Sony Xperia XZ3 im Test: Mein Fazit in 10 Stichpunkten

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Sony Xperia XZ3

Mit dem Sony Xperia XZ3 steht der nächste Flaggschiff-Kandidat für das Weihnachtsgeschäft 2018 an. Sony ist in diesem Jahr also wieder mit von der Partie.

Dort hat man, wie in den letzten Jahren auch, das zweite Spitzenmodell auf der IFA in Berlin präsentiert. Das Sony Xperia XZ3 löst das Xperia XZ2 vom Frühjahr ab, allerdings gibt es kein neues Compact-Modell. Und (noch) kein Premium-Modell. Es bleibt also (vorerst) beim ganz normalen XZ3.

Das Sony Xperia XZ3 ist nun seit knapp einem Monat erhältlich, die UVP von 799 Euro ist mittlerweile aber schon über 100 Euro gesunken. Mit einem guten Angebot (oder beim richtigen Shop) zahlt man nicht mehr als 700 Euro.

(Die Tendenz geht sogar schon in Richtung 600 Euro)

Sony Xperia XZ3: Fazit als Video

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Sony Xperia XZ3: Die Spezifikationen

  • Hersteller: Sony
  • Modellbezeichnung: Xperia XZ3
  • Preis: 799 Euro
  • Verfügbar: 5. Oktober 2018
  • Größe: 158 x 73 x 9,9 mm
  • Gewicht: 193 g
  • Betriebssystem: Android 9 Pie
  • Akku: 3300 mAh
  • Display: 6 Zoll POLED (2880 x 1440 Pixel)
  • Kamera: 19 Megapixel
  • Speicher: 64 GB
  • CPU: Snapdragon 845
  • RAM: 4 GB

Das sind nicht alle Spezifikationen des Xperia XZ3, sondern die wichtigsten. Auf der Webseite von Sony bekommt ihr weitere Informationen zum Gerät.

Sony Xperia XZ3: Die Stichpunkte

  • Das Design des Sony Xperia XZ3 hat sich zwar nicht massiv verändert, aber es hat sich verändert. Die Rückseite ist im Grunde gleich, doch auf der Front ist der Rand minimal dünner geworden, er ist nun immer Schwarz und das Display ist an den Seiten leicht abgerundet. Sony bleibt sich bei seinem Design größtenteils treu, optisch erinnert die Front aber an das Google Pixel 2 XL von letztem Jahr. In der Hand ist das XZ3 weiterhin sehr rutschig, aber auf dem Tisch dank leicht erhöhtem Ring um die Kamera nicht so sehr wie das XZ2.
  • Das Display ist auf 6 Zoll angewachsen und es ist nun ein (P)OLED-Panel. Die Qualität des Displays ist super, es besitzt gute Blickwinkel, kräftige Farben und ist ausreichend hell. Für mich ein Fortschritt im Vergleich zum Xperia XZ2. Die gebogenen Seiten stören mich hier weniger als bei anderen Modellen, es ist sehr dezent gebogen. Was mir positiv aufgefallen ist: Der gute Weißwert für ein OLED-Panel.
  • Bei der Performance weiß das XZ3 zu überzeugen, auch wenn sich hier nicht wirklich etwas seit dem Frühjahr getan hat. Immerhin sind der SD 845 und 4 GB RAM immer noch geblieben. Da hätte man nun gerne 6 GB RAM wählen dürfen, die gibt es aber nur in Asien.
  • Die Software ist ein fast pures Android, was mir sehr gut gefällt. Sony ist nach Google und OnePlus auf Platz 3 bei meinen favorisierten Android-Herstellern angekommen, gleichauf mit Nokia. Man hat auch eine solide Update-Politik bewiesen bisher und der Sicherheitspatch ist aktuell. Hier gibt es nichts zu beanstanden von meiner Seite. Man versucht einem übrigens auch hier bei der Einrichtung massenhaft Bloatware unterzujubeln, doch man kann den Haken schnell entfernen und sich dagegen entscheiden. Nur Facebook und Netflix sind auch so vorinstalliert.
  • Die Kamera bleibt weiterhin einer der größten Kritikpunkte für mich. Bei gutem Licht macht sie solide Bilder, aber es rauscht mir persönlich oft zu stark und Fotos sind immer wieder überbelichtet. Sony baut immer noch die Sensoren für die Industrie, kann mit der Software aber meiner Meinung nach nicht mit der aktuellen Konkurrenz mithalten. Der Dynamikumfang bei gutem Licht ist aber super. Ich würde die Kamera als „okay“ einstufen. Was für mich bei einem Flaggschiff nicht besonders gut ist. Was mir aber weiterhin gut gefällt: Es gibt eine eigene Kamerataste.

