernd, separate Infrastrukturen zu errichten und mit eigener Netztechnik zu betreiben.

Auf diese Versorgungs- und Wirtschaftlichkeitslücke zielt die jetzt zwischen Telefónica / o2, Vodafone und der Deutschen Telekom geschlossene Vereinbarung.

Network-Sharing an mehreren hundert Antennenstandorten

Beide Unternehmen planen, an mehreren hundert ausgewählten Antennenstandorten ein sogenanntes aktives Network-Sharing, um „Graue Flecken“ in Deutschland zu erschließen. Möglich macht das ein „neuer technologischer Ansatz“ in den Netzen der beiden Anbieter. Am Standort bieten die Betreiber allen Kunden im Ergebnis 4G-Zugänge auf dem 800-MHz-Frequenzband.

Für die Erschließung bislang komplett unversorgter Gebiete („Weiße Flecken“) kooperieren Telekom, Vodafone und Telefonica / o2 bereits. Im Herbst 2019 haben die drei bundesweit aktiven Mobilfunknetzbetreiber eine Grundsatzvereinbarung für knapp 6.000 neue Standorte geschlossen. Jeder Betreiber baut anteilig und gewährt den anderen Beteiligten ein Nutzungsrecht an der entstehenden passiven Netzinfrastruktur.

Im Gegensatz zur heute angekündigten Kooperation werden in den Weißen Flecken nur die baulichen Infrastrukturen wie Funkmasten und Stromversorgung gemeinsam genutzt, die Sendetechnik und Antennen stellt hier jeder Betreiber eigenständig.

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