Sony Xperia Xz3 Test5

  • Der Akku ist im Vergleich zum XZ2 kaum größer geworden und mit 3300 mAh im Vergleich zur Konkurrenz sehr klein. Trotzdem holt Sony weiterhin viel aus dem Akku heraus. Bedenkt man jedoch Größe und Gewicht des Gerätes, dann wäre ein noch größerer Akku wünschenswert, denn damit könnte das XZ3 zu einem Dauerläufer werden (das Mate 20 Pro besitzt bei gleicher Größe zum Beispiel 900 mAh mehr). Qi ist auch hier wieder vorhanden und scheint nun Standard bei Sony zu sein – super.
  • Der Fingerabdrucksensor ist für mich persönlich an einer völlig falschen Position und viel zu tief angebracht. Ich habe auch hier wieder ständig die Kamera erwischt, da diese auch rund ist und sich fast identisch anfühlt. Kamera über den Blitz und Sensor an die Stelle der Kamera, das wäre optimal. Und leider gibt es auch immer noch keine Gesichtserkennung als Alternative zu diesem schlechten Sensor.
  • Die Stereo-Lautsprecher haben einen tollen Klang, aber …
  • … die dynamische Vibration habe ich direkt wieder deaktiviert. Hier würde ich mir einen deutlich besseren Vibrationsmotor wünschen, denn so ist mir die Vibration zu stark und unangenehm.
  • Auf der Liste der Must-Have-Features vermisse ich nichts, es gibt auch eine IP68-Zertifizierung, womit alles abgehakt wäre.

Sony Xperia Xz3 Test6

Sony Xperia XZ3: Das Fazit

Das Design der Xperias gefällt mir von Modell zu Modell immer besser. Man setzt zwar nicht auf ein modernes Design mit sehr wenig Rand und Notch, aber man bleibt sich relativ treu und das gefällt ja auch einigen. Es ist eines der wenigen Flaggschiffe ohne eine Notch. Für mich kein Vorteil, ich würde lieber etwas weniger Rand haben, aber immerhin gibt es gute Stereo-Speaker vorne.

Das Display ist super, die Performance und Software auch und mit aktuell knapp 650-700 Euro ist es nicht überteuert. Ich würde mir langfristig ein moderneres Design wünschen, doch davon abgesehen finde ich das Xperia XZ3 in zwei Punkten weiterhin suboptimal. Punkt 1: Der Fingerabdrucksensor.

Sony Xperia Xz3 Test1

Fans von dieser Position dürfen nun gerne wieder die Kommentare fluten, aber für mich persönlich ist diese Position einfach ein Unding. Und im Alltag ist das eben nicht unwichtig, da man sein Gerät mehrmals am Tag entsperrt.

Der Sensor ist für mich persönlich viel zu tief. Eine Alternative gibt es nicht, auch da würde ich mir im Jahr 2018 eine Gesichtsentsperrung wünschen.

Der zweite Punkt wäre die Kamera, die mich nicht so sehr wie beim Pixel 3, Mate 20 Pro oder iPhone XR überzeugt hat. Sony baut zwar die Sensoren für die Konkurrenz, doch die basteln die bessere Software. Bilder waren bei mir oft zu verrauscht und überbelichtet. Vor allem im Auto-Modus.

Das ist schade, denn der Sensor von Sony hat das Potential zu mehr und man muss nun mal sagen, dass die Konkurrenz hier sehr stark geworden ist.

Das Sony Xperia XZ3 ist jedoch kein schlechtes Smartphone und wenn einem das Design gefällt, die Position des Fingerabdrucksensors zusagt und die eher mittelmäßige Kamera nicht stört, auch einen Blick wert.

Den „Seitensensor“ habe ich übrigens direkt deaktiviert. Mit diesem kann man durch doppeltes Tippen auf die Seite zum Beispiel ein Menü für Apps starten. Doch im Test fand ich diese Funktion eher störend als hilfreich. Was daran lag, dass ich sie auch mal versehentlich aktiviert habe, oder sie nicht startete, wenn ich sie nutzen wollte. Wirkte ein bisschen Beta auf mich.

Kurz: Es gibt Modelle, die mir in diesem Jahr besser gefallen haben. Doch das Sony Xperia XZ3 ist deswegen kein schlechtes Smartphone, im Gegenteil. Ich finde, man sieht den Fortschritt der Xperia-Smartphones, auch wenn sie für mich noch nicht „ganz oben“ mitspielen. Mein Favorit wäre es in diesem Jahr nicht, aber das Xperia XZ3 gefällt mir besser als andere Sony-Modelle der letzten 2 Jahre.

Wertung des Autors
Oliver Schwuchow bewertet Sony Xperia XZ3 mit 4.0 von 5 Punkten.

